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Coronavirus: 5532 bestätigte Fälle in Berlin

| Lesedauer: 119 Minuten
Das müssen Sie zur Maskenpflicht wissen

Das müssen Sie zur Maskenpflicht wissen

Wo muss ich Mundschutz tragen? Sind Kinder dazu auch verpflichtet? Und gibt es Strafen, wenn ich keine Gesichtsmaske trage? Antworten dazu gibt es im Video.

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5532 Menschen sind in Berlin mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

Berlin. In unserem Newsticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus und zu Covid-19 in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

+++ Wir schließen dieses Newsblog +++

Alle weiteren aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin finden Sie in unserem neuen Blog.

+++ Freitag, 24.04.2020 +++

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin und Brandenburg am Freitag

Senatsverwaltung für Bildung legt "Musterhygieneplan Corona" für Berliner Schulen vor
Pankower Krankenhaus bereitet gebrauchte Atemschutzmasken auf
Nicht alle Corona-Helden sollen Prämie bekommen
Maskenpflicht wegen Corona: Berlin verteilt 90.000 Schutzmasken
Berliner SPD ist für Maskenpflicht beim Einkaufen

19.58 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf 5532

In Berlin ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 5532 gestiegen. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mit. 2730 Personen sind männlich, 2797 weiblich. 532 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon 154 intensivmedizinisch. 113 Menschen sind bislang an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestoben. Zwei waren 40 bis 49 Jahre alt, acht weitere 50 bis 59 Jahre, zehn 60 bis 69, 27 waren 70 bis 79 Jahre alt und 66 waren 80 Jahre alt oder älter.

Auch heute sind die Daten wegen technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig.

Bezirk> Bezirk Fallzahl> Fallzahl Differenz (Vortag)> Differenz (Vortag)  >   Genesen> Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 646     518
Friedrichshain-Kreuzberg 446 5   392
Lichtenberg 208 4   167
Marzahn-Hellersdorf 262 12   181
Mitte 826 3   661
Neukölln 585     488
Pankow 583 9   435
Reinickendorf 436 2   324
Spandau 227 7   171
Steglitz-Zehlendorf 459 3   382
Tempelhof-Schöneberg 566 6   457
Treptow-Köpenick 288 5   236
Summe 5.532 56   4.412
 

19.38 Uhr: Dutzende Corona-Fälle an Bernauer Klinik - Aufnahmestopp

In der Bernauer Brandenburgklinik (Landkreis Barnim) häufen sich die Corona-Infektionen. Inzwischen sind 72 Patienten und 60 Mitarbeiter infiziert, wie der Landkreis am Freitagabend mitteilte. Sechs der Mitarbeiter gelten demnach bereits als genesen, elf der Patienten starben. Den Angaben nach litten sie alle an schweren, teilweise unheilbaren Vorerkrankungen. Zuvor hatte rbb24 berichtet. In den betroffenen Häusern der Klinik werden laut Landkreis seit rund einer Woche keine neuen Patienten aufgenommen.

19.24 Uhr: Polizei schließt Wochenmarkt in Kreuzberg

Die Berliner Polizei hat ihre Kontrollen bei Corona-Verstößen etwas verstärkt. Am Freitag schlossen Beamte zum Beispiel einen beliebten Markt im Stadtteil Kreuzberg. „Wenn auf dem Wochenmarkt am Maybachufer nicht nur das Obst & Gemüse sondern auch die Menschen kaum Abstand haben, man vor dem Eingang dicht an dicht auf Einlass wartet & unsere Lautsprecherdurchsagen nur wenig helfen, dann bleibt Keine Wahl“, twitterten die Beamten am späten Nachmittag.

17.56 Uhr: Schulen dürfen die Zahl der Klassenarbeiten verringern

Berlins Schüler müssen bis zu den Sommerferien wegen der Coronakrise weniger Arbeiten schreiben als ursprünglich vorgesehen. Das geht aus einem Schreiben der Senatsbildungsverwaltung an die Schulleitungen zum Thema „Leistungsbewertungen in der Zeit nach den Schulschließungen“ hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

So soll zum Beispiel in den siebten bis zehnten Klassen in jedem Unterrichtsfach eine Klassenarbeit weniger geschrieben werden als bisher verpflichtend war. Wenn es zwingende organisatorische Gründe dafür gibt, kann auf die noch zu schreibenden Klassenarbeiten auch komplett verzichtet werden. Die Entscheidung darüber soll die Schulleitung treffen. Die beim Lernen zu Hause in den vergangenen Wochen erbrachten Leistungen können die Lehrkräfte als Hausaufgaben oder als schriftliche Teile von Projektarbeiten werten und somit in die Benotung einbeziehen.

17.12 Uhr: Gastronomen machen mit leeren Stühlen auf prekäre Lage aufmerksam

Mit dem Aufstellen Hunderter leerer Stühle an prominenten Orten in deutschen Städten haben Gastronomen am Freitag auf ihre prekäre Lage während der Corona-Krise aufmerksam gemacht. In insgesamt 80 Städten habe sich die Branche an der Aktion beteiligt, teilte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga auf Facebook mit. Leere Stühle wurden unter anderem in Berlin, Frankfurt und Dresden aufgestellt.

16.58 Uhr: Charlottenburg-Wilmersdorf öffnet Sportplätze

Die Sportplätze in Charlottenburg-Wilmersdorf werden wieder geöffnet. Allerdings müssen sich alle Sportler bei der Nutzung Regeln halten, um die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin einzudämmen, wie das Bezirksamt mitteilt.

Täglich von 12 Uhr bis 20 Uhr werden folgende Anlagen geöffnet:

  • Sportanlage Jungfernheide, Jungfernheideweg 70, 13629 Berlin
  • Sportanlage Westend, Spandauer Damm 150, 14050 Berlin
  • Mommsenstadion, Waldschulallee 34, 14055 Berlin
  • Hans-Rosenthal-Sportanlage, Kühler Weg 12, 14055 Berlin,
  • Hubertussportplatz, Hubertusallee 50, 14193 Berlin,
  • Stadion Wilmersdorf, Fritz-Wildung-Str. 9, 14199 Berlin

In der kommenden Woche ist zudem die Öffnung der Tennisplätze an der Harbigstraße geplant.

Weiterhin bleibt es jedoch verboten, Duschen, Umkleiden sowie mit ihnen direkt verbundene Toiletten zu nutzen. Die Freiflächen der Anlagen dürfen ausschließlich genutzt werden, um Sport zu treiben. Gebäude dürfen nur betreten werden, um dort Sportgeräte zu entleihen und wieder zurückzugeben.

16.36 Uhr: Berlin verteilt 90.000 Schutzmasken

Zur Einhaltung der Mundschutzpflicht im öffentlichen Nahverkehr verteilt das Land Berlin in der kommenden Woche 90.000 Masken an die Bürger, teilte Senatssprecherin Melanie Reinsch mit. „Diese sollen am Montag angeliefert werden und dann an die Bezirke verteilt und ausgegeben werden.“ Bei den Masken handele es sich nicht um medizinische Masken, sondern um einen Mund- und Nasenschutz aus Stoff, der sich waschen lässt. Weitere Details finden Sie hier.

16.08 Uhr: Demonstration gegen Corona-Regeln - Gespräche über genaue Auflagen

Einen Tag vor einer erneuten Demonstration gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen in Berlin stand am Freitag zunächst noch nicht fest, mit welchen Bestimmungen und Auflagen die Menschen am Samstag überhaupt zusammen kommen dürfen. Es gebe noch Gespräche mit dem Anmelder der Kundgebung nahe dem Rosa-Luxemburg-Platz, sagte eine Polizeisprecherin. Bis Freitagabend sollte es eine Klärung gebe.

Schon an vergangenen Samstagen hatten einige hundert Menschen gegen die von ihnen befürchtete Einschränkung von Grundrechten demonstriert. Unter den Teilnehmern waren viele Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten. Erlaubt sind laut der Corona-Verordnung in Berlin derzeit aber nur Demonstrationen mit höchstens 20 Teilnehmern und viel Abstand zwischen den Menschen.

15.56 Uhr: Spielplätze sind in Brandenburg weiter tabu

Kinder können in Brandenburg zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus weiter nicht auf Spielplätzen spielen. „Wir wissen genau, dass es natürlich für viele Familien eine sehr harte Situation ist, gerade Familien, die in der Stadt wohnen“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag in Potsdam. „Auf der anderen Seite halten wir in der jetzigen Situation das Risiko noch für zu groß.“ Es gebe keine eindeutigen Belege dafür, dass Kinder nicht das Virus übertragen könnten. „Spielplätze sind Orte, an denen naturgemäß Kinder miteinander in Kontakt stehen.“ In Berlin sollen Spielplätze vom 30. April an in allen Bezirken wieder öffnen, in Einzelfällen kann es allerdings länger dauern.

15.06 Uhr: Woidke warnt vor Flickenteppich der Corona-Regeln in Deutschland

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor zu vielen unterschiedlichen Regeln in den Bundesländern zum Schutz vor dem Coronavirus gewarnt. „Es gibt Ministerpräsidenten, die jeden Tag über Lockerungen reden“, sagte Woidke am Freitag in Potsdam, ohne Namen zu nennen. „Ich glaube, dass wir gut beraten sind, auch mit der Bundesregierung (...) die weiteren Dinge abzusprechen und in Deutschland nicht zu einem Flickenteppich zu kommen, sondern möglichst ein einheitliches Vorgehen entsprechend auch der regionalen Besonderheit haben.“ Für die Frage späterer weiterer Lockerungen spielten Disziplin und Geduld die größte Rolle.

Der Regierungschef ging auch darauf ein, dass sich Brandenburg wegen der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr in Berlin unter Zugzwang sah und dies nun ebenfalls ab kommenden Montag einführt - dazu noch anders als Berlin auch im Einzelhandel. Die vor einer Woche gefasste Version der Regeln in Brandenburg nach der Bund-Länder-Vereinbarung sei „mit Berlin in allen Punkten abgestimmt inklusive auch der Frage dringliche Empfehlung zum Tragen von Masken“, sagte Woidke. „Berlin hat sich dann für Änderungen entschieden.“ Er halte es dennoch für wichtig, einheitlich vorzugehen und sich mit Berlin eng abzustimmen.

14.25 Uhr: Chatbot unterstützt Corona-Hotline in Mitte

Die Mitarbeiter der Coronavirus-Hotline im Bezirk Mitte haben virtuelle Unterstützung bekommen. Chatbot Bobbi beantwortet ab sofort häufig gestellte Fragen auf der Internetseite des Bezirksamts www.berlin.de/ba-mitte. Das Online-Angebot soll Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) zufolge Mitarbeiter der Coronavirus-Hotline entlasten. Man habe festgestellt, dass viele Anrufer ähnliche Fragen haben, beispielsweise „Kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen, wenn ich Husten habe?“. Um neue Kapazitäten für die Mitarbeiter des Gesundheitsamts zu schaffen, soll der Chatbot künftig Antworten auf solche Fragen liefern.

Der Chatbot ersetzt die Berliner Corona-Hotline allerdings nicht. Es handelt sich dabei um ein Zusatzangebot, das sich vor allem an internetaffine Bürger richtet. Derweil liefert der Chatbot vor allem Antworten rund um das Thema Coronavirus. Künftig soll er auch bei Fragen zum Meldewesen oder bei einer Beantragung eines Ausweises helfen. Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, kann sich weiterhin unter der Berliner Hotline: 030/90282828 oder unter der Bezirkshotline für Mitte: 030/90184100 beraten lassen.

14.22 Uhr: Busse und Bahnen ab 4. Mai wieder im Normalbetrieb

Fahrgästen im Berliner und Brandenburger Nahverkehr steht vom 4. Mai an nahezu das komplette Angebot an Bus- und Bahnverbindungen wieder zur Verfügung. Das gelte für Regionalzüge und die S-Bahn, für U-Bahnen und Straßenbahnen und für Busse, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte. Das Angebot sei mit Beginn der Coronavirus-Krise in der Region ohnehin nur geringfügig zurückgefahren worden.

„Mit der Rückkehr zum normalen Fahrplan kehrt aber leider noch keine Normalität in unseren Alltag zurück“, warnte die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssten Fahrgäste Abstand voneinander halten. Günther appellierte auch dringend, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Mehr dazu finden Sie hier.

14.12 Uhr: Bröhan-Museum macht am 12. Mai wieder auf

Ab dem 12. Mai wird das Bröhan-Museum wieder für den Besucherverkehr öffnen. Es wird zunächst ausschließlich die neue Ausstellung „‘Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze.‘ Hans Baluschek zum 150. Geburtstag“ zu sehen sein, deren Eröffnung ursprünglich für den 26. März geplant war. Da die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie der Beschäftigen für das Bröhan-Museum höchste Priorität hat, werde sich immer nur eine begrenzte Anzahl von Personen in den Ausstellungsräumen aufhalten, zudem werde auf die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sowie des Abstandsgebots geachtet, hieß es in einer Mitteilung des Museums.

14.06 Uhr: Abgelaufene Berlinpässe behalten ihre Gültigkeit

Berlinpässe, die in den nächsten Wochen auslaufen, behalten erst einmal ihre Gültigkeit und werden vorerst nicht verlängert. Das teilte die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales mit. Der Erwerb des Berlin-Ticket S sei auch mit einem abgelaufenen Berlinpass möglich. Dazu müssten die anspruchsberechtigten Personen den Leistungsbescheid mit sich führen und ihre Bedarfsgemeinschaftsnummer, das Aktenzeichen oder die Wohngeldnummer auf dem Berlin-Ticket S eintragen, hieß es weiter.

Das Verfahren sei vorerst befristet bis zum 31. Mai 2020, könne bei Bedarf jedoch verlängert werden. Zum berechtigten Personenkreis zählen Bezieherinnen und Bezieher von Leistungen nach dem SGB II, dem SGB XII, dem Asylbewerberleistungsgesetz, dem Wohngeldgesetz und den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen.

13.17 Uhr: Das sind die Corona-Fälle in Brandenburg

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Brandenburg hat sich auf 2647 erhöht. Damit seien innerhalb der vergangenen zwei Tage 144 Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam zum Stand von 8 Uhr mit. Ein direkter Vergleich zum Vortag war wegen einer technischen Umstellung nicht möglich. Derzeit werden 254 Patienten im Krankenhaus behandelt, davon werden 30 maschinell beatmet. Ein Fünftel aller Infiziertenfälle (548) stammt aus Potsdam, rund ein Siebtel (395) aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark. Als genesen gelten landesweit rund 1650 Menschen, 160 mehr als am Mittwoch. Inzwischen starben offiziell 113 Corona-Patienten.

12.57 Uhr: DFB-Pokalfinale nicht am 23. Mai in Berlin - Termin offen

Das DFB-Pokalfinale kann nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag nach einer Videokonferenz des Präsidiums mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen.

12.50 Uhr: Corona-Drive-In auf dem Festplatz ist noch geschlossen

Wer am Freitag auf den Zentralen Festplatz in Wedding zur Corona-Teststellte wollte, stand vor einem verschlossenen Tor. Bislang gebe es nach Angaben der Pressesprecherin des Bezirksamts Mitte Laura Sander noch zu wenige Termine von Personen, die sich auf das Coronavirus testen lassen können. Zu Beginn der kommenden Woche sollen aber Mitarbeiter des Gesundheitsamts Mitte erste Racheabstriche nehmen. Die erste ambulante Corona-Teststation in Berlin war am Donnerstag errichtet worden.

Corona-Drive-in Festplatz
Corona-Drive-in Festplatz

Der Corona-Drive-In ist für Menschen vorgesehen, die flüchtigen Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten hatten und Symptome zeigen sowie Reiserückkehrer mit Symptomen und medizinisches Personal, auch ohne Symptome. Termine können in Absprache mit dem Gesundheitsamt Mitte unter der Telefonnummer 030/901845271 vereinbart werden. Voraussetzung für einen Termin ist allerdings, dass die Person im Bezirk Mitte wohnt.

Bislang testeten Mitarbeiter des Gesundheitsamts lediglich enge Kontakte eines Corona-Falls. Mit dem Testzentrum auf dem Zentralen Festplatz sollen nun auch Kontakte aus dem erweiterten Umfeld überprüft werden. Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) zufolge verspreche sich der Bezirk von Tests auch mehr Informationen zu Ansteckungsorten, die in einer neuen Software systematisch erfasst werden, um Muster abzuleiten.

12.46 Uhr: Novum durch Corona-Krise: Online-Mitgliederversammlung bei Hertha

In Zeiten der Corona-Krise erleben die Mitglieder von Fußball-Bundesligist Hertha BSC ein Novum in der Vereinsgeschichte. Die ordentliche Vollversammlung wird in diesem Jahr erstmals online stattfinden. Die derzeitigen Corona-Regeln lassen am 24. Mai eine normale Mitgliederversammlung nicht zu. Großveranstaltungen sind in Berlin mindestens bis zum 31. August untersagt.

„Persönliche Begegnung und direkter Austausch mit unseren Mitgliedern sind und bleiben uns sehr wichtig. Bei dieser digitalen Mitgliederversammlung müssen wir leider darauf verzichten“, wird Präsident Werner Gegenbauer am Freitag in einer Hertha-Mitteilung zitiert: „Viel wichtiger ist aber: Unser aktives Vereinsleben geht weiter! Durch dieses besondere Format in besonderen Zeiten wollen wir bestmöglich mit unseren Mitgliedern im Dialog bleiben.“

Die Hertha-Mitglieder sollen „zeitnah“ über die Agenda sowie die technischen Details und die Möglichkeit zu Wortmeldungen informiert werden. Die anstehenden Wahlen zum Präsidium werden allerdings in die für Herbst 2020 geplante Versammlung verschoben. Diese Vorgehensweise sei aufgrund der Vereinssatzung zulässig, bemerkte der Club.

12.27 Uhr: Scheeres kommt Schülern bei Präsentationsprüfung entgegen

Die schriftlichen Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) für die zehnten Klassen sind aufgrund der Corona-Krise ​abgesagt, nur die MSA-Präsentationsprüfung bleibt. Doch was passiert, wenn die so schlecht ausfällt, dass die Schülerin oder der Schüler durchfällt? Der Landeschülerausschuss hatte die Möglichkeit einer Nachprüfung verlangt.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat prompt darauf reagiert: Sollte eine Präsentationsprüfung "mangelhaft" ausfallen, können Schüler nun eine zusätzliche mündliche Prüfung in dem betreffenden Fach absolvieren. Damit kann die schlechte Note dann ausgeglichen werden. Landesschülersprecher Miguel Góngora zeigte sich sehr zufrieden mit dieser Regelung.

12.24 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln: R.-Clan sorgt erneut für Polizeieinsatz

Zahlreiche Angehörige des bekannten arabischstämmigen R.-Clans haben am Donnerstag erneut für einen großen Polizeieinsatz in Berlin gesorgt. Nachdem es in den Tagen zuvor zu Ansammlungen vor einem Krankenhaus in Kreuzberg kam, musste die Polizei am Donnerstagnachmittag auf dem Grundstück einer Villa im Stadtteil Alt-Buckow in Neukölln die Einhaltung der Corona-Regeln durchsetzen, wie ein Sprecher am Freitag sagte.

Nach dem Tod einer 70-jährigen Angehörigen des R.-Clans in der Nacht zu Donnerstag hatten sich dort Dutzende Verwandte aus einer Großfamilie versammelt. Die Polizisten nahmen die Personalien von 47 Menschen auf und leiteten Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen die Abstandsregeln ein. Die Polizei kündigte an, auch die Beerdigung der Frau an einem der nächsten Tage zu begleiten. >> Zum Artikel

12.01 Uhr: Banken öffnen wieder Filialen

Bankkunden in Berlin haben demnächst wieder mehr Möglichkeiten, in die Filiale zu gehen. Gut einen Monat nach Schließung von etwas mehr als der Hälfte ihrer 45 Privatkunden-Standorte in Berlin und Brandenburg will die Berliner Volksbank sie von Montag an nach und nach wieder öffnen, wie sie am Freitag mitteilte. Als Letzte sollen am 18. Mai die Filialen in Großbeeren und in Berlin-Adlershof wieder ans Netz gehen. Kunden werden gebeten, einen Mundschutz zu tragen. Zum Schutz der Berater vor dem neuartigen Coronavirus soll es Plexiglas geben, im Bedarfsfall auch Zutrittskontrollen.

Die Commerzbank will vom 4. Mai an nach und nach weitere Filialen öffnen. „Mit Blick auf die Gesundheit aller bitten wir jedoch weiterhin darum, Filialbesuche auf wirklich wichtige Themen zu beschränken und Anliegen möglichst online, telefonisch oder per Mail zu erledigen“, teilte ein Sprecher mit. Drei Viertel der 48 Filialen in Berlin sind geschlossen.

Auch die Volksbank verwies auf die Möglichkeit, sich telefonisch beraten lassen - „gänzlich ohne Ansteckungsrisiko“, wie sie betont. Auch zu Krediten und Geldanlagen sei Telefonberatung möglich. Darauf verwies auch die Deutsche Bank. Bei ihr bleiben vorerst 17 der 35 Berliner Filialen geschlossen, wie ein Sprecher sagte.

11.22 Uhr: SPD ist für Schutzmasken beim Einkaufen

Die Berliner SPD ist dafür, die Maskenpflicht im öffentlichen Raum auszuweiten. Nicht nur in Bussen und Bahnen sollten Menschen Mund und Nase bedecken müssen, sondern auch im Einzelhandel. „Der beste Schutz für die Berlinerinnen und Berliner im öffentlichen Raum bleibt die Einhaltung der Abstands- und Hygienegebote“, sagte die stellvertretende Landesvorsitzende Iris Spranger.

Eine Mund-Nasenbedeckung unterstütze aber noch zusätzlich, sich und andere zu schützen. „Wir müssen unbedingt verhindern, dass die nun eingeführten Lockerungsmaßnahmen zu einem erneuten unkontrollierten Anstieg der Corona-Infektionen führen“, so die Stellvertreterin des SPD-Landesvorsitzenden und Regierenden Bürgermeisters Michael Müller. Zudem mache das Tragen der Maske den Menschen aktiv bewusst, „dass wir uns immer noch in einer Ausnahmesituation befinden und trotz erster Lockerungen der Corona-Beschränkungen bei weitem keine Normalität herrscht“.

Für den Landesverband sei es daher nur konsequent, neben dem ÖPNV auch darüber hinaus im Einzelhandel, wo viele Menschen aufeinandertreffen und der Mindestabstand zeitweise unterschritten werden könnte, eine Maske zu tragen. Dabei sei aber kein medizinischer Mundschutz nötig.

10.46 Uhr: Coronakontrollen-Bilanz der Polizei

Zur Überwachung der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus führte die Polizei Berlin gestern und in der vergangenen Nacht wieder stadtweit Kontrollen durch.

Tagsüber überprüften rund 450 Einsatzkräfte und in der Nacht etwa 150 Polizistinnen und Polizisten die Einhaltung der Verordnung. Es wurden 31 Objekte und 620 Personen im Freien überprüft. Dazu fertigten die Polizeikräfte 34 Straf- und 39 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Seit dem 14. März 2020, 18 Uhr führte die Polizei Berlin damit insgesamt 2459 objektbezogene Überprüfungen sowie 10.832 Überprüfungen im Freien durch. In 894 Fällen wurden sofortige Schließungen der Objekte angeordnet. Insgesamt stellten die Polizeikräfte dabei bisher 1.192 Straftaten und seit dem 23. März 2020 2.230 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz fest.

10.34 Uhr: BSR: Recyclinghöfe ab 27. April auch wieder montags geöffnet

Rund acht Prozent mehr Hausmüll als in einer "normalen" Woche sammelt die Müllabfuhr zu Corona-Zeiten ein. Denn zu Hause produzierten die Menschen mehr Müll, meldet die Berliner Stadtreinigung (BSR).

Zur Verbesserung des Service für die Berlinerinnen und Berliner will die BSR ihre Recyclinghöfe ab Montag wieder an sechs Tagen in der Woche öffnen, also auch wieder montags. Diese Neuerungen gelten:

  • Ab 27. April öffnen die Recyclinghöfe von Montag bis Sonnabend von 8 bis 14 Uhr.
  • Um Warteschlangen vor den Recyclinghöfen zu verkürzen, werden Sperrmüllfahrzeuge platziert. Mitarbeiter winken Wartende mit kleinen Sperrmüllmengen aus den Schlangen heraus und können ihren Sperrmüll in das Sperrmüllfahrzeug laden.
  • Die direkte Abholung von Sperrmüll aus privaten Haushalten bleibt (bis auf bereits vereinbarte Termine) weiter ausgesetzt.

10.19 Uhr: Pankower Krankenhaus bereitet Tausende gebrauchte Atemschutzmasken wieder auf

Das Klinikum Helios Buch in Pankow hat damit begonnen, täglich bis zu 8000 gebrauchte Atemschutzmasken vom professionellen Typ FFP aufzubereiten. Das Verfahren besteht laut einer Sprecherin aus mehreren Stufen.

So werden die Masken zunächst nach Empfehlung des Robert-Koch-Institus trocken für 35 Minuten bei 70 Grad in so genannten Reinigungs- und Desinfektionsgeräten behandelt. Anschließend erfolgt zusätzlich die Aufbereitung in so genannten Umluft-Konvektoren bei 70 bis 75 Grad über insgesamt neun Stunden.

Auf diese Weise sollen die Schutzmasken sowohl mikrobiologisch als auch strukturell einen neuwertigen Zustand wiedererlangen. Die Verfahrensweise übertrifft deutlich die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zur Wiederaufbereitung gebrauchter Masken. Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

So tragen Sie eine Schutzmaske richtig

10.08 Uhr: "Musterhygieneplan Corona" für die Berliner Schulen liegt vor

Der "Musterhygieneplan Corona" für die Berliner Schulen ist nun raus - dort legt die Senatsverwaltung für Bildung Standards fest, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, auch wenn die Schulen sich wieder öffnen.​ Grundsätzlich gilt vieles, was das ganze öffentliche Leben bestimmt: Abstand, Abstand, Abstand.

"Es ist darauf zu achten, dass nicht alle Schüler gleichzeitig über die Gänge zu den Klassenzimmern gelangen." Pausenzeiten soll es nur versetzt geben. Im Entwurf des Musterhygieneplans hatte es noch geheißen, dass " in der Regel maximal 15 Schülerinnen und Schüler" in einem Klassenraum zusammen sitzen dürften. Diese Zahl ist nun nach Protesten der bezirklichen Schulstadträte verschwunden. "Deutlich weniger Schülerinnen und Schüler" als im Normalbetrieb seien im Klassenraum zugelassen, heißt es nun. Konkreter wird es nicht.

Lesen Sie auch: Essen in der Schulmensa bald mit viel Abstand

10.07 Uhr: GEW-Vorsitzender warnt vor Problemen beim Schulstart am Montag

Für den Schulstart am Montag erwartet der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann eine Reihe praktischer Probleme. Schrittweise wieder mit der Schule zu beginnen, sei sicher möglich, auch wenn es nach der weitgehenden Absage der Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss (MSA) keinen Grund mehr dafür gebe, mit dem Unterricht für alle 10. Klassen zu starten, sagte Erdmann der Deutschen Presse-Agentur. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Schulen selbst entscheiden, welche Schülerinnen und Schüler mit der Schule beginnen.“

Er gehe aber nicht davon aus, dass die Schulöffnung problemlos funktioniere. Es werde regelmäßig Verstöße gegen das Abstandsgebot geben. „Das muss man einkalkulieren. Und damit steigt auch das Infektionsrisko. Und entsprechend wird man die Schulöffnungen nur sehr langsam vollziehen können, um die Chance zu haben gegenzusteuern.“

Nach den Zehnklässlern sollen im nächsten Schritt am 4. Mai die elften Klassen an Gymnasien, die neunten und zwölften Klassen an den Integrierten Sekundarschulen (ISS) und die sechsten Klassen an den Grundschulen wieder zurück in die Schule kommen. Die Abiturprüfungen haben bereits am vergangenen Montag begonnen, während die Schulen ansonsten noch geschlossen waren.

9.48 Uhr: Spandau für einheitliche Regelungen bei Spielplätz-Öffnung

Für die geplante Öffnung der Berliner Spielplätze in der kommenden Woche hat der Spandauer Bezirksbürgermeister einheitliche Regelungen befürwortet. Die Bezirke würden versuchen, gemeinsame Vorgaben und Beschilderungen zu erarbeiten, sagte Helmut Kleebank (SPD) am Freitag dem RBB-Inforadio. Auf den Spielplätzen werde weiter das Abstandsgebot gelten. Man werde die Entwicklungen genau beobachten und sich untereinander austauschen, kündigte Kleebank an. Er äußerte die Hoffnung, dass die Entscheidung, die Spielplätze wieder zu öffnen, für Familien eine „punktuelle Entlastung sein kann“. Aber: „Es ist nicht der gleiche Spielbetrieb, nicht die gleiche Freigabe, wie wir sie zuvor hatten - davon kann keine Rede sein.“

Am Donnerstag hatten die Berliner Bezirksbürgermeister und der Regierende Bürgermeister beschlossen, dass die Spielplätze vom kommendem Donnerstag an (30. April) nach wochenlanger Schließung wieder geöffnet werden sollen. Aus Spandauer Sicht ist die Öffnung nicht vertretbar, wie Stadtrat Frank Bewig (CDU) am Donnerstag anmerkte. Aber Spandau wolle sich einem einheitlichen Vorgehen aller Bezirke anschließen.

6.41 Uhr: Fridays for Future startet Netzstreik - große Kunstaktion in Berlin

An den weltweiten Klimaprotesten der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) wollen an diesem Freitag auch zahlreiche Brandenburger und Berliner teilnehmen. Während der Streik in Brandenburg online stattfindet, ist in Berlin eine große Kunstaktion geplant. So wolle man der Klimakrise trotz der Corona-Pandemie eine Plattform geben, sagte der Berliner FFF-Sprecher Quang Paasch.

Seit Anfang März organisiert FFF laut eigenen Angaben in Deutschland zwar keine Streiks mehr, setzt dafür aber verstärkt auf Online-Inhalte, um auf die Umweltprobleme aufmerksam zu machen. In Berlin soll anlässlich des fünften globalen Klimastreiks am Freitag (ab 10.30 Uhr) nun auch außerhalb des Internets eine Protestaktion stattfinden - auf der Wiese vor dem Bundestag.

„Rund 70 Ortsgruppen aus ganz Deutschland haben ihre gesammelten Plakate und Schilder nach Berlin geschickt, die an diesem symbolträchtigen Ort zusammengestellt werden“, sagte Paasch. Damit dieser Protest stattfinden könne, müssten alle Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Vor Ort dürften daher nur 20 Menschen die Versammlung aktiv begleiten, hieß es.

Auf der Webseite der Bewegung soll es zudem am Freitag ein Streikprogramm mit Musik, Reden und Live-Schalten aus ganz Deutschland und New York geben. Nach Angaben der Bewegung soll die Band Bosse den Livestream musikalisch unterstützen. Auch ein Gespräch mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer sei geplant.

6.38 Uhr: Brandenburg will Maskenpflicht in Nahverkehr und Läden beschließen

Nach Berlin will auch Brandenburg ab kommendem Montag die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen einführen - allerdings zusätzlich auch im Einzelhandel. Dies will das Kabinett in Potsdam am Freitag beschließen. Brandenburg will die Pflicht für Mund-Nasen-Schutz im Nahverkehr vor allem wegen des gemeinsamen Verkehrsverbunds an Berlin angleichen. Anders als in Berlin sollen die Masken auch in Geschäften getragen werden müssen - wie in der Landeshauptstadt Potsdam.

Bisher hatte die Landesregierung das Tragen von Masken nur empfohlen. Die Pflicht kommt in allen Bundesländern, die Regelungen sind aber unterschiedlich. Zudem sollen Gottesdienste ab 4. Mai unter strengen Regeln wieder möglich sein. Auch Friseure sollen unter Abstands- und Hygienevorgaben ab 4. Mai wieder öffnen.

+++ Donnerstag, 23.04.2020 +++

Die wichtigsten Corona-News am Donnerstag

Bezirke öffnen Spielplätze ab 30. April
Bezirk Mitte baut Drive-In-Teststelle auf Zentralem Festplatz auf
CDU fordert "Berlin-Scheck" für Corona-Helden
Musikfestival Lollapalooza auch abgesagt

20.22 Uhr: KaDeWe will ab Sonnabend teilweise wieder öffnen

Das KaDeWe will ab Sonnabend zum Teil wieder aufmachen. Kunden könnten die Kosmetik- und Pflegeabteilung sowie Teile der Lebensmittelabteilung betreten, teilte das Kaufhaus mit. Dazu würden auch alle Frischetheken gehören. Restaurants würden teilweise Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Mehr Details finden Sie hier.

19.13 Uhr: Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Berlin auf 5476 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Fälle an Coronavirus-Infektionen ist in Berlin auf 5476 gestiegen. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Davon werden 565 Menschen im Krankenhaus behandelt, 152 davon auf der Intensivstation. 112 erkrankte Patienten sind an den Folgen der Infektion gestorben, das sind sieben mehr als vorgestern. Die Senatsverwaltung weist erneut darauf hin, dass die Zahlen unvollständig sind. Grund sind technische Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter.

19.09 Uhr: Woidke warnt vor Leichtsinn in der Corona-Krise

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat angesichts gelockerter Beschränkungen in der Corona-Krise zu Besonnenheit und Vorsicht gemahnt. „Wir sind inmitten, vielleicht auch erst am Anfang der Entwicklung. Das Erreichte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, sagte der amtierende Bundesratspräsident am Donnerstag der Berliner Morgenpost. „Sonst wird jede Erleichterung zum Bumerang.“ Der Weg aus der Krise erfordere kluges Abwägen, Besonnenheit und Mut zu Entscheidungen, wenn nötig auch zur Kurskorrektur. „Deshalb ist es wichtig, dass sich alle an Verabredungen halten - natürlich unter Berücksichtigung jeweiliger regionaler Besonderheiten.“

18.36 Uhr: Demonstration am Brandenburger Tor

Vertreter mehrerer Bürgerrechtsinitiativen haben sich am Brandenbruger Tor versammelt, um gegen die Situation, die in den griechischen Flüchtlingslagern herrscht, zu demonstrieren. Wie die Polizei auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mitteilte, haben 17 Demonstranten unter Einhaltung der Sicherheitsregeln, die während der Corona-Pandemie gelten, an der Kundgebung teilgenommen. Ein Sprecher der Polizei sagte, die Kundgebung sei angemeldet gewesen.

Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) organisierte die Demonstration. Ulrich von Klinggräf, Mitglied des erweiterten Vorstands, sagte: "Wir wollten vor allem auf die katastrophale Situation auf Moria hinweisen." Zudem forderte der RAV die sofortige Auflösung des Lagers sowie die Unterbringung der Geflüchteten.

17.36 Uhr: Klinikspitze in Potsdam wird nach Coronavirus-Ausbruch beurlaubt

Der Ausbruch des Coronavirus am größten Potsdamer Krankenhaus, dem Klinikum Ernst von Bergmann, zieht personelle Konsequenzen nach sich. Oberbürgermeiser Mike Schubert (SPD) sagte am Donnerstag, er habe entschieden, die Geschäftsführer Steffen Grebner und Dorothea Fischer vorerst zu beurlauben. Dies solle bis zur abschließenden Bewertung gelten, ob jenseits der von Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) genannten Mängel auch solche in der Organisation und Hygiene den Ausbruch begünstigt hätten. Fischer bleibe aber Chefärztin der Frauenklinik. Es müsse alles getan werden, damit das Klinikum „wieder ans Netz gehen kann“.

17.17 Uhr: „Nicht verantwortbar“: Bezirksstadtrat kritisiert Spielplatz-Öffnung

Der Spandauer Bezirksstadtrat Frank Bewig (CDU) hat die Öffnung der Spielplätze zum 30. April scharf kritisiert. „So sehr ich unseren Kleinsten wünschen würde, dass sie sich wieder auf unseren schönen Spandauer Spielplätzen austoben dürfen, ist es in der aktuellen Situation nicht verantwortbar“, sagte Bewig. Die Bürgermeister, darunter der Spandauer Helmut Kleebank (SPD), hatten sich am Mittwoch laut Teilnehmerkreisen einstimmig für die Öffnung entschieden.

Bewig sagte, er werde sich im konkreten Fall dem einheitlichen Vorgehen aller Bezirke anschließen. Es sei niemandem mehr erklärbar, wenn es in den Bezirken über einen längeren Zeitraum unterschiedliche Handhabungen geben würde. „Verantwortlich für die Folgen sind für mich allerdings dann jene, die das vereinbart haben, aber auch der Senat, der in den letzten Wochen nicht die Einsicht hatte, dass die damalige Schließung der Spielplätze richtig war.“

17.06 Uhr: Zahl der Genesenen von Covid-19 nimmt in Brandenburg weiter zu

Die Zahl der von der Lungenkrankheit Covid-19 genesenen Menschen in Brandenburg nimmt weiter zu. Das Gesundheitsministerium geht in einer Hochrechnung von rund 1575 Genesenen aus, 85 mehr als am Vortag, wie das Ressort am Donnerstag berichtete (Stand 8.00 Uhr). Die Zahl der laborbestätigten Fälle von mit dem Coronavirus-Infizierten erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden um 43 auf 2546. 51 Patienten werden demnach in Krankenhäusern behandelt, 35 davon werden künstlich beatmet. 104 Todesfälle wurden im Land gemeldet.

16.48 Uhr: Berliner Abgeordnetenhaus tagt weiter im Abgeordnetenhaus

Das Berliner Landesparlament tagt auch in der Corona-Krise weiterhin im Abgeordnetenhaus. Das entschied der Krisenstab des Parlaments am Donnerstag, wie ein Sprecher mitteilte. Weil es wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie im Plenum recht eng ist, hatte Parlamentspräsident Ralf Wieland prüfen lassen, ob ein Ausweichquartier in einer Messehalle Sinn macht. Stattdessen wurde nun entschieden, nach der ersten auch die zweite Besuchertribüne für Abgeordnete zu reservieren. Dadurch können nunmehr 123 der 160 Parlamentarier an den Sitzungen im Plenum teilnehmen - unter Wahrung von Abstands- und Hygieneregeln.

Die nächste Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses findet am kommenden Donnerstag (30. April) statt. Wie bei den Sitzungen zuvor ist ein reduziertes Programm mit weniger Debatten als üblich geplant. Wie der Sprecher ergänzend mitteilte, sollen ab 4. Mai wieder mehr Fachausschüsse des Parlaments regelmäßig tagen. Wegen der Corona-Pandemie waren zuletzt nur die allerwichtigsten Ausschüsse zusammengekommen, darunter der für Gesundheit.

16.33 Uhr: MSA-Prüfungen in Brandenburg finden statt - anders als in Berlin

Anders als in Berlin werden in Brandenburg nach Angaben des Bildungsministeriums die Prüfungen der Zehntklässler für den Mittleren Schulabschluss (MSA) durchgeführt. Die schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erfolgten als zentrale Prüfungen. Damit werde der Beschluss der Kultusministerkonferenz umgesetzt, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.

Zur Vorbereitung auf die Prüfungen sollen die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse am kommenden Montag (27. April) wieder mit dem Präsenzunterricht in der Schule beginnen. Die Schulen seien vom Ministerium mit einem Schreiben und Handlungsempfehlungen darauf vorbereitet worden.

16.22 Uhr: Streit um „Corona-Radwege“ in Berlin

In der Corona-Krise werden in den Bezirken geschützte Radfahrstreifen in drei bis zehn Tagen statt Jahren eingerichtet und etwa mit Baken provisorisch von den Autostreifen getrennt. Der ADAC Berlin-Brandenburg kritisierte dieses Vorgehen heftig. „Der Senat nutzt eine Notsituation aus, um Partikularinteressen zu verfolgen“, erklärte Verkehrsvorstand Volker Krane. „Der temporäre Rückgang des Pkw- und übrigens auch des Radverkehrs darf nicht dazu genutzt werden, dauerhafte Umverteilungen des Verkehrsraumes durchzusetzen“, mahnte er. Dafür werde es keine Akzeptanz in der Bevölkerung geben. Auch ein Plus an Sicherheit für Radfahrer sei durch die neuen Radwege nicht festzustellen.

Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) spricht von „Unterstellungen“. „In der Corona-Krise kommt es darauf an, die Mobilität in der Stadt bestmöglich zu verteilen, damit das Abstandsgebot eingehalten werden kann“, sagte sie. „Daher ziehen wir längst geplante Verbesserungen der Radinfrastruktur an den Straßen vor, die dafür geeignet sind.“ Radfahren brauche Platz. Gerade in der Pandemiesituation könne mehr Abstand Leben retten. „Unser Ziel ist es, aus den vorgezogenen Maßnahmen möglichst überall dauerhafte Anordnungen zu machen.“

15.48 Uhr: Mundschutz-Pflicht erschwert Kommunikation für Gehörlose stark

Vom kommenden Montag an gilt in Berlin wegen der Corona-Pandemie eine Mundschutz-Pflicht in Bussen und Bahnen. „Für gehörlose Menschen bedeutet das eine extreme Einschränkung in ihrer Kommunikation“, sagte die Sprecherin der Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen in Berlin (GFGB), Angelika Brauer, am Donnerstag. Sie hoffe daher auf ein verstärktes Angebot von Masken mit transparentem Mittelteil. Bislang seien ihr derartige Angebot in der Hauptstadt jedoch nicht bekannt.

Solch ein Sichtfenster ermögliche das für Gehörlose so wichtige Lippenlesen, erklärte Brauer. „Es sind zwar nur rund 30 Prozent des Gesprochenen anhand der Lippenbewegungen des Sprechers visuell wahrnehmbar, dennoch ist es eine wichtige Unterstützung der Gebärdensprache.“ Der Deutsche Gehörlosen-Bund sieht Masken mit Sichtfenster hingegen kritischer. In der Praxis hätten sie den Nachteil, dass die Fenster durch die Atemluft schnell beschlügen. „Dann ist der Mund ohnehin schlecht zu sehen“, sagte Sprecher Daniel Büter. Unabhängig von einem durchsichtigen oder undurchsichtigen Mund-Nase-Schutz bleibe die Kommunikation daher für gehörlose und hörbehinderte Menschen stark erschwert.

Laut Brauer leben schätzungsweise rund 4000 Gehörlose in Berlin. „Das sind aber wahrscheinlich nur die, die Gehörlosengeld kriegen. Die Dunkelziffer ist, denke ich, weitaus höher.“ In der gesamten Bundesrepublik sollen etwa 80 000 Gehörlose leben.

15.06 Uhr: Kinobetreiber drängen auf Wiedereröffnung

Kinoverbände haben mit einem Hygieneplan dafür geworben, dass auch ihre Häuser demnächst wieder öffnen dürfen. „Wir brauchen einen Fahrplan zur Wiedereröffnung“, sagte Christian Bräuer von der AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater am Donnerstag in Berlin. Kinos könnten Hygienekonzepte mit am besten umsetzen.

Abstandsregeln könnten zum Beispiel eingehalten werden, indem Säle nicht voll besetzt würden. Im Kassenbereich könnten Markierungen und Schutzwände helfen, schlugen AG Kino und HDF Kino vor. Tickets könnten verstärkt online verkauft werden und Besucher den Saal am Ende über Notausgänge verlassen.

Bundesweit sind Kinos seit mehreren Wochen geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Verbände haben vor einem Kinosterben gewarnt, sollte der Zustand länger dauern. Seit Längerem fordern sie ein Hilfsprogramm.

Neben Soforthilfen brauche es einen Fahrplan zur Wiedereröffnung - „mit dem Ziel, dass Kinos spätestens im Juli“ wieder aufmachen könnten, forderte die AG Kino, die Programmkinos vertritt. Außerdem brauche die Kinobranche finanzielle Starthilfe für die Phase der Wiedereröffnung mit begrenzten Kapazitäten.

14.55 Uhr: Mehr Geld für Mitarbeiter von Bergmann-Klinikum

Die Mitarbeiter des Klinikums Ernst von Bergmann (EvB) sollen besser bezahlt werden. Ein entsprechender Vorschlag von SPD, Linken und Grünen wurde am Donnerstag vorgestellt. Demnach soll das Klinikum in den Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) zurückkehren und die Mitarbeiter nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes entlohnt werden.

Der Vorschlag soll von den drei Fraktionen am 6. Mai in der Stadtverordnetenversammlung, in der sie eine Mehrheit haben, beschlossen werden. Auch eine Einsatzprämie für besondere Arbeitsbedingungen während der Corona-Pandemie von 500 Euro soll an die Klinikbeschäftigten gezahlt werden. Das Klinikum war wegen einer Häufung von Corona-Infektionen in die Kritik geraten.

14.35 Uhr: Berliner CDU verlangt Kontrollen zur Maskenpflicht

Die Berliner CDU verlangt Kontrollen zur Einhaltung der ab Montag geltenden Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. „Eine Maskenpflicht, die nicht kontrolliert wird, ist ein zahnloser Tiger“, sagte CDU-Landeschef Kai Wegner der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. „Die Bundeskanzlerin hat heute noch einmal deutlich gemacht, dass man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen sollte.“ Das gelte auch für den Berliner Senat. „Auch hier geht Bayern mit gutem Beispiel voran: Die Maskenpflicht ist Bestandteil des Bußgeldkataloges und ihre Umsetzung wird auch von der Polizei kontrolliert.“ Das sei auch für Berlin der richtige Weg, sagte Wegner.

Der Senat hat wegen der Corona-Pandemie zwar eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen beschlossen. Die Einhaltung soll aber nicht kontrolliert werden. Auch Bußgelder sind nach Angaben der Senatsverwaltung für Verkehr nicht geplant. „Wir gehen davon aus, dass die Menschen sich daran halten, werden die Situation in den Fahrzeugen aber beobachten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen“, erläuterte ein Sprecher am Mittwoch. Zuvor hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Berliner S-Bahn bereits betont, die Maskenpflicht nicht kontrollieren zu wollen.

So unterscheiden sich die verschiedenen Masken-Typen

14.16 Uhr: Museumsinsel mit Mundschutz - Parzinger für behutsame Öffnung

Berlins berühmte Museen werden in der Corona-Krise nur langsam wieder ihre Türen öffnen. „Es ist nicht trivial, ein Museum wieder aufzumachen“, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger. „Es bedarf umfangreicher Maßnahmen, um Hygiene zu gewährleisten und Ansteckung zu vermeiden.“ Zudem kündigte er an: „Es wird auch in den Museen eine Maskenpflicht für alle geben zum Schutz von Besuchern, Aufsichten und Mitarbeitern.“

Allein zu den Staatlichen Museen der von Bund und Ländern getragenen Stiftung zählen 13 Sammlungen in 19 Häusern. Die als Weltkulturerbe ausgewiesene Museumsinsel im Zentrum Berlins besuchten zuletzt jährlich gut drei Millionen Menschen.

Parzinger wollte kein konkretes Datum für Öffnungen nennen. „Wir können noch keinen festen Termin sagen, aber fest steht, dass wir nur einige wenige Museen öffnen werden. Am Anfang wird aber auch das nur eingeschränkt möglich sein.“ Es werde Online-Tickets mit Zeitfenstern geben. „Wir denken, dass wir im Laufe der ersten Mai-Hälfte, spätestens bis Mitte Mai das eine oder andere Haus öffnen können.“

Zudem werden es laut Parzinger zunächst nur einige wenige ausgewählte Museen sein. „Es ist im Augenblick schwer zu sagen, welche Häuser wir öffnen können. Wir prüfen gerade, was auf der Museumsinsel möglich ist und auch am Kulturforum, welche Häuser sich am besten für eine Öffnung eignen.“

14.10 Uhr: GEW kritisiert „chaotische Situation“ an Berliner Kitas

Aus Sicht der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist die Situation an vielen Berliner Kitas „chaotisch“. Es fehlten klare Vorgaben der Senatsbildungsverwaltung zur Umsetzung der Notbetreuung in den Kindertagesstätten, teilte die Berliner GEW mit. Die Mitarbeiter in der Notbetreuung würden bei ihren Entscheidungen alleine gelassen, so die Berliner GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik.

„Wir wissen von Arbeitgebern, die verbieten ihren Kolleginnen und Kollegen das Tragen von Gesichtsmasken, und andere wiederum verlangen dies sogar“, sagte Siebernik. „Wenn sich Erzieherinnen und Erzieher mehr mit dem Infektionsschutz als mit der pädagogischen Arbeit befassen müssen, dann läuft etwas schief.“

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat den Trägern bereits in zwei Schreiben Empfehlungen zum Gesundheitsschutz beim Kita-Betrieb in Corona-Zeiten gegeben. So soll die Betreuung in möglichst kleinen Gruppen stattfinden, was je nach räumlicher Situation unterschiedlichste organisatorische Maßnahmen erfordere. Denkbar seien Vormittags- und Nachmittagsgruppen oder eine Betreuung an versetzten Wochentagen.

14.02 Uhr: Dehoga begrüßt Mehrwertsteuersenkung und pocht auf Rettungsfonds

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat die beschlossene Mehrwertsteuersenkung für die Branche als „wichtiges und mutmachendes Signal“ begrüßt. Der Verband erkenne an, dass die Politik die Nöte der Branche wahrnehme, teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Donnerstag mit. „Allerdings müssen wir auch sehen, dass Kneipen, Bars, Clubs und Diskotheken, die ausschließlich Getränke anbieten, nicht von der Steuerentlastung profitieren werden.“ Die massiven Umsatzausfälle könnten durch die Mehrwertsteuersenkung zudem nicht kompensiert werden. Zöllick forderte daher erneut die Schaffung eines Rettungsfonds für das Gastgewerbe. „Ohne direkte Finanzhilfen werden es die meisten unserer Betriebe nicht schaffen.“

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten kritisierte den Schritt als „zu gering“ und „deutlich zu spät“. Die Beschäftigten könnten realistischerweise erst im Oktober 2020 mit 80 Prozent des normalen Nettolohns rechnen. „Für Hunderttausende Menschen mit niedrigen Einkommen bleibt jetzt nur der Gang zum Amt, um Hartz IV zu beantragen“, teilte der Gewerkschaftsvorsitzende Guido Zeitler mit.

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) wiederum begrüßte den Beschluss. „Die 7 Prozent Mehrwertsteuer in der Gastronomie werden einen wichtigen Beitrag für das Überleben vieler Betriebe leisten“, teilte der Verband mit.

13.38 Uhr: Erste Festnahme im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfe-Betrug

Die Zahl der Ermittlungsfälle im Zusammenhang mit Betrug bei den Corona-Soforthilfen ist weiter angestiegen. Die Staatsanwaltschaft ermittele derzeit in 46 Fällen gegen 55 Tatverdächtigte wegen Subventionsbetrugs. Insgesamt seien mehr als 100 Verfahren beim Landeskriminalamt Berlin anhängig, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Gesamtschadenssumme liege derzeit bei etwa 700.000 Euro. Subventionen in Höhe von 160.200 Euro konnten von den betroffenen Konten bereits wieder beschlagnahmt werden.

In Berlin hat es am Donnerstag zudem im Zusammenhang mit den Corona-Betrugsfällen die erste Festnahme gegeben. Verhaftet wurde ein 31-Jähriger Mann gegen den gemeinsam mit seiner Ehefrau wegen Subventionsbetrugs in sieben Fällen ermittelt wird. Der Mann soll Soforthilfen für sieben Firmen beantragt haben, die zum Teil gar nicht existieren. Der Gesamtschaden belaufe sich hierbei auf 80.000 Euro, so die Ermittler. Weitere Details lesen Sie hier.

13.36 Uhr: Erotikmesse Venus fällt aus

Die Erotikmesse Venus, die vom 22. bis 25. Oktober in Berlin stattfinden sollte, entfällt. Das Land Berlin hat Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober untersagt. „Wir ruhen uns nicht aus, sondern starten schon jetzt die Planung für die Messe im nächsten Jahr“, erklärte Walter Hasenclever, Pressesprecher der Messe. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit oder werden erstattet. „Wir könnten uns gut vorstellen, dass die Besucher ihre Tickets einfach behalten beziehungsweise wir ihnen neue Tickets mit einer Gültigkeit für 2021 per E-Mail zuschicken. Wer das nicht möchte, bekommt natürlich sein Geld zurück“, so Hasenclever.

13.22 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung - Wichtige Arztbesuche nicht aufschieben

Wer krank ist und eine medizinische Behandlung benötigt, soll laut der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV) trotz der Corona-Pandemie Termine beim Arzt oder Psychotherapeuten nicht verschieben. Die Praxen hätten sich auf das Virus eingestellt und würden zum Beispiel ältere und chronisch kranke Menschen getrennt von möglichen Infizierten behandeln, wie die Ärzte-Vertretung am Donnerstag mitteilte. Viele Praxen haben laut KV Video- und Telefonsprechstunden eingerichtet. Alle Praxen seien zudem mit Schutzausrüstung ausgestattet worden.

13.11 Uhr: Bezirke öffnen Spielplätze wieder ab 30. April

Die Spielplätze in Berlin sollen wieder öffnen. Darauf haben sich die Bezirksbürgermeister im Rat der Bürgermeister verständigt. Grundsätzlich sollen die Spielplätze ab dem 30. April wieder zu nutzen sein, die Bezirke behalten sich aber auch andere Entscheidungen vor, sollten technische oder hygienische Gründe dagegen sprechen. Das sagte Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) nach der Sitzung.

Sofern dies „altersentsprechend möglich“ sei, solle auf die Einhaltung des Abstandsgebotes hingewirkt werden, so die Bürgermeister. Das gelte besonders für Begleitpersonen und Erziehungsberechtigte. Ansammlungen von erwachsenen Personen oder Jugendlichen seien zu vermeiden und bleiben untersagt. „Eine Überfüllung der Spielplätze ist zu vermeiden“, so Kleebank.

Die Bezirke würden Kontrollen durchführen, sie appellieren aber auch an die Eigenverantwortung der Bürger. Die Bezirksämter wollen auch je nach der Lage vor Ort spezielle Verhaltensregeln festlegen. Bolzplätze fallen nicht unter die Regelung. Für sie gelten die Vorgaben für Sportanlagen. Der Senat hatte am Dienstag beschlossen, Sportflächen unter freiem Himmel wieder freigegeben, solange Abstandsregeln eingehalten werden.

„Diese Einigung ist das Ergebnis einer Abwägung zwischen der weiterhin bestehenden Notwendigkeit des Infektionsschutzes einerseits und dem Bewegungsbedürfnis von Kindern sowie der sozialen Situation von Familien andererseits“, erklärte der Sprecher der Bürgermeister. Sollten die Infektionszahlen wieder steigen, könnten die Spielplätze jederzeit auch wieder geschlossen werden, warnte Kleebank. „Wir alle sind also weiterhin dazu aufgefordert, durch unser eigenes Verhalten zur Eindämmung der Corona-Infektion beizutragen.“

13.09 Uhr: Berlin startet Online-Marktplatz für Alltagsmasken

Berlin hat einen Online-Marktplatz für Mund-Nasen-Schutz gestartet. Unter der Internetadresse www.alltagsmasken.berlin können sich Anbieter und Nutzer vernetzen, wie die Wirtschaftsverwaltung am Donnerstag mitteilte. Wie es hieß, richtet sich die Plattform vorwiegend an Firmen und Einrichtungen, die größere Stückzahlen benötigen oder anbieten. Der Verkauf wird dann nicht auf der Webseite abgewickelt, sondern direkt zwischen den Beteiligten. Am Donnerstag fand sich auf der Seite eine ganze Reihe von Angeboten ab einer Stückzahl von zehn Masken.

Ab Montag gilt wegen der Corona-Pandemie in Bussen, U- und S-Bahnen in Berlin eine Maskenpflicht. Für den Einzelhandel hat Berlin im Unterschied zu anderen Bundesländern auf eine solche Verpflichtung verzichtet. Der Online-Marktplatz wurde vom Senat und der Organisation Berlin Partner konzipiert. Dort finden sich auch Informationen rund um das Thema Mund-Nasen-Schutz.

13.10 Uhr: Verdi: Notbetreuung in Kitas langsam hochfahren

Am 27. April wird der Kreis der Berechtigten, die eine Notbetreuung in Kitas in Anspruch nehmen können, ausgeweitet. Diese Maßnahme kann zur Folge haben, dass am kommenden Montag wieder erheblich mehr Kinder in die Kitas kommen werden, als das im Moment der Fall ist. Je nach Einrichtung könnte es passieren, dass mehr als 70 Prozent der Kinder wieder in die Kita dürfen. Das würde auch bedeuten, dass wieder mehr Personal eingesetzt werden muss.

Die Ausweitung der Betreuungsangebote setze voraus, dass alles getan wird, um die Gesundheit der Beschäftigten und der zu betreuenden Kinder optimal zu schützen. Der Senat solle den Trägern ausreichend Schutzmasken zur Verfügung stellt. Risikogruppen dürften weiterhin nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden.

„Wir halten es für notwendig, dass zum Beispiel Reinigungs- und Desinfektionsintervalle verkürzt werden und dass dem Thema Infektionsschutz mehr Beachtung gewidmet wird. In den Kitas können schließlich Abstandsgebote, wie sie für Erwachsene gelten, nicht eingehalten werden“ so die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann.

13.03 Uhr: Wirtschaftssenatorin Pop findet Maskenpflicht richtig

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) findet die neue Maskenpflicht in Berlin richtig. „Wir haben uns auf eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes im Nahverkehr verständigt, weil hier der gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann“, sagte sie im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“. „Und natürlich gilt für alle anderen öffentlichen Bereiche die dringende Empfehlung der Bundeskanzlerin. Jede Bedeckung von Mund und Nase senkt das Risiko.“ In Berlin gilt die Maskenpflicht ab Montag, sie soll aber nicht kontrolliert werden.

Bisher hätten sich die Berlinerinnen und Berliner in der Coronakrise sehr sorgsam verhalten. „Ich hoffe sehr und appelliere an alle, dass das so bleibt. Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz sind weiter das Gebot der Stunde“, so die Senatorin. „Wir dürfen nicht aufs Spiel setzen, was wir durch unser gemeinsames verantwortungsvolles Handeln erreicht haben. Damit das gelingen kann, sind alle gefragt.“

12.45 Uhr: Berliner Taxifahrer geraten wegen Corona in soziale Not

Das Taxigewerbe in Berlin ist von den Folgen der Corona- Pandemie massiv betroffen. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent bis teilweise 95 Prozent eingebrochen. Den Betrieben bliebe nur die Möglichkeit, für ihre Beschäftigten Kurzarbeitergeld zu beantragen oder sie zu entlassen. Das berichtet die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Eine Ursache dafür sei, dass zahlreiche Beschäftigte keine schriftlichen Arbeitsverträge haben. Löhne werden oft individuell verhandelt und orientieren sich am eingefahrenen Umsatz. Auch Schwarzarbeit spielt eine große Rolle. Wenn Unternehmen Kurzarbeit beantragen wollen, müssen jedoch Zahlen der Vormonate vorgelegt werden, um die Ansprüche zu errechnen.

Um nicht in den Fokus der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, der Berufsgenossenschaften und Sozialversicherungsträger zu geraten, unterlassen unseriöse Firmen daher die Antragstellung. Verdi fordert daher, dass die Schwarzarbeit im Taxigewerbe von den Behörden bekämpft und Sozialstandards eingeführt werden müssen.

12.30 Uhr: Landessportbund: Berliner Vereine brauchen sechs Millionen Euro

Die rund 2500 Berliner Sportvereine benötigen etwa sechs Millionen Euro staatliche Hilfe, um weiter arbeiten und existieren zu können. Das geht aus einer Umfrage des Landessportbundes (LSB) hervor. Dabei nicht mitgerechnet sind die Einnahmeverluste der Proficlubs und der Top-Sportereignisse in Berlin durch die Corona-Krise. Von 330 Berliner Vereinen habe es eine ausführliche Rückmeldung auf die Umfrage gegeben, erklärte LSB-Präsident Thomas Härtel.

Vereine hätten unter anderem Einbußen durch ausgefallene Veranstaltungen, abgesagte Kurse in den Bereichen Gesundheits- und Rehasport sowie durch fehlende Einnahmen im Bereich der Verpachtung von Gaststätten. „Wir erhoffen uns die Einrichtung eines Solidarfonds für den Sport, insbesondere den Vereinssport“, sagte der LSB-Präsident. Es gebe diesbezüglich konkrete Gespräche mit der Senatsverwaltung.

Ab 4. Mai sollen die Sportanlagen schrittweise wieder geöffnet werden. Noch gibt es aber Unklarheiten, welche Sportarten profitieren. „Bezogen auf den Wassersport wie Kanu und Segeln als Individualsport besteht Klarheit, bei Tennis und Golf jeweils in Zweiergruppen auch. Die Abstandsregeln sind dabei eingehalten. Beim Rudern ist es noch nicht ganz klar, ein Achter sitzt als Mannschaft näher zusammen. Da gibt es noch gewisse Unsicherheiten. Daran müssen wir arbeiten. Es ist aber ein Signal, dass zu zweit auch wieder Bewegung reinkommt“, sagte Härtel. Teamsport ist auf unabsehbare Zeit tabu.

12.16 Uhr: CDU fordert gleiche Behandlung für alle „Corona-Helden“

Bei der Diskussion um Prämien für Menschen, die in der Corona-Krise besonders gefordert sind und sich durch ihre Arbeit hervortun, warnt die Berliner CDU vor Ungleichbehandlung. „Der Senat darf die Corona-Helden nicht in Helden erster und zweiter Klasse spalten. Der Dank sollte allen Helden der Krise gelten“, sagte CDU-Landeschef Kai Wegner am Donnerstag. „Sollte sich der Berliner Senat tatsächlich durchringen, den Helden der Krise eine Prämie zu zahlen, wäre das ein gutes Signal. Die aktuellen Pläne gehen jedoch nicht weit genug.“

Beispielsweise blieben die Menschen in den Supermärkten, in den Apotheken und in den privaten Einrichtungen auf der Strecke, die ebenfalls in den vergangenen Wochen Herausragendes geleistet hätten, argumentierte Wegner.

Im Senat gibt es die Überlegung, Tausenden in der Corona-Krise besonders geforderten Landesbeschäftigten eine Prämie von 1000 Euro zu zahlen. Zu den Begünstigten sollen nach Informationen des RBB Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité zählen, aber auch Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Erzieherinnen und Beschäftigte in Jobcentern. Beschlossen ist dazu allerdings noch nichts.

Die CDU schlägt vor, die Prämie in Form eines „Berlin-Schecks“ auszuzahlen. Dieser Wertgutschein soll in Form einer Scheckkarte überreicht werden, so dass der Betrag nicht nur in einzelnen Geschäften ausgegeben werden kann. Auf diese Weise ließe sich gleichzeitig die Berliner Wirtschaft stärken, so der CDU-Landesverband.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in Schreiben an den brandenburgischen Ministerpräsidenten und den Berliner Regierenden Bürgermeister Gespräche zur „Corona-Prämie“ vorgeschlagen. Verdi fordert praktikable und faire Lösungen und weist ebenfalls darauf hin, dass nicht nur Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen oder Kindertagesstätten eine Prämie bekommen sollten.

11.30 Uhr: Corona-Ausbruch an Potsdamer Klinik hat personelle Folgen

Der Coronavirus-Ausbuch am größten Potsdamer Krankenhaus, dem Klinikum Ernst von Bergmann, wird aller Voraussicht nach personelle Konsequenzen haben. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) will heute über die Zukunft der beiden Geschäftsführer entscheiden. Im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend fand Schuberts Vorschlag nach Beurlaubung beider Geschäftsführer eine Mehrheit.

Dagegen gab es in der Sitzung hinter verschlossenen Türen keine Mehrheit für den formellen Antrag auf Kündigung eines Geschäftsführers und für den zur Einsetzung einer Kommission zur Überprüfung der Arbeit von Oberbürgermeister und Gesundheitsamt.

Seit Mitte März hatten sich in dem Krankenhaus Corona-Infektionen gehäuft. Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) drangen daraufhin auf Verbesserungen. Bisher starben 39 Covid-19-Patienten in der Klinik, die für die gesamte Region zuständig ist. Seit 1. April gilt ein Aufnahmestopp für neue Patienten außer Notfällen.

Am vergangenen Wochenende räumte die Geschäftsführung erstmals Fehler ein. Der Aufsichtsrat des Klinikums empfahl danach, beide Geschäftsführer zu beurlauben und eine externe Kommission zur Aufarbeitung der Krise einzusetzen. OB Schubert kann als Gesellschafter eigenständig entscheiden.

10.30 Uhr: Keine Polizei-Einsätze am ersten Ladenöffnungstag in Brandenburg

Bei der Polizei in Brandenburg sind am Mittwoch keine Verstöße gegen die Corona-Verordnung in Bezug auf die wieder geöffneten Geschäfte gemeldet worden. Insgesamt wurden am Mittwoch 100 Platzverweise ausgesprochen sowie 33 Ordnungswidrigkeiten und drei Strafanzeigen aufgenommen.

10 Uhr: Verdi fordert besseren Infektionsschutz für öffentlichen Dienst

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert vom Berliner Senat einen besseren Infektionsschutz für die rund 115.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

„Zu den Maßnahmen, die dringend erforderlich sind, gehören klare Regeln und Unterweisungen der Beschäftigten. Die Einhaltung von Hygienevorgaben gehört ebenso dazu, wie zum Beispiel ganz praktische Dinge wie das regelmäßige Desinfizieren von Türklinken und Reinigen von Räumen“, sagt Andrea Kühnemann, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin. Viele Beschäftigte haben weiterhin – wie Mitarbeiter in Ordnungsämtern, Kitas oder Sozialämtern – umfangreiche Bürgerkontakte und damit auch Sorge, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. „Daher erwarten wir von der zuständigen Gesundheitssenatorin, den Infektionsschutz zu verbessern und ihre Strategie unverzüglich vorzustellen“, so Kühnemann.

Es sei auch zu klären, wie besondere Risikogruppen, zu denen ältere Beschäftigte oder Schwerbehinderte gehören, zu schützen sind. „Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, ist ein guter Weg, allerdings mangelt es hier vielfach an den technischen Mitteln. Zudem fehlen auch hier klare Regeln, die jetzt mit den Beschäftigtenvertretungen zu vereinbaren sind“, so Kühnemann.

9.20 Uhr: Corona-Kontrollen: Polizei überprüft Hunderte Personen, mehr als 40 Anzeigen

Die Polizei hat am Mittwoch und in der vergangenen Nacht wieder stadtweite Kontrollen der Corona-Regeln durchgeführt.

Tagsüber überprüften rund 350 Einsatzkräfte und in der Nacht etwa 100 Polizisten die Einhaltung der Verordnung. Es wurden ein Objekt und 319 Personen im Freien überprüft. Die Beamten schrieben eine Straf- und 41 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Seit dem 14. März 2020, 18 Uhr, hat die Polizei damit insgesamt 2428 Objekte überprüft sowie 10.212 Kontrollen im Freien durchgeführt. In 894 Fällen wurden sofortige Schließungen der Objekte angeordnet. Insgesamt stellten die Polizeikräfte dabei bisher 1158 Straftaten und seit dem 23. März 2020 2191 Ordnungswidrigkeiten gegen das Infektionsschutzgesetz fest.

09.02 Uhr: Drive-In-Teststelle auf Zentralem Festplatz aufgebaut

Corona-Drive-in Festplatz
Corona-Drive-in Festplatz

Die Drive-In-Abstrichstelle auf dem Zentralen Festplatz in Wedding wird heute aufgebaut. Damit kommt der Bezirk Mitte dem Bezirk Neukölln zuvor, der den Betrieb der Drive-In-Stelle vor dem Estrel Hotel am Montag aufnehmen will. Auf dem Festplatz werden dann ab Freitag Kontaktpersonen aus dem weiteren Umfeld eines Infizierten auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Termine werden nur in Absprache mit dem Gesundheitsamt vergeben. Der Schaustellerverband stellt seine Fläche auf dem Zentralen Festplatz kostenfrei zur Verfügung.

6.31 Uhr: Ein Drittel mehr Reinigungsmittel: Berlins Busse werden geputzt

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen auch bei der geplanten Rückkehr zum Normalbetrieb im Mai ihre Fahrzeuge häufiger reinigen als üblich. Seit Ausbruch der Corona-Krise rücken die Reinigungskräfte etwa bei Bussen nicht nur auf den Betriebshöfen an, sondern auch an den Endhaltestellen, wie eine Sprecherin erklärte. „Wir brauchen jede Menge Reinigungsmittel, etwa ein Drittel mehr als sonst.“

Eine wichtige Endhaltestelle ist der Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf. Zwei bis drei Mitarbeiter putzen dort täglich bis zu 20 Busse mit Seifenlauge. „Wir reinigen die Griffe, die Haltestangen, die Sitze, das Cockpit und die Stopp-Knöpfe“, erklärte der angehende Busfahrer Steven Fath, der nun mit Putztuch und Sprühflasche unterwegs ist. „Wir haben circa acht bis zwölf Minuten Zeit, je nachdem wie lang die Wendezeit für den Bus ist.“

Auch Straßenbahnen, U-Bahn-Züge und -bahnhöfe werden BVG-Angaben zufolge häufiger gereinigt als üblich. Desinfiziert werden die Fahrzeuge nicht. „Die Fachleute sagen uns, dass Wasser und Seife besser sind, um das Virus zu bekämpfen“, sagte die Sprecherin. Zudem solle kein falsches Sicherheitsgefühl erzeugt werden. „Die Leute sollen weiter vorsichtig sein.“

Nach Beobachtung des Unternehmens trägt bisher nur ein kleiner Teil der Fahrgäste Masken über Mund und Nase. Ab Montag gilt aber auch in Berlin eine Maskenpflicht. Fahrgäste müssen sich selbst darum kümmern.

U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen in Berlin könnten in der übernächsten Woche wieder weitgehend im gewohnten Takt fahren. Die Rückkehr in den Normalbetrieb wird für den 4. Mai vorbereitet. Die BVG hatte vor vier Wochen ihre Fahrtakte ausgedünnt, weil die Fahrgastzahl eingebrochen war. Fahrgastvertreter hatten das kritisiert. Nach ihrer Darstellung konnten Mindestabstände zwischen den Passagieren so vielfach nicht eingehalten werden.