Verkehr

Coronavirus: Airlines parken Flugzeuge am BER

Airlines streichen wegen des Coronavirus immer mehr Flüge. Die Flugzeuge werden nun auf dem Flughafen BER geparkt.

Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn.

Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn.

Foto: Soeren Stache / dpa

In Folge des Einbruchs im Luftverkehr stellen immer mehr Fluglinien ihre Maschinen auf den Flughäfen ab. Das passiere auch am BER, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Bisher hat die Lufthansa am BER zwölf Maschinen vom Typ Airbus 321 und sieben A 320-Flugzeuge am BER geparkt. Insgesamt hat die Lufthansa wegen der Corona-Krise nach Angaben des Branchenmagazins Airliners.de 150 Flugzeuge am Boden.

Noch habe man Platz, um noch mehr Jets am künftigen Berliner Hauptstadtflughafen unterzubringen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Der dürfte in den nächsten Tagen auch weiter nachgefragt sein. Denn immer mehr Fluggesellschaften werden Platz benötigen, um ihr Fluggerät vorübergehend stillzulegen.

Easyjet will weitere Flüge wegen Corona-Krise streichen

Der größte Kunde der Berliner Flughäfen Easyjet teilte am Mittag mit, wegen der „beispiellosen Reisebeschränkungen“ und der „deutlich reduzierten Kundennachfrage“ weitere Flüge zu streichen. Ein Großteil der Flotte werde am Boden bleiben. Das werde dazu führen, variable Kosten für den Betrieb der Flotte zu reduzieren. Easyjet hat 35 Flugzeuge in Berlin stationiert und baut gerade in Schönefeld eine Wartungsbasis für ihre Jets auf. Berlin ist nach London-Gatwick der größte Standort der Briten.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Berlin haben wir hier für Sie zusammengetragen. In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Coronavirus-Entwicklungen in Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweiten und internationalen Coronavirus-News können Sie hier lesen. Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet. Alle weiteren wichtigen Informationen zum Coronavirus bekommen Sie hier.

Man werde aber „Rettungsflüge“ über kürzere Zeiträume durchführen, um Kunden in ihre Heimat zurückzubringen, sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Er mahnte eine „koordinierte staatliche Unterstützung“ an, um das Überleben der Luftfahrtbranche zu gewährleisten.

Am Flughafen Tegel ist das normalerweise geltende Nachflugverbot zunächst bis zum 22. März ausgesetzt. Das soll ermöglichen, dass Berliner Urlauber und Geschäftsreisende, die von Lufthansa, Easyjet oder anderen Fluglinien nach Hause geholt werden, ohne Umwege zu jeder Zeit in Berlin landen können. Wann genau welche Flüge in Tegel eintreffen werden, ist nach Angaben eines Flughafensprechers aber noch Gegenstand von Diskussionen.