Corona-Fahrplan

BVG fährt ab 4. Mai wieder im Normalbetrieb

Die BVG will ab 4. Mai wieder zum Regelfahrplan zurückkehren. Drei U-Bahnlinien fahren seit diesem Montag schon wieder regulär.

Corona-Beschränkungen: Das ändert sich in Deutschland

Nach wochenlangem Stillstand des öffentlichen Lebens dürfen sich die Bundesbürger ab Montag auf erste vorsichtige Lockerungen der Corona-Auflagen einstellen. Viele der bisher geltenden Regeln werden aber verlängert.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erhöhen angesichts gelockerter Corona-Beschränkungen schrittweise ihr Fahrangebot. Alle Busse und U-Bahnen sollen ab dem 4. Mai wieder im regulären Takt verkehren, wie die BVG auf Anfrage der Berliner Morgenpost mitteilte.

„Wir sind kurz davor, wieder in den Normalbetrieb einzusteigen“, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken. Auf allen Linien solle der normale Rhythmus wieder ab er erste Mai-Woche gelten.

U-Bahnen der BVG während Corona: U2, U5 und U7 wieder im regulären Takt

Schon jetzt erhöht die BVG jedoch ihr Angebot. Seit Montag, 20. April, fahren die U-Bahnlinien U2, U5 und U7 wieder nach dem Regelfahrplan. Auf den Linien U6, U8 und U9 würden wie zuletzt morgens und Nachmittags im Berufsverkehr Verstärkerfahrten durchgeführt.

Auf diesen Strecken ist erst in zwei Wochen mit dem regulären Betrieb zu rechnen, so Nelken. „Wir brauchen da einen zeitlichen Vorlauf.“ Auch die Bus- und Tramlinien, die derzeit nur in reduziertem Takt verkehren, sollen erst ab dem 4. Mai wieder den regulären Fahrplan anbieten.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Berlin haben wir hier für Sie zusammengetragen.

In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Corona-Entwicklungen in Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweiten und internationalen Coronavirus-News können Sie hier lesen.

Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet.

Alle weiteren wichtigen Informationen zum Coronavirus bekommen Sie hier. Die aktuelle Auslastung der Intensivstationen in Deutschland finden Sie in unserem Klinik-Monitor.

Reduzierter Corona-Fahrplan der BVG: Zu viele U-Bahnfahrer im Dienst

Die BVG hatte den reduzierten Fahrplan während der Corona-Beschränkung unter anderem damit begründet, dass zu viele Mitarbeiter krank seien - und für das verringerte BVG-Angebot viel Kritik bekommen. In einzelnen Abteilungen lag die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle zwischenzeitlich bei bis zu 25 Prozent. Mittlerweile habe sich der Krankenstand massiv gebessert, so Nelken. „Wir haben eine Krankenquote, die ist geradezu unternormal.“

Entsprechend viele Mitarbeiter sollen mittlerweile im Dienst sein, ohne, dass sie im aktuellen Takt gebraucht würden. Laut Informationen der Berliner Morgenpost aus BVG-Kreisen gibt es derzeit etwa auf den U-Bahnlinien U6, U9 und U55 täglich 30 Fahrer zu viel für den ausgedünnten Fahrplan. BVG-Sprecherin Nelken sprach in diesem Zusammenhang von „Reservefahrern“, die es immer gebe.

Fahrgasteinbruch bei der BVG hält noch an – wann kommen die Fahrgäste zurück?

Gleichzeitig hat die Zahl der Fahrgäste zuletzt noch nicht wieder zugenommen. Auch am vergangenen Freitag lag die Fahrgastzahl laut BVG 68 Prozent unter dem Vergleichswert. Dass mittlerweile wieder mehr Menschen auf den Straßen unterwegs seien, merke man bei der BVG derzeit „so richtig noch nicht“, erklärte Nelken. „Aber wenn ab Mittwoch die Lockerungen einsetzen, werden wir das schon merken.“

Viele Beobachter haben dennoch Zweifel, dass angesichts der weiterhin akuten Corona-Pandemie die Fahrgäste so häufig wie vor dem Ausbruch des Virus in Busse und Bahnen steigen werden. Abschreckend wirkt auf viele die relative Enge, die einen Sicherheitsabstand von 1,5 Meter immer wieder nicht zulässt. „Wir denken nicht, dass der öffentliche Nahverkehr an Attraktivität verloren hat“, erklärte Nelken. „Je mehr Dinge wieder normal werden, desto mehr Menschen werden wieder unterwegs sein – auch mit Bus und Bahn.“ Wer den ÖPNV nutzt, sollte jedoch einen Mundschutz tragen, wünscht sich die BVG-Sprecherin. „Das wäre eine Höflichkeitsgeste gegenüber den anderen Fahrgästen.“

Coronavirus in Berlin - Das müssen Berliner wissen: