Bildung

Nach den Ferien: Maskenpflicht in Schulen könnte kommen

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Foto: dpa

Berlin. Beschlossen ist es noch nicht, aber die Senatsverwaltung für Bildung beschäftigt sich aktuell mit der Maskenpflicht in Schulen. "Wir sind noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen, aber es geht nach Rücksprache mit Wissenschaftlern in die Richtung, dass das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz außerhalb der Klassenräume in Fluren, im Treppenhaus, in den Pausen und in den Gemeinschaftsräumen gelten soll", zitiert die "Berliner Morgenpost" (Mittwoch) Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Martin Klesmann, Sprecher der Bildungsverwaltung ergänzte: "Es laufen noch Abstimmungen auch mit Verbänden." Es seien auch noch rechtliche Fragen offen. Die Planungen liefen darauf hinaus, dass die Pflicht nicht im Unterricht gelten solle, auch nicht in AGs oder bei der Betreuung im Hort.

Bisher war eine Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule zu tragen, nicht vorgesehen. Es gebe solche Anregungen aber von Seiten einiger Schulleiter, sagte Dieter Haase aus dem Vorstand der Berliner GEW am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Das kann in den höheren Klassen, Sekundarstufe I und II, relativ einfach durchgesetzt werden. Es sollte aber den schulischen Möglichkeiten angepasst sein."

Grundsätzlich sieht Haase das Maskentragen in der Schule positiv und befürwortet auch, dass eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen wird, es verpflichtend zu machen. Allerdings sei es keine gute Idee, sie verbindlich für alle Schule anzuordnen.

"In einer Förderschule würden die Kollegen mit dem Kopf schütteln, wenn eine Maskenpflicht eingeführt würde", sagte Haase. "Und auch in der Grundschule kann ich mir das relativ schlecht vorstellen. Man muss die rechtlichen Möglichkeiten schaffen, aber es sollte eine Kann-Bestimmung sein." Schulleitungen und Gesamtkonferenz müssten sich dann darüber verständigen, wo es geht und wo nicht.