Corona-Newsblog in Berlin

Coronavirus: Ausflüge zu Ostern nach Brandenburg erlaubt

In Berlin gibt es 4038 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Alle Entwicklungen erfahren Sie hier im Newsblog.

Merkel: Corona-Zahlen machen "ein wenig Hoffnung"

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machen die neuesten Corona-Infektionszahlen Hoffnung, eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen komme allerdings noch nicht in Frage.

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Berlin. Die Berliner Morgenpost informiert Sie im Newsblog über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Berlin und Brandenburg. Alle News zum Coronavirus in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie hier in unserem Corona-Ticker.

Coronavirus-Monitor: Fallzahlen, Neuinfektionen und Trends für Berlin, Deutschland, Europa und die Welt

10.46 Uhr: Wir schließen diesen Newsblog. Alle weiteren Entwicklungen und Nachrichten rund um das Coronavirus in Berlin und Brandenburg finden Sie in unserem neuen Corona-Ticker.

9.33 Uhr: Bergmann-Klinikum Potsdam - Verfahren gegen Ärzte und Geschäftsführer

Nach einer Häufung von Coronavirus-Fällen sind dem Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum eine Reihe von Auflagen erteilt worden. Experten des Robert Koch-Instituts aus Berlin hatten die Klinik besucht - nun liegt ein Bericht vor, der vom Gesundheitsamt geprüft wurde. Das Bergmann-Klinikum richtet ab diesem Mittwoch unter der Telefonnummer 0331/241 48600 eine Hotline an, die täglich von 9 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr erreichbar ist. Gegen drei Ärzte und zwei Geschäftsführer wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

8.49 Uhr: Oster-Ausflüge nach Brandenburg erlaubt

Mit Blick auf das schöne Wetter mit bis zu 22 Grad hat sich Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen zu Verhaltensregeln an den Oster-Feiertagen. „Kleine Ausflüge kann jeder machen - auch nach Brandenburg“, sagte Stübgen (CDU) im Interview mit dem Sender RBB. Touristische Aktivitäten seien zwar verboten, sportliche wie Radfahren hingegen erlaubt. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Brandenburg nicht nach Berlin hin abzuschotten oder eine neue Berliner Mauer zu bauen.“ Dies sei auch nicht notwendig, wenn sich alle maßvoll verhielten.

Stübgen sprach auch über eine eventuelle Lockerung der Maßnahmen nach dem 19. April. Es sei auf jeden Fall klar, dass es diese aber nur stufenweise geben werde. Die Vorfälle im Ernst-Bergmann-Klinikum in Potsdam zeigten, dass das Virus weiter gefährlich sei. In dem Klinikum sind zahlreiche mit dem Coronavirus Infizierte in Behandlung, teils auf einer Covid-Intensivstation. Bis Dienstag waren 21 Corona-Patienten in der Klinik gestorben. Der Minister ergänzte, unklar sei ebenfalls, ob die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen dürften.

Mit Blick auf dringend benötigte Schutzausrüstung ist Stübgen zufolge eine Taskforce beim Zentraldienst der Polizei (ZDPOL) eingerichtet worden, auch mit Vertretern des Wirtschafts -, Innen - und Gesundheitsministeriums.

07.20 Uhr: Das ist der Stand der Neuinfektionen und Fallzahlen in Berlin

06.43 Uhr: Berlins Politiker wollen Ostern mal durchatmen

Nach anstrengenden Wochen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wollen Berlins Politiker zu Ostern etwas durchatmen. Viele planen trotz aller Widrigkeiten mal wieder Zeit mit der Familie zu Hause ein, wie eine Befragung der Deutschen Presse- Agentur ergab.

„Ich werde mit meinem Krisenstab zusammen im Einsatz bleiben, aber ich freue mich sehr darauf, mit meiner Mutter zu telefonieren“, sagte etwa Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) will mit seiner Partnerin und seinem kleinen Sohn im Innenhof des Hauses Eier suchen. „Vielleicht schaffe ich es auch, ein bisschen Sport zu machen, so Kollatz. CDU-Fraktionschef Burkard Dregger will mit seiner Familie beten.

+++ Dienstag, 7. April 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News für Berlin und Brandenburg am Dienstag

Berlins Mittelstand ringt ums Überleben
Müller: Kein schneller umfassender Exit
Berliner Touristen sollen am besten zu Hause bleiben
Zuschüsse für große Firmen? Berlin wartet auf Bund
Handel: „Vielleicht kann der Staat Sortimente ankaufen“
Senat rechnet bald mit weiteren Masken aus China
Nächster Rückschlag für Herthas Niklas Stark

19.24 Uhr: Zahl der bestätigten Infektionen steigt auf 4038

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Berlin ist auf 4038 gestiegen, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstagabend mitteilte. Davon sind 2042 männlich und 1987 weiblich. 505 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, 22 weniger als am Tag zuvor, davon 118 intensivmedizinisch. Das sind 15 weniger als am Montag. 32 Menschen sind an dem Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Montag um vier.

Die gestorbenen Patienten nach Altersgruppen:

  • vier Gestorbene waren 40 bis 60 Jahre alt
  • neun Gestorbene waren 60 bis 80 Jahre alt
  • 19 Gestorbene waren über 80 Jahre alt.
  • Der Altersmedian der Verstorbenen beträgt 81 Jahre.

So verteilen sich die Fallzahlen auf die Bezirke (in Klammern Differenz zum Vortag):

  • Charlottenburg-Wilmersdorf: 500 (+23) / 311 genesen
  • Friedrichshain-Kreuzberg: 360 (+8) / 209 genesen
  • Lichtenberg: 158 (+4) / 88 genesen
  • Marzahn-Hellersdorf: 142 (+9) / 68 genesen
  • Mitte: 597 (+17) / 344 genesen
  • Neukölln: 426 (+19) / 264 genesen
  • Pankow: 409 (+19) / 240 genesen
  • Reinickendorf: 300 (+17) / 147 genesen
  • Spandau: 165 (+13) / 74 genesen
  • Steglitz-Zehlendorf: 348 (+19) / 134 genesen
  • Tempelhof-Schöneberg: 424 (+17) / 232 genesen
  • Treptow-Köpenick: 209 (+11) / 122 genesen

Bilder der Corona-Krise in Berlin

18.39 Uhr: Nach RKI-Bericht - Maßnahmen für Potsdamer Klinikum angeordnet

Nach der Häufung von Coronavirus-Fällen am Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam sind eine Reihe von Maßnahmen angeordnet worden. Der jetzt übergebene Bericht des Robert Koch-Instituts habe diese empfohlen, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Nach Angaben der Stadt solle das Abstrichmanagement neu justiert werden. Zudem müssen Meldungen über Infizierte entsprechend Infektionsschutzmeldegesetz weitergegeben werden. Am Montag seien gegen drei Ärzte Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden wegen Versäumnissen laut Infektionsschutzmeldegesetz, sagte Schubert. Sie seien um Stellungnahmen ersucht worden.

Unterdessen seien auch zwei Verfahren gegen zwei Mitglieder der Geschäftsführung des Bergman-Klinikums dazu gekommen. „Es könnten bei ihnen Versäumnisse bei der Meldepflicht und beim Ausbruchsmanagement vorliegen“, sagte Schubert. Die Verfahren seien nun der Staatsanwaltschaft übergeben worden, um zu klären, dass keine Straftaten vorliegen. „Es geht nicht um eine Strafanzeige, sondern um eine Klärung der Vorwürfe“, betonte er. Zudem wird nach den Angaben externer Sachverstand ins Boot geholt, um weitere Hilfe zur Beherrschung der Lage zu haben.

18.34 Uhr: 1574 Corona-Infizierte in Brandenburg bestätigt - 35 Todesfälle

In Brandenburg ist die Zahl der Corona-Infizierten auf 1574 und die der Todesfälle auf 35 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam mit dem Stand von 16 Uhr mit. Damit seien innerhalb der vergangenen 24 Stunden 63 Fälle von Infizierten hinzugekommen. Bisher starben 35 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2, die meisten davon in Potsdam - dort waren es 14 Tote. Die größte Zahl an bestätigten Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus gibt es mit Abstand in Potsdam mit 273 Fällen, gefolgt vom Kreis Potsdam-Mittelmark mit 213 und dem Kreis Oberhavel mit 144 Fällen.

17.28 Uhr: Umfrage - Brandenburger stehen hinter Corona-Einschränkungen

Rund drei Viertel der Brandenburger befürworten einer Umfrage zufolge die drastischen Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. 76 Prozent hielten sie für angemessen, wie der Brandenburg Trend von Infratest dimap für Brandenburg Aktuell und Antenne Brandenburg ergab, den der RBB am Dienstag veröffentlichte. Die Zustimmung ist überdurchschnittlich groß bei Anhängern der Grünen mit 89 Prozent, der SPD mit 87 Prozent und der CDU mit 81 Prozent.

Ein Drittel (34 Prozent) befürchtet laut Umfrage eine Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Dabei ist die Sorge in der Lausitz größer als im Berliner Umland. Fast neun von zehn Brandenburgern erwarten große Auswirkungen für die Tourismusbranche, gut drei Viertel für Landwirtschaft und Ernte. Wegen der Krise sehen 42 Prozent die für Ende Oktober geplante Eröffnung des Flughafens BER in Gefahr, 28 Prozent die Ansiedlung von US-Elektroautobauer Tesla.

17.08 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag ab - Gottesdienste in Berlin bleiben verboten

Das Verbot von Gottesdiensten in der Corona-Krise ist aus Sicht des Berliner Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden. Damit wurden die Eilanträge eines religiösen Vereins sowie eines Gläubigen abgelehnt, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Ausnahmen von der Berliner Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus beträfen keine Gottesdienste, hieß es demnach in dem Beschluss des Gerichts, gegen den Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden kann (Beschluss der 14. Kammer vom 7. April 2020 - VG 14 L 32/20).

Die Kläger sehen sich laut Gericht in ihrer Religionsfreiheit verletzt. Der Verein wollte demnach erreichen, dass öffentliche Gottesdienste trotz der Krise mit bis zu 50 Teilnehmern abgehalten werden dürfen, wenn zwischen den Gläubigen ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wird und Kontaktdaten erfasst werden.

Nach der Eindämmungsverordnung sei der Besuch von Kirchen, Moscheen und Synagogen zwar erlaubt, aber nur zur individuellen, stillen Einkehr, so dagegen das Gericht. Daraus ergebe sich, dass ein öffentliches Abhalten von Gottesdiensten und deren Besuch nicht zu den erlaubten Tätigkeiten zähle und kein Verlassen der Wohnung rechtfertige.

Die Bestimmung bedeute zwar einen Eingriff in die Religionsfreiheit, so das Gericht. Dieser sei jedoch wegen des Schutzes von Leben und Gesundheit sowohl der Gläubigen als auch der übrigen Bevölkerung gerechtfertigt. Der Eingriff diene auch der Aufrechterhaltung des öffentlichen Gesundheitssystems. Zum Schutz dieser Werte sei das zeitlich begrenzte Verbot auch verhältnismäßig. Der Kernbereich der Religionsfreiheit werde nicht berührt.

Das Gericht betonte, Kirchenbesuche zur individuellen stillen Einkehr blieben weiter erlaubt, ebenso private Andachten zu Hause. Zudem würden Gottesdienste auch elektronisch übertragen.

17.05 Uhr: Müller - Kein schneller umfassender Exit in Berlin

Einen schnellen umfassenden Ausstieg aus den massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Krise wird es in Berlin nach Überzeugung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) nicht geben. Aber über genau solche Themen habe sich der Senat bei seiner Sitzung mit Experten wie der Präsidentin der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK), Beatrice Kramm, und dem Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ausgetauscht, sagte Müller am Dienstag. Es sei natürlich von großer Bedeutung, wie und wann Unternehmen wie gewohnt arbeiten könnten. „Es zeichnet sich jedoch ab, es wird nicht den einen Tag X geben“, sagte Müller, „sondern es wird stufenweise eine Normalisierung unseres öffentlichen Lebens geben.“

Müller bereitete die Berlinerinnen und Berliner darauf vor, dass das mit Einschränkungen verbunden bleibe: „Wir werden auch dann über einen sehr, sehr langen Zeitraum weiter Regeln haben“, sagte er. „Egal ob Restaurants, Friseure, Boutiquen, alle werden auch mit Regeln leben müssen, die wir heute schon sehen, die wir heute in den Baumärkten sehen, in den Supermärkten, nur eine bestimmte Anzahl von Menschen darf rein in den Laden.“

Zugangsbeschränkungen und Regeln zum Mindestabstand, wie sie in Berlin aktuell üblich seien, seien weiterhin notwendig. „Das wird dann, wenn andere öffnen dürfen, auch wieder eine Rolle spielen“, sagte der Regierende Bürgermeister. „Wir werden uns wieder gemeinsam, Bund und Länder, damit auseinandersetzen, welche Branchen werden die ersten sein, die dann davon profitieren können. Aber die Sache an sich ist, langsam wieder hochzufahren und mit Regeln, die ist unstrittig.“

16.59 Uhr: Müller bedauert „Schärfe“ der Äußerungen in Richtung USA

Im Streit um eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken, die von Bangkok aus statt nach Berlin wohl in die USA ging, schlägt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nun gemäßigtere Töne an. „Da ist eine Schärfe reingekommen durch die Stellungnahmen von Herrn Geisel und mir, die bedauere ich. Es tut mir leid“, sagte Müller am Dienstag. „Vielleicht sollten wir diese Auseinandersetzung auch mal ruhen lassen.“ Als sich Innensenator Andreas Geisel (SPD) und er zu den USA geäußert hätten, habe „große Anspannung“ geherrscht, so Müller. „Weil wir nicht sicher waren, wann bekommen wir wieviel Material, und es war knapp.“

Geisel hatte am Freitag mitgeteilt, die für die Berliner Polizei bestimmten Masken seien auf Betreiben der USA „konfisziert“ worden, und von einem „Akt moderner Piraterie“ gesprochen. Auch Müller hatte die USA scharf kritisiert: „Das Handeln des US-Präsidenten ist alles andere als solidarisch und verantwortungsvoll. Es ist unmenschlich und inakzeptabel“, hatte er getwittert.

Nach wie vor ist unklar, warum genau die Masken am Ende in die USA gingen. Zuletzt hieß es aus der Innenverwaltung, nach Angaben des Vertragspartners, einem deutschen Fachhandel, sei die Lieferung aufgrund einer US-Direktive storniert und das Frachtflugzeug in die USA umgeleitet worden.

„Und tatsächlich tut es auch weh, wenn 200.000 Masken nicht ankommen“, sagte Müller. „Unstrittig ist ja, wir haben sie bestellt, es ist Berliner Ware, wir haben sie bezahlt, und sie ist nicht hier gelandet, sondern in den USA.“ Unstrittig sei auch, dass Kanada und Frankreich ähnliche Erfahrungen gemacht hätten. Er hoffe, dass sich die Sache noch aufklären werde. „Aber nochmal: Die Schärfe dieser Äußerungen bedauere ich“, so Müller. „Und ich glaube, das kommt dann auch entsprechend an“, fügte er mit Blick auf die USA hinzu.

16.38 Uhr: Genesene Feuerwehrleute wieder im Dienst

Die sieben nachweislich mit dem Coronavirus infizierten und mittlerweile genesenen Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr nehmen mit sofortiger Wirkung ihren Dienst wieder auf. Das teilte ein Sprecher der Behörde mit. Das gilt demnach auch für die 254 Einsatzkräfte, die aus der angeordneten oder selbstgewählten zweiwöchigen Quarantäne entlassen wurden.

Derzeit befinden sich noch 95 Feuerwehrleute in Quarantäne. Vier davon sind infiziert, bei 27 wurde die Isolation vom Amtsarzt angeordnet, weil sie Kontakt zu einem Infizierten hatten. Weitere 60 bleiben freiwillig auf ärztliche Empfehlung zu Hause, und vier wurden als Reiserückkehrer vom Dienst befreit.

16.02 Uhr: Senat rechnet bald mit weiteren Schutzmasken aus China

Der Senat rechnet schon bald mit weiteren Lieferungen von Schutzmasken und Schutzkitteln aus China. Es gebe mehrere Bestellungen und bereits zugesicherte Ware, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung. Sowohl in Peking als auch in Shanghai stehe Material „in erheblichen Größenordnungen“ für Berlin zur Verfügung.

Zu der Frage, wie die Schutzausrüstung aus China nach Berlin kommen sollte, erklärte Müller, er habe in einem Schreiben an die Verteidigungsministerin angefragt, ob die Bundeswehr das übernehmen und das Material mit Sonderflügen nach Berlin schaffen könne. Die Bundeswehr habe aber darum gebeten zu gucken, ob es nicht möglich sei, das Material über private Anbieter nach Deutschland zu bekommen.

Deshalb habe er über das Thema am Wochenende mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen und vereinbart, dass die Lufthansa das Material abhole, wenn es abholbereit sei, sagte Müller. „Und wir hoffen und rechnen damit, dass das schon am Wochenende der Fall ist“, sagte Müller.

15.43 Uhr: Berlin nimmt 50 unbegleitete Flüchtlinge auf

Berlin will bis zu 50 unbegleitete Flüchtlinge aus den überfüllten Lagern auf Lesbos aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung an. „Wir werden in diesen Tagen einen entsprechenden Antrag stellen, dann kann es aus unserer Sicht sehr schnell gehen“, sagte Müller.

15.12 Uhr: Berlin plant Mehrausgaben von drei Milliarden Euro

Berlin will wegen der Corona-Krise in diesem Jahr drei Milliarden Euro mehr ausgeben als bisher geplant. Der Löwenanteil von 2,6 Milliarden Euro soll für Wirtschaftshilfen fließen, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Dienstag nach dem Senatsbeschluss mitteilte.

Für das geplante Notfallkrankenhaus auf dem Messegelände mit zunächst 500, womöglich aber bis zu 1000 Plätzen sind 56 Millionen Euro vorgesehen. Die Beschaffung von Schutzausrüstungen für Hilfskräfte soll 50 Millionen Euro kosten. Hinzu kommen 29 Millionen Euro für 1100 Beatmungsgeräte zur intensivmedizinischen Versorgung von Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Bisher hatte der Landeshaushalt 2020 ein Volumen von etwa 30,5 Milliarden Euro. Der Nachtragsetat muss noch vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden.

14.46 Uhr: Fahrradlobby: Mehr Radwege und Tempo 30 für Autos in Coronakrise

Obwohl die Menschen zu Hause bleiben sollen und die Berliner Straßen derzeit relativ leer sind, fordern Fahrrad- und Fußgängerverbände mehr Radwege und eine Beschränkung des Autoverkehrs für die Zeit der Coronakrise. Jetzt müssten schnell für den Übergang neue Fahrradwege und mehr Platz für Fußgänger geschaffen werden, nötig sei außerdem Tempo 30 für Autos auf Hauptstraßen, verlangten der Fahrradlobbyverband ADFC, der Umweltverein BUND sowie weitere Verbände am Dienstag in einem offenen Brief an den Senat und die Bezirke. Zur Begründung hieß es, nur so könnten Radfahrer und Fußgänger die Abstandsregeln einhalten und möglichst ansteckungsfrei ihre Wege zurücklegen.

14.15 Uhr: So liefen die Corona-Kontrollen am Montag und in der Nacht zu Dienstag

Bei ihren täglichen Corona-Kontrollen hat die Polizei am Montag und in der Nacht zu Dienstag 24 Objekte und 227 Personen überprüft. Sieben Straf- und und 86 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden dabei gefertigt, wie die Polizei mitteilte. Im Einsatz waren tagsüber etwa 250 Beamte, in der Nacht 150.

Seit dem 14. März 2020, 18 Uhr, führte die Polizei in Berlin damit insgesamt 2150 objektbezogene Überprüfungen sowie 3968 Überprüfungen im Freien durch. In 848 Fällen wurden sofortige Schließungen der Objekte angeordnet. Insgesamt stellten die Polizeikräfte dabei bisher 993 Straftaten und seit dem 23. März 2020 874 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz fest.

14.04 Uhr: AfD will Schule in Brandenburg am 2. Mai wieder starten

Die AfD-Fraktion im Landtag hat vorgeschlagen, den Schulbetrieb in Brandenburg vom 2. Mai an schrittweise wieder zu starten. Dies stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die Zahlen der Corona-Infektionen bis dahin nicht dramatisch erhöhten, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Dennis Hohloch, am Dienstag in Potsdam. Damit in den Klassen ein Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden könne, sollten die einzelnen Jahrgangsstufen die Schulen nur an bestimmten Tagen der Woche nutzen können und der Samstag als Unterrichtstag dazu genommen werden.

13.30 Uhr: Beelitzer Spargelsaison offiziell gestartet - mit Abstand

Am Dienstag ist die Beelitzer Spargelsaison in Brandenburg eröffnet worden. Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen strikte Abstandsregelungen eingehalten werden, sowohl bei der Feldarbeit, als auch an den Verkaufsständen.

Die Ernte sei in dieser Saison angesichts der Pandemie eine große Herausforderung, vor allem wegen der noch fehlenden Erntehelfer aus Rumänien, sagte Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Vereins Beelitzer Spargel, dem Sender RBB. Ihnen sei der Landweg wegen Einreisebeschränkungen versperrt. Noch kämen die Bauern zurecht, sie hofften aber, dass noch Helfer kommen.

In den vergangenen Wochen sind nach Angaben des Brandenburger Gartenbauvereins auch Interessierte aus Deutschland - unter anderem Kurzarbeiter aus der Gastronomie - für den Spargelanbau angelernt worden. Meist wollen sie jedoch in den Verkauf oder die Logistik. Die reine Feldarbeit verlangt körperliche Kondition und Fingerfertigkeit beim Stechen der Stangen.

12.50 Uhr: Senat will Arbeitsplätze von Schwerbehinderten sichern

Der Berliner Senat will Unternehmen mit einem hohen Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der Corona-Krise stärker unterstützen. Unter anderem erhalten die 38 sogenannten Inklusionsbetriebe eine Soforthilfe von monatlich 500 Euro je schwerbehindertem Arbeitnehmer. Das gilt für zunächst drei Monate mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere drei Monate, wie Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Dienstag mitteilte. Das nun geschnürte Paket umfasst auch die Möglichkeit weiterer Zuschüsse, etwa zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

12.28 Uhr: Zahnarztpraxen weiterhin geöffnet

Die Zahnarztpraxen in Berlin behandeln Patienten während der Corona-Pandemie weiter. Durch Hygienemaßnahmen würden Patienten und Praxispersonal geschützt, teilte die Zahnärztekammer Berlin mit. Niemand müsse wegen der Covid-19-Pandemie Angst vor einen Zahnarztbesuch haben und ihn meiden, hieß es weiter. Solange ausreichende Schutzausrüstung vorhanden sei, würden die rund 6000 Berliner Zahnärzte praktizieren.

12.17 Uhr: Sieben infizierte Feuerwehrleute wieder gesund

Bei der Berliner Feuerwehr sind mit Stand von Montagnachmittag sieben nachweislich mit dem Corona-Virus infizierte Einsatzkräfte wieder genesen. Sechs von ihnen sind auf der Feuerwache Marzahn stationiert, bei einem handelt es sich um einen Reiserückkehrer von der Feuerwache Urban in Kreuzberg. Vier weitere Einsatzkräfte gelten nach wie vor als erkrankt.

Außerdem konnten 254 weitere Feuerwehrleute die freiwillige oder angeordnete häusliche Isolation beenden. Derzeit befinden sich noch 91 Kräfte in Quarantäne. Bei 27 wurde diese Maßnahme vom jeweiligen Amtsarzt angeordnet, 60 haben sich auf ärztliche Empfehlung isoliert und vier wurden vom Dienst befreit.

Außerdem hat die Feuerwehr einen weiteren Rettungs- zum Intensivtransportwagen (ITW) umgerüstet, mit dem künftig schwer erkrankte Covid19-Patienten gefahren werden können. Damit wurde die Zahl der ITW nun von vier auf sechs erhöht. Ein siebtes soll folgen. Seit Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Berlin am 1. März hat die Berliner Feuerwehr insgesamt 252 Erkrankte transportiert.

11.50 Uhr: Deutscher Filmpreis wird in TV-Show verliehen

Der Deutsche Filmpreis wird wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nicht bei einer großen Gala verliehen. Stattdessen ist eine Fernsehshow am 24. April geplant. Viele Filmschaffende, Musiker und Laudatoren sollen sich aus ihren Wohnzimmern dazuschalten, wie die Deutsche Filmakademie am Dienstag in Berlin mitteilte.

Erstmals werde die Verleihung live übertragen. Schauspieler Edin Hasanovic moderiert den Abend um 22.15 Uhr im Ersten. Der Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung für die Branche.

11.30 Uhr: Gaststättenverband startet Restaurant-Plattform

Angesichts der Corona-Krise hat der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin eine Plattform eingerichtet, auf der Liefer- und Abholservices von Restaurants und Imbissen zu finden sind. Unter dem Motto #berlinliefert hätten sich bislang mehr als 250 Gastronomen auf der Internetseite des Verbands registriert, sagt der Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder.

Kunden können im Suchfeld ihre Postleitzahl eingeben und sehen auf einen Blick, welche Lokale in ihrer Umgebung Speisen liefern oder zum Abholen anbieten. Lengfelder rechnet damit, dass sich in den kommenden Tagen noch deutlich mehr Gastronomen auf der Internetseite registrieren werden.

11.15 Uhr: Stargeiger Daniel Hope gibt weitere Wohnzimmer-Konzerte

Star-Geiger Daniel Hope (46) verlängert die Hauskonzerte aus seinem Wohnzimmer in Berlin bis zum 26. April. Die ersten zwölf Konzerte von „Hope@Home“ seien auf großes Interesse gestoßen und hätten knapp eine halbe Million Videoabrufe verzeichnet, teilte der Sender Arte mit. Im Livestream bei Arte Concert sind die etwa halbstündigen Konzerte mit dem Pianisten Christoph Israel und wechselnden Gästen jeweils ab 18 Uhr zu sehen.

Am Dienstagabend ist die Schauspielerin Katja Riemann zu Gast. In den nächsten Tagen erwartet Hope unter anderen die Schauspielerinnen Heike Makatsch und Katharina Thalbach in seinem Wohnzimmer.

11 Uhr: IHK-Präsidentin fordert Zuschüsse für Mittelständler

Die Präsidentin der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK), Beatrice Kramm, erwartet von dem Treffen mit dem Berliner Senat am Dienstag Verabredungen über Zuschüsse für Mittelständler. „Auch diese Unternehmen brauchen Zuschüsse, sie sind häufig mit sehr wenig Eigenkapital ausgestattet“, sagte Kramm dem Radiosender 105‘5 Spreeradio. „Sie arbeiten im Dienstleistungsbereich, in der Gastronomie, im Hotelwesen, im Veranstaltungsbereich. Dort gibt es nur kleine Margen.“

Kredite seien „gut, sogar sehr gut, aber sie müssen zurückgezahlt werden, und das ist bei Unternehmen mit niedrigen Gewinnmargen eine Belastung für lange Zeit“, so Kramm. Daher seien jetzt Zuschüsse wichtig, deren Höhe sich nach ihrer Mitarbeiterzahl richten müsse. „Es gibt da bereits sehr gute Beispiele, zum Beispiel aus Brandenburg und anderen Bundesländern.“

10.50 Uhr: Berlin sagt Veranstaltungen zum Kriegsende vor 75 Jahren ab

Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes wird es nicht wie geplant große Veranstaltungen am Brandenburger Tor und anderen historischen Orten in Berlin geben. Die dort vorgesehenen Projekte wurden komplett abgesagt. „Wir gehen von der Straße runter“, sagte Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der federführenden Kulturprojekte Berlin. Bei aller Hoffnung auf Lockerungen in der Corona-Krise sei ein Angebot mit großen Feierlichkeiten am 8. Mai nicht die richtige Idee.

Alternativ planen van Dülmen und sein Team ein aufwendiges digitales Projekt, mit dem an beispielhaften Orten wie Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor, Sowjetisches Ehrenmal, Alexanderplatz, Topographie des Terrors und Deutsch-Russisches Museum Karlshorst die letzten Kriegstage und die Befreiung vom Nationalsozialismus im Mai 1945 dargestellt und erläutert werden sollen.

Zuvor war bereits der zentrale Staatsakt vor dem Reichstagsgebäude abgesagt worden. Dort sollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor zahlreichen Gästen aus dem Ausland an Kriegsende und Befreiung erinnern.

10.45 Uhr: Grüne: Senat war Ausmaß der Krise anfangs nicht klar

Der Senat hat die Größenordnung der Corona-Krise nach Ansicht der Berliner Grünen-Fraktionsvorsitzenden Antje Kapek zunächst nicht absehen können. „Man kann sich im Nachhinein immer fragen, ob wir die großen Veranstaltungen einen Tag früher hätten absagen müssen“, sagte Kapek in einem Interview mit der Tageszeitung „taz“.

„Aber in den allerersten Tagen war sich der Senat, genau wie wir alle, noch nicht abschließend über das Ausmaß der Krise im Klaren. Und jede Maßnahme, die wir treffen, hat ja gravierende Auswirkungen auf die Menschen und das Leben jenseits von Corona.“ Das gelte in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Der Senat versuche so gut wie möglich, die Folgen für die Wirtschaft aufzufangen. „Aber wir können diese problematischen Folgen nur dämpfen und nicht verhindern“, sagte Kapek.

10.30 Uhr: Beschäftigte aus über 20 Krankenhäusern schreiben offenen Brief

Beschäftigte von über 20 Brandenburger Krankenhäusern - darunter die größten in Potsdam, Frankfurt Oder, Cottbus, Eisenhüttenstadt, Brandenburg, Niederlausitz und Eberswalde - haben sich am Dienstag in einem offenen Brief an Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher, die Gesellschafter der Krankenhäuser und ihre Klinikleitungen gewandt und fordern dringend Unterstützung. Sie wollen z.B. ausreichende Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und die schnelle unbürokratische Einstellung von Personal.

Ursula Kregel (OP-Schwester am Werner Forßmann Krankenhaus Eberswalde) führt aus: „Das Land Brandenburg muss einen Weg finden, Masken, Schutzkittel, Schutzbrillen, Handschuhe und Desinfektionsmittel zu produzieren. Es ist bereits absehbar, dass die vorhandenen Bestände nicht ausreichen werden. Bayern und Baden-Württemberg machen es vor: dort werden Produktionsstätten umgerüstet.“

10.25 Uhr: Brandenburg: 150 Polizisten zusätzlich im Oster-Einsatz

Zum Osterfest setzt Brandenburg mehr Polizisten zur Kontrolle der Einhaltung von Beschränkungen gegen das Coronavirus ein. „Wir bereiten uns darauf vor, schon seit Wochen. Wir werden deshalb zusätzliche Maßnahmen ergreifen, mehr Personal im Einsatz haben“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) den Potsdamer Neueste Nachrichten. Seit dem Inkrafttreten der Beschränkungen habe jede der vier Polizeidirektionen einen Zug Bereitschaftspolizei zusätzlich bekommen - das werde für Ostern nochmals um einen Zug je nach Lage verstärkt. „Damit sind dann rund 150 Bereitschaftspolizisten mehr als sonst im Einsatz.“

Seit rund zwei Wochen dürfen Brandenburger draußen nur unter Einschränkungen unterwegs sein. Mit Blick auf Ostern sagte Stübgen auch an die Adresse der Berliner, Ausflüge seien nicht verboten, wenn man sich an die Regeln halte.

9.10 Uhr: Hertha-Profis Stark und Wolf in Qurantäne

Hertha BSC muss auf Nationalspieler Niklas Stark (24) und Marius Wolf (24) verzichten. Beide Profis gelten als Kontaktpersonen eines Coronavirus-Infizierten und müssen daher die nächsten Tage individuell zu Hause trainieren.

Wegen eines positiven Coronavirus-Tests bei einem Spieler musste sich das Team zuletzt zeitweise für zwei Wochen in eine häusliche Quarantäne begeben. Nach mehr als drei Wochen Pause wegen der Coronavirus-Krise war Hertha erst am Montag in Kleingruppen ins Training zurückgekehrt. Dabei fehlten Stark und Wolf bereits.

+++ Montag, 6. April +++

Die wichtigsten Corona-News am Montag

Kalayci: Corona-Maßnahmen in Berlin wirken
Schutzmasken weg - USA weisen Kritik zurück
Berliner Wirtschaft im Griff der Corona-Krise
1. Mai-Demonstration mit Schutzmasken?
Vivantes und Charité: 450 Euro extra für Pfleger und Ärzte
Michael Müller schreibt Brief an 2,2 Millionen Haushalte zur Coronakrise

20.01 Uhr: Mittlerweile 3862 bestätigte Fälle in Berlin - 28 Tote

In Berlin sind mittlerweile 3862 Personen am Coronavirus erkrankt. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Montagabend mit. Die Kontaktpersonen werden weiterhin im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert. 1954 Personen sind männlich, 1896 weiblich. Bei zwölf Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 527 Personen, davon werden 133 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert.

28 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben. Die Verstorbenen staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt:

  • vier der Verstorbenen waren 40 bis 60 Jahre alt
  • sieben verstorbene Patienten waren 60 bis 80 Jahre alt
  • 17 der verstorbenen Patienten waren über 80 Jahre alt

Der Altersmedian der Verstorbenen beträgt 81 Jahre.

An das LAGeSo übermittelte COVID-19 Fälle (Differenz zum Vortag) nach Bezirk:

  • Charlottenburg-Wilmersdorf 477 (+15) / 291 genesen
  • Friedrichshain-Kreuzberg 352 (+0) / 202 genesen
  • Lichtenberg 154 (+12) / 82 genesen
  • Marzahn-Hellersdorf 133 (+6) / 64 genesen
  • Mitte 580 (+43) / 333 genesen
  • Neukölln 407 (+15) / 245 genesen
  • Pankow 390 (+12) / 223 genesen
  • Reinickendorf 283 (+35) / 139 genesen
  • Spandau 152 (+2) / 71 genesen
  • Steglitz-Zehlendorf 329 (+17) / 122 genesen
  • Tempelhof-Schöneberg 407 (+13) / 210 genesen
  • Treptow-Köpenick 198 (+5) / 115 genesen

19.02 Uhr: 1511 bestätigte Corona-Infizierte in Brandenburg

Die Zahl der offiziell gemeldeten Corona-Infizierten in Brandenburg hat sich auf 1511 erhöht. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit Stand 16.00 Uhr mit. Damit seien 59 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden hinzugekommen. Bisher starben 31 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2, die meisten davon in Potsdam. Inzwischen sind laut Ministerium (Stand: 09.00) 195 Patienten in stationärer Behandlung, davon werden 26 künstlich beatmet. Die größte Zahl an bestätigten Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus gibt es demnach mit Abstand in Potsdam mit 273 Fällen.

17.54 Uhr: Polizei schließt Wettbüro in Neukölln

Die Polizei hat am Montag ein Wettbüro in Neukölln geschlossen. Den Beamten war gemeldet worden, dass der Laden mit Zugangskontrolle geöffnet habe. "Polizeikräften versuchte man den Einlass zu verweigern. Man gab an, drinnen würde eine Gutscheinaktion stattfinden", twitterte die Polizei. Da aber keine Ausnahmegenehmigung vorgelegen habe, "musste das Wettbüro schließen".

17.30 Uhr: Verschwundene Schutzmasken - Innenverwaltung bleibt bei Darstellung

Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres bleibt trotz der jüngsten Aussagen der US-Botschaft bei ihrer Einschätzung zu den in Bangkok verschwundenen Schutzmasken. "Wir nehmen das Dementi der US-Botschaft zur Kenntnis, bleiben aber auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen bei unserer Darstellung", sagte der Sprecher der Senatsveraltung, Martin Pallgen. "Die Schutzmasken wurden von der Berliner Polizei bei einem deutschen Medizinfachhändler bestellt." Nach Informationen des Vertragspartners der Polizei sei die Lieferung aufgrund einer US-Direktive storniert und das Frachtflugzeug in die USA umgeleitet worden.

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"Bei wem der Händler die Schutzmasken hat produzieren lassen, entzieht sich unserer Kenntnis", erklärte Pallgen. Ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin hatte mitgeteilt, die Regierung der Vereinigten Staaten habe nichts unternommen, um für Deutschland bestimmte 3M-Lieferungen umzuleiten, noch irgendetwas von solchen Sendungen gewusst. Von der US-Firma 3M habe die Senatsverwaltung allerdings nie gesprochen, betonte Pallgen. Die Berliner Polizei habe lediglich einen bestimmten Schutzmasken-Typ (FFP2) bestellt.

"Wir versuchen jetzt gemeinsam mit der Polizei und dem Händler herauszufinden, wie die Kette von Bestellung, Produktion und Lieferung gelaufen und was genau auf dem Flughafen in Thailand passiert ist", erläuterte Pallgen.

17 Uhr: Oberverwaltungsgericht: Besuchsverbot in Pflegeheimen ist rechtens

Die wegen des Coronavirus verhängten Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen sind nach Ansicht des Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg rechtens. Das Gericht bewertet die Einschränkungen zum Schutz besonders gefährdeter Menschen als durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt und mit dem Grundgesetz vereinbar, wie das Oberverwaltungsgericht am Montag mitteilte. Eine Brandenburgerin hatte am Freitag einen Eilantrag gegen das Besuchsverbot eingereicht, der am selben Tag zurückgewiesen wurde.

16.33 Uhr: Polizei bedankt sich mit Megafon-Durchsagen

Die Berliner Polizei hat sich am Sonntag über Ansprachen mit dem Megafon bei Menschen im Park für ihr diszipliniertes Verhalten bedankt - und dafür Applaus geerntet. Die Polizei twitterte am Montag ein Video, in dem ein Polizist im Britzer Park in Neukölln Menschen, die mit großem Abstand auf einer Wiese sitzen, zurief: „Normalerweise meckern wir immer ganz gerne, dass sie irgendetwas tun oder lassen sollen. Heute ist alles perfekt. Danke, dass Sie sich an diese Abstandsregeln halten. Danke, dass Sie mithelfen, das Virus aus Berlin zu halten.“ Daraufhin ist lautes Händeklatschen zu hören.

16.24 Uhr: Hertha BSC in Kleingruppen zurück im Training

Nach mehr als drei Wochen Pause wegen der Coronavirus-Krise sind die Profis von Hertha BSC in Kleingruppen ins Training zurückgekehrt. Zu unterschiedlichen Startzeiten absolvierten die Akteure am Montag unter Anleitung von Athletiktrainer Henrik Kuchno ein konditionelles Programm. Auch die nächsten Einheiten werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

„Die Jungs haben sich vor allem gefreut, in den Übungen auch mal wieder einen Ball am Fuß zu haben. Es geht in dieser Woche auf dem Platz um spezielle Konditionierung mit und ohne Ball“, wurde Kuchno auf der Internetseite des Clubs zitiert. „Im Laufe der Woche werden wir das Pensum und die Intensität dann stetig anziehen.“ Angesichts der Coronavirus-Pandemie gelten beim Training weitere besondere Maßnahmen: So duschen die Profis beispielsweise nicht in der Kabine, sondern zuhause.

16.05 Uhr: Neukölln untersagt Gebetsruf der Dar as-Salam Moschee

Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke hat der Dar as-Salam Moschee die öffentliche Durchführung des Gebetsrufes untersagt. „Der Gebetsruf der Moschee am vergangenen Freitag war Auslöser für massive Verstöße gegen die aktuellen Eindämmungsmaßnahmen gegen das Virus. Es ist der Öffentlichkeit nicht zumutbar, das weiter hinzunehmen und auf Besserung zu hoffen", erklärte Liecke.

Trotz Kontaktverbots hatten sich am Freitag vor einer Moschee in Neukölln nach Polizeiangaben rund 300 Menschen versammelt. Dem Imam, dem Ordnungsamt und den Polizisten sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen dazu zu bewegen, den vorgeschriebenen Abstand zu halten, wie die Polizei am Freitagabend twitterte. "Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet", hieß es.

15.50 Uhr: Gesundheitssenatorin bittet Bundeswehr um Hilfe

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat bei der Bundeswehr bereits Ende März um Hilfe beim Transport von Schutzausrüstung von China nach Deutschland angefragt. Am Samstag hatten Bundeswehrsoldaten zwei Millionen in China hergestellte Atemschutzmasken und 300.000 Schutzkittel vom Flughafen Leipzig/Halle nach Berlin gebracht. Kalayci habe außerdem darum gebeten, dass die Bundeswehr eine größere Ladung Schutzmasken mit einer Maschine der Luftwaffe aus China abhole, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung am Montag. Eine Antwort habe sie noch nicht erhalten.

15.40 Uhr: Neue Schutzmasken für Brandenburger Arztpraxen

Rund 198.000 dringend benötigte Schutzmasken verteilt die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) an Arztpraxen. Jede der 3300 vertraglichen Arzt- und Psychotherapiepraxen im Land erhalte zehn FFP2-Masken und 50 OP-Masken mit Mund- und Nasenschutz, teilte ein Sprecher mit. Außerdem würden Schutzanzüge, Desinfektionsmittel und Schutzbrillen ausgeliefert.

Die Lieferung ist nach Ansicht der Kassenärzte nur ein kleiner Teil der Menge, die nötig wäre. „Wir brauchen in den nächsten Wochen und Monaten Millionen dieser Masken“, sagte der Sprecher. KVBB-Logistikvorstand Holger Rostek sprach von einem Tropfen auf den heißen Stein.

15.29 Uhr: Berlin zahlt "Corona-Einsatzprämie"

Berlin zahlt Mitarbeitern der landeseigenen Kliniken Vivantes und Charité drei Monate lang eine "Corona-Einsatzprämie" in Höhe von je 150 Euro. Damit soll der Einsatz der Beschäftigten, insbesondere der Pflegekräfte, während der Corona-Krise auch finanziell gewürdigt werden. "Dieser direkte Zuschuss über drei Monate ist ein erster Schritt, die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken während der Corona-Krise in Berlin zu unterstützen", teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit. Alle Details zur "Corona-Einsatzprämie" in Berlin gibt es hier.

Zusammen versorgen Vivantes und Charité gut die Hälfte aller Krankenhauspatienten in der Hauptstadt. Beide Unternehmen gehören dem Land Berlin. Bei Vivantes arbeiten mehr als 17.000 Beschäftigte, davon rund 7000 im Pflegedienst. Die Charité hat über 18.000 Beschäftigte, davon mehr als 4500 Pflegekräfte.

14.36 Uhr: 1. Mai-Demo mit Mundschutz

Trotz Corona-Krise und Versammlungsverboten schließt die linksextreme Szene in Berlin Proteste am 1. Mai nach eigener Darstellung nicht aus. Ob es wie in den vergangenen Jahrzehnten auch eine große Demonstration geben wird, solle jetzt umfassend diskutiert werden. Das fordern die „vorbereitenden Gruppen der diesjährigen Demonstration zum 1. Mai in Friedrichshain“ in einem Aufruf im Internet. „Nicht die Polizei, nicht der Senat von Berlin und auch nicht die Bundesregierung entscheidet, ob der 1. Mai in Berlin stattfindet, sondern wir selbst.“

Gleichzeitig betonen sie, eine große Demonstration am 1. Mai sei nur möglich, „wenn es einen entsprechenden Rückhalt“ und einige Schutzmaßnahmen gebe. „Wenn wir am 1. Mai gemeinsam auf die Straße gehen sollten, werden wir uns so gut es geht schützen, das heißt wir werden Schutzmasken und Handschuhe tragen.“ Mehr dazu lesen Sie hier.

14.30 Uhr: Michael Müller wendet sich per Flyer an alle Berliner

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich in einem Schreiben an alle Haushalte an die Berliner gewandt. In dem Flyer bittet er nachdrücklich, sich an die Corona-Maßnahmen zu halten. „Jetzt geht es darum, Leben zu schützen“, heißt es dort.

Bürger, die sich um ihre Arbeitsplätze und Lebensunterhalt sorgten, verspricht er seitens des Senat unbürokratische Hilfen. Auch dankt Müller ausdrücklich den Menschen, die in der Corona-Krise die Abläufe der Stadt am Leben erhielten. „Sie sind noch mehr als sonst die Heldinnen und Helden unseres Alltag“, schreibt er.

Auf der Rückseite des Flyers sind noch einmal nützliche Telefonnummern und Online-Angebote zum Umgang mit dem Coronavirus angegeben. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.45 Uhr: Bislang 21 Todesfälle in Potsdam - 20 Tote in Kliniken

In Potsdam, dem Hotspot der Coronavirus-Fälle in Brandenburg, sind weitere Menschen in einer Klinik gestorben. Am Sonntagabend sei ein Mann und am Montagmorgen eine Frau mit dem Coronavirus gestorben, berichtete der Sprecher des St. Josefs-Krankenhauses, Benjamin Stengl, am Montag. Damit habe sich die Zahl der Corona-Toten in Potsdam auf 21 erhöht, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Im besonders stark betroffenen Ernst von Bergmann-Klinikum habe es bisher 15 Todesfälle gegeben. Ein aus London angereister Arzt war in der vergangenen Woche in Potsdam in häuslicher Quarantäne gestorben.

Damit seien in Potsdam bisher 19 Männer und zwei Frauen gestorben, sagte Brunzlow. Die Verstorbenen aus den Kliniken stammten aus Potsdam und der Umgebung, erläuterte der Stadtsprecher. Das Gesundheitsministerium hatte am Montagvormittag elf Tote aus Potsdam gemeldet - diese Statistik bezieht sich allerdings auf den offiziellen Wohnort der Verstorbenen, deshalb sind die Zahlen unterschiedlich.

13.24 Uhr: Tragen von Stoffmasken bleibt in Berlin freiwillig

Das Tragen von Stoffmasken über Mund und Nase bleibt in Berlin freiwillig. Zum Abschluss des Gesundheitsausschusses am Montag lehnten die Mitglieder mehrheitlich einen AfD-Antrag auf eine Pflicht zum Maskentragen etwa in Supermärkten ab.

Mehrere Politiker, darunter der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thomas Isenberg, appellierten jedoch an die Bevölkerung, freiwillig beim Einkaufen oder in Bussen und Bahnen eine Maske zu tragen. Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Albers (Linke) mahnte hingegen, dass sich Maskenträger in falscher Sicherheit wiegen könnten. Würden Stoffmasken nicht korrekt gehandhabt, könnten sie zu Virenschleudern werden. Zudem sei eine Schutzwirkung nicht wissenschaftlich erwiesen.

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12.45 Uhr: CDU-Fraktionschef: Senat hat Berlin mit US-Kritik geschadet

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger wirft dem Senat vor, Berlin mit Äußerungen über die USA erheblich geschadet zu haben. Dregger verlangte am Montag, der Senat müsse sich entschuldigen, auch bei der US-Regierung. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Freitag mitgeteilt, für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken seien auf Betreiben der USA „konfisziert“ worden und von einem „Akt moderner Piraterie“ gesprochen. Im ZDF-„Morgenmagazin“ wiederholte er am Montag den Vorwurf der Konfiszierung nicht, sagte aber, die Masken seien in den USA gelandet, und das sei nicht in Ordnung. Ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin hat die Vorwürfe zurückgewiesen, die USA hätten die Schutzmasken umgeleitet. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte US-Präsident Donald Trump zuvor kritisiert.

„Die Einschätzung der amerikanischen Botschaft ist eine schallende Ohrfeige für Herrn Geisel und Herrn Müller“, sagte Dregger. Der Oppositionsführer kritisierte, das Verhalten des Senats sei eine Täuschung der Öffentlichkeit. „Das wird Berlin bei der Beschaffung von Schutzausrüstung auf den internationalen Märkten nicht helfen.“

12.35 Uhr: Nach Absagen wegen Coronavirus: Freie Plätze im Studentendorf

Im Studentendorf Schlachtensee sind Wohnungen und Zimmer frei, weil viele internationale Mieter wegen der Coronakrise ihre Plätze nicht nutzen können. Genaue Angaben zur Zahl der freien Plätze konnte die Genossenschaft am Montag zunächst nicht nennen. Das Studentendorf bietet im Berliner Südwesten knapp 1000 Studenten und Promovierenden einen Platz zum Wohnen.

12.20 Uhr: Polizei verhandelt weiter über Schutzmasken-Lieferung

Die Berliner Polizei wartet weiter auf geeignete Schutzmasken für ihre Beamten. Man sei zwar derzeit noch gut ausgestattet, aber müsse für die Zukunft vorsorgen, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Montag. Die Polizei rede daher weiterhin mit den Vertragshändlern. Dabei gehe es sowohl um Ersatz für die 200 000 FFP2-Schutzmasken, die vergangene Woche auf einem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden waren, als auch um weitere Bestellungen.

Die zwei Millionen einfachen Mund- und Nasenschutzmasken, die am Wochenende in Berlin ankamen, sind für die Polizisten weniger geeignet. Sie schützen nicht den Träger der Maske vor Viren, sondern verhindern nur, dass er seine Atemluft weit verbreitet. Getragen werden sie vor allem von Ärzten und Pflegern in Krankenhäusern, Praxen und Altenheimen, um Patienten nicht anzustecken.

Die Polizei könne solche Mundschützer für ihren ärztlichen Dienst auch gebrauchen, sagte der Sprecher. Zur Ausrüstung der Polizisten gehörten aber die professionellen FFP2-Schutzmasken.

11.55 Uhr: Altenheime bekommen 500.000 Schutzmasken

Von den zwei Millionen Schutzmasken, die in Berlin angekommen sind, soll etwa ein Viertel der Altenpflege zu Gute kommen. 500.000 Stück Mund-Nasen-Schutz gingen schnell in diesen Bereich, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Abgeordnetenhaus. Generell sei trotz der Lieferung von nennenswertem Umfang nicht der Gesamtbedarf an Ausrüstung gedeckt.

11.45 Uhr: Nach Drehstopps: Studio Babelsberg beantragt Kurzarbeit

Das Studio Babelsberg hat aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeitergeld für seine beschäftigten Filmschaffenden beantragt. Da die internationalen Co-Produktionen in Babelsberg wie „Ice Cream“ oder „Girona“ wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus schon vor gut zwei Wochen gestoppt worden seien, habe man Kurzarbeit einführen müssen. „Für viele unserer Mitglieder ist die aktuelle Krise existentiell und es war deshalb wichtig, dass Kündigungen abgewendet und Verdienstausfälle der betroffenen Filmschaffenden so schnell wie möglich aufgefangen werden“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Hikmat El-Hammouri.

11.30 Uhr: Fast 1500 Infizierte in Brandenburg

Die Zahl der offiziell gemeldeten Corona-Infizierten in Brandenburg hat sich auf 1463 erhöht. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit Stand 8 Uhr mit. Damit seien 59 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden hinzugekommen. Bisher starben 27 Menschen nach einer Infektion mit Covid-19. Inzwischen sind laut Ministerium 195 Patienten in stationärer Behandlung, davon werden 26 künstlich beatmet.

10.33 Uhr: Gesundheitssenatorin: Höhepunkt der Pandemie noch nicht erreicht

Trotz der langsamer ansteigenden Corona-Fallzahlen in Berlin warnt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) davor, bei den Anti-Corona-Maßnahmen nachzulassen. Die Entwicklung sei noch kein Grund zur Entwarnung, sagte die SPD-Politikerin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss. Der Höhepunkt der Pandemie sei in Berlin noch nicht erreicht.

10.28 Uhr: So liefen die Corona-Kontrollen der Polizei am Sonntag und in der Nacht

Bei den Corona-Kontrollen der Berliner Polizei haben die Beamten am Sonntag und in der Nacht zu Montag insgesamt 29 Objekte und 212 Personen im Freien kontrolliert. Dabei wurden 15 Straf- und 93 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. In der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr waren 600 Einsatzkräfte unterwegs, von 20 bis 6 Uhr 150 Polizisten.

Seit dem 14. März 2020, 18 Uhr, führte die Polizei Berlin damit insgesamt 2126 objektbezogene Überprüfungen sowie 3741 Überprüfungen im Freien durch. In 845 Fällen wurden sofortige Schließungen der Objekte angeordnet. Insgesamt stellten die Polizeikräfte dabei bisher 986 Straftaten und seit dem 23. März 2020 788 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz fest.

10.17 Uhr: Corona-Auflagen: 234 Bußgelder verhängt

Wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen hat die Berliner Polizei von Freitagabend bis Sonntagabend 234 Bußgelder verhängt. Etwa 2400 Personen wurden angesprochen und überprüft, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik in einem Interview mit dem Inforadio des „RBB“. Besonders in den Nachmittagsstunden waren Orte wie das Tempelhofer Feld und der Britzer Garten gut besucht. Beide Anlagen mussten laut Slowik aber nicht geschlossen werden. Die Menschen hätten sich weitgehend an die geltenden Regeln gehalten.

10.12 Uhr: Suche nach Personal für Corona-Klinik - Senat startet Homepage

Der Senat hat eine Homepage für diejenigen eingerichtet, die bei der Betreuung von Patienten im Corona-Behandlungszentrum auf dem Messegelände helfen wollen. Unter der Internetadresse corona-zentrum-berlin.de können sich Berliner melden. Der Aufruf richtet sich an Ärzte, examinierte Pflegekräfte, Medizinstudenten, Notfallsanitäter, Physiotherapeuten oder ehrenamtliche Unterstützer. Das Notfall-Krankenhaus soll bis Mai in der Messehalle 26 entstehen und über 500 Betten verfügen. Derzeit sucht der Senat nach einem weiteren Standort für weitere 500 Betten, vermutlich ebenfalls auf dem Messegelände.

9.48 Uhr: Gesundheitssenatorin: Berliner mit Beschwerden meiden Notaufnahmen

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat alle Nicht-Corona-Patienten gebeten, die Notaufnahmen aufzusuchen, sollten sie Beschwerden haben. „Uns bereitet derzeit Sorgen, dass die Notaufnahmen zu wenig zu tun haben“, sagte Kalayci. „Menschen, die eigentlich ins Krankenhaus gehören, meiden die Notaufnahmen.“ Das sei ein Fehler, so Kalayci.

9.30 Uhr: Sterberate der Corona-Infizierten in Berlin steigt

Die Sterberate der Corona-Infizierten in Berlin steigt und liegt derzeit bei 1,5 Prozent. „Vor einer Woche sprachen wir noch von 0,7 Prozent“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss. Auch das Durchschnittsalter der Patienten steigt. Der Median liegt derzeit bei 41 Jahren, der Median der Gestorbenen Corona-Patienten liegt bei 81 Jahren.

507 Corona-Infizierte werden derzeit stationär behandelt, das entspricht 29 Prozent der Fälle. 126 Menschen liegen auf der Intensivstation (7,2 Prozent). Nach Angaben der Gesundheitssenatorin hat eine Abfrage des Bundeskanzleramts ergeben, dass die Berliner Krankenhäuser die Zahl der Intensivbetten bereits verdoppelt haben. Demnach verfügen die Krankenhäuser über 2200 Intensivbetten, davon 1800 mit Beatmungsgeräten. Vor der Pandemie waren es 1045 Betten.

9.20 Uhr: Innensenator Geisel kritisiert USA wegen verschwundener Schutzmasken

Berlins Innensenator Andreas Geisel hat im Streit um in Thailand verschwundene Schutzmasken die USA erneut kritisiert. „Fakt ist, wir haben eine entsprechende Lieferung bestellt, (...), wir haben diese Lieferung auch bezahlt“, sagte der SPD-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die 200.000 Schutzmasken seien auf dem Weg nach Berlin gewesen. „Unabhängig davon, ob sie (...) konfisziert worden sind, ob sie storniert wurden und dann in die USA umgeleitet worden sind, oder ob jemand mit dem Geldkoffer gekommen ist und es in die USA umgeleitet hat: Unsere Schutzmasken sind in den USA gelandet. Und das ist nicht in Ordnung.“ Verträge müssten eingehalten werden, forderte Geisel.

Eine für die Berliner Polizei bestimmte Lieferung von Schutzmasken war auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden. Geisel hatte am Freitag zunächst mitgeteilt, die Masken seien auf Betreiben der USA „konfisziert“ worden. Er hatte von einem „Akt moderner Piraterie“ gesprochen.

Im Interview mit dem ZDF-„Morgenmagazin“ verteidigte Geisel außerdem die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. „Es ist nach wie vor so, dass die Infektionsgeschwindigkeit zu groß ist.“ Der Berliner Senat gehe aber verantwortungsvoll mit den Einschränkungen um und werde sie alle zwei Wochen überprüfen. „Wir können nicht endlos diese Situation fortsetzen“, sagte der SPD-Politiker. Er erwarte daher eine stufenweise Lockerung „im Laufe des Mai.“ Klar sei aber auch, dass wir „nicht weitermachen können, wie wir im Februar aufgehört haben“.

08.52 Uhr: Müller will über „Förderlücke“ für Mittelständler beraten

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sucht nach Möglichkeiten für Finanzhilfen auch für mittelständische Unternehmen. Am Dienstag werde man mit der IHK-Präsidentin und dem Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Senat darüber beraten, sagte der SPD-Politiker in der RBB-„Abendschau“. „Da ist tatsächlich eine Förderlücke.“ Man müsse sehen, wie das Budget sei, und ob man auch diesen Unternehmen noch aus eigener Kraft helfen könne. Es gebe mehrere Varianten, so Müller. „Es gibt ja auch noch Töpfe des Bundes.“ Man müsse sehen, ob vielleicht auch Co-Finanzierungen möglich seien, „damit wir dann den Unternehmen schneller und direkt helfen können“.

Müller verteidigte in der Sendung am Sonntagabend die bisherige Vorgehensweise. „Wir mussten uns im ersten Schritt auch konzentrieren auf die Kleinstselbstständigen: Da haben wir eine Milliarde ausgereicht innerhalb einer Woche an 150. 000 Selbstständige.“

07.29 Uhr: Corona bei Haustieren - FU bietet Erregernachweise

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin untersuchen das Vorkommen des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 bei Hunden und Katzen. "Es scheint unter natürlichen Bedingungen zu einer Übertragung vom Menschen auf das Haustier zu kommen", konstatiert Klaus Osterrieder, Virologe am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität. Allerdings gebe es bislang keine Hinweise darauf, dass eine Infektion von Hund oder Katze das Geschehen beim Menschen beeinflusse. Das Institut bietet im Rahmen der am Institut ansässigen Virus-Diagnostik Erregernachweise an. Um telefonische Voranmeldung unter 030 / 838-51822 wird gebeten.

07.10 Uhr: Dritte Woche mit Ausgangsbeschränkungen beginnt

Für rund 3,5 Millionen Hauptstädter beginnt die dritte Woche mit strengen Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise - und das bei weiter frühlingshaftem Wetter. Am Wochenende kontrollierten hunderte Polizisten, ob sich die Menschen im Grünen an die Auflagen und Abstandsregeln hielten. Der Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses berät am Montag (9 Uhr) in einer Sondersitzung über die aktuelle Lage. Dabei beschäftigen sich die Parlamentarier auch mit der Debatte über eine Mundschutz-Pflicht.

+++ Sonntag, 5.4.2020 +++

Die wichtigsten Corona-News am Sonntag

Kalayci: „Berlin hat 50 Prozent freie Intensivbetten“
Müller freut sich über Ankunft von Schutzkleidung
Bislang 48.771 Corona-Tests in Berlin
Corona-Klinik sucht Mitarbeiter
Polizeipräsidentin: Bitte den Ausweis mitnehmen

21 Uhr: 26 Menschen in Berlin an Corona gestorben - 3687 Infizierte

In Berlin sind bislang 26 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Gesundheitsverwaltung des Senats am Sonntagabend mit. Am Samstag waren 24 Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten in der Hauptstadt stieg binnen eines Tages um 61 auf 3687. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 507 Patienten, davon werden 126 intensivmedizinisch. Alle anderen Infizierten sind häuslich isoliert. Drei der gestorbenen Corona-Kranken waren 40 bis 60 Jahre alt, sieben 60 bis 80 Jahre und 16 über 80 Jahre.

18.58 Uhr: Polizei zufrieden: Brandenburger halten sich an Regeln

Die Polizei im Land Brandenburg hat am ersten Wochenende nach dem Start der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine positive Bilanz gezogen. „Offensichtlich gehen die Brandenburger ganz pragmatisch und nüchtern mit den Regeln der Landesregierung um“, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Das beobachte man bereits seit etwa zweieinhalb Wochen. Insgesamt sei die Situation im Land sehr entspannt. „Für uns als Polizei hat sich mit dem Bußgeldkatalog nichts verändert. Wir kommunizieren und entscheiden mit Augenmaß“, ergänzte er.

16.00 Uhr: Anträge für Corona-Zuschuss können ab Montag wieder gestellt werden

Anträge für den Corona-Zuschuss können ab Montag wieder gestellt werden. Das teilte die Investitionsbank Berlin (IBB) beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Sie können sich zudem schon wieder in die Warteschlange begeben und per E-Mail benachrichtigen lassen, sobald Sie dran sind", hieß es weiter. Alle Infos auf der Website http://ibb.de/coronazuschuss

14.35 Uhr: So liefen die Corona-Kontrollen der Polizei am Sonnabend und in der Nacht

Einsatzkräfte der Berliner Polizei haben am Sonnabend und in der Nacht zu Sonntag bei ihren Corona-Kontrollen 55 Objekte und 1981 Personen im Freien überprüft. Dazu fertigten die Kräfte 23 Strafanzeigen und 87 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. In der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr waren 500 Beamte im Einsatz, in den darauffolgenden zehn Stunden kontrollierten 110 Polizisten die Corona-Verordnungen.

Insgesamt führte die Polizei Berlin seit dem 14. März 2020, 18 Uhr, 2097 objektbezogene Überprüfungen sowie 3529 Personenüberprüfungen im Freien durch. In 843 Fällen wurden sofortige Schließungen der Objekte angeordnet. Insgesamt stellten die Polizeikräfte dabei bisher 971 Straftaten und seit dem 23. März 2020 695 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz fest.

13.51 Uhr: Versammlung am Brandenburger Tor aufgelöst - Anzeigen geschrieben

Am Brandenburger Tor haben sich am Sonntag mehrere Personen zu einer Versammlung getroffen. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, lag keine "Ausnahmegenehmigung der Gesundheitsverwaltung vor". Die Beamten forderten mit Lautsprecherdurchsagen die Personen zum Verlassen auf. Laut Polizei gab es auch persönliche Ansprachen.

"Danke an alle, die der Aufforderung unserer Kollegen gefolgt sind und die Ansammlung am Brandenburger Tor verlassen haben", schrieb die Polizei. "Gegen Personen, die sich weigerten zu gehen, wurden Anzeigen geschrieben", hieß es weiter. Es gilt weiter der Appell: "Bitte bleiben Sie zu Hause. Wenn Sie das Haus aus erlaubten Gründen verlassen, achten Sie bitte dringend auf den Mindestabstand."

Aufruf von Dilek Kalayci: Bleibt zu Hause!