Stadtentwicklung

Bezirksamt und BVG planen neuen Betriebshof im Südosten

Auf einer Brache nahe der Spree werden bis 2023 Werkstatt und Trafostationen angelegt.

Auf einem neuen Gelände in Treptow-Köpenick will die BVG Elektrobusse stationieren.

Auf einem neuen Gelände in Treptow-Köpenick will die BVG Elektrobusse stationieren.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Das Baugeschehen an der Rummelsburger Landstraße in Oberschöneweide geht weiter. Erst Ende 2017 war die 420 Meter lange Minna-Todenhagen-Brücke über die Spree eröffnet worden. Nun will die BVG ganz in der Nähe einen neuen Betriebshof für Elektrobusse bauen. Das Vorhaben dauert wahrscheinlich bis 2023. Insgesamt rund 270 Fahrzeuge sollen dort Platz finden.

Der neue Betriebshof wird aus zwei Teilen bestehen. Einem Grundstück östlich der Spree, nahe der Rummelsburger Landstraße, wo die Fahrzeuge in einer Werkstatt geladen, gewartet und repariert werden. Auf der zweiten Fläche westlich der Spree, an der Köpenicker Landstraße, entsteht eine Abstellfläche für Busse. Beide Grundstücke sind zusammen rund 6,6 Hektar groß und derzeit ungenutzt. Weil keine genügend große zusammenhängende Fläche zur Verfügung stand, hat sich die BVG für diese Lösung entschieden. Über die Brücke können die Busse die 600 Meter lange Entfernung von einem Grundstück zum anderen zurücklegen. Betriebshofverbund Süd-Ost heißt das Vorhaben.

Die Bus-Werkstatt nahe der Rummelsburger Landstraße arbeitet voraussichtlich rund um die Uhr und an allen Wochentagen. Das wird die Bewohner der Häuser in der näheren Umgebung voraussichtlich stören. Deshalb müssen BVG und Bezirksamt Treptow-Köpenick zunächst einen Bebauungsplan für das Grundstück entwickeln, der die verschiedenen Aspekte und Folgen des Vorhabens im Einzelnen untersucht. Es werde auch eine Umweltprüfung durchgeführt, kündigte Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) an. Anfang März hat das Bezirksamt beschlossen, den Bebauungsplan aufzustellen. Dieser Beschluss soll der Bezirksverordnetenversammlung zur Kenntnis gegeben werden.

Weitere Betriebshöfe geplant

Die Fläche nahe der Rummelsburger Landstraße ist 2,2 Hektar groß. 60 Busse finden dort Platz. Vorgesehen sind eine Werkstatthalle, ein Havarieplatz, Trafostationen, Ladeinfrastruktur und Parkplätze für die Autos der Mitarbeiter.

In seinem Beschluss vom März hat das Bezirksamt verschiedene Faktoren benannt, die zu berücksichtigen sind. Weil die Fläche der künftigen Bus-Werkstatt bislang ungenutzt war, sind Gras und Sträucher gewachsen. Wegen dieser Vegetationsdecke sei das Areal von mittlerer bis hoher Bedeutung für das Stadtklima. Sie geht verloren, wenn der Betriebshof gebaut wird. Das Grundstück befindet sich außerdem in der Trinkwasserschutzzone des Wasserwerks Wuhlheide.

Nicht nur in Treptow-Köpenick, sondern auch in den Bezirken Spandau und Tempelhof-Schöneberg will die BVG in naher Zukunft neue Betriebshöfe für ihre E-Busflotte bauen.