Coronavirus in Berlin

Senat schließt private Clubs, Konzertsäle und Tanzlokale

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Joachim Fahrun
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Clubs gelten laut Experten als Orte, wo sich das Coronavirus besonders schnell verbreiten kann. Nun sollen sie geschlossen werden.

Berlin. In Berlin werden auch die privaten Clubs, Konzertsäle und Tanzlokale geschlossen. Darauf hat sich nach Informationen der Morgenpost der Senat auf Anraten der Amtsärzte verständigt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) bestätigte auf Nachfrage, es sei schlau dies zu tun, „so hart es auch ist“.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte, man werde die entsprechenden Lokale abgestimmt mit den Gesundheitsämtern über das Infektionsschutzgesetz schließen. Darüber bestehe Konsens unter den Amtsärzten.

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„Tanzen gehen ist nicht mehr“

Die Meinung der Experten über die Stätten nächtlichen Vergnügens sind eindeutig. Clubs gelten als Orte der Ansteckung, wo sich das Coronavirus besonders schnell verbreiten kann. Ein Beispiel ist die Bar Trompete, wo sich bei zwei nächtlichen Partys etliche Gäste mit dem Coronavirus angesteckt hatten.

Die Amtsärztin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Nicoletta Wischnewski hat eine klare Meinung. Sie würde gerne generell alle Läden schließen, in denen die Leute eng zusammenstehen, in denen getanzt wird und es laut ist: „Wenn sich die Menschen im Club gegen laute Musik in die Ohren schreien, dann ist eine Übertragung durch Tröpfchen leichter möglich“, sagte die Medizinerin, die Sprecherin der Berliner Amtsärzte ist.

Die Situation in solchen Läden sei auch eine andere als in einem Restaurant, wo sich die Menschen in der Regel in einem gewissen Abstand gegenüber sitzen. Dennoch sei es schwierig, die riskanten Lokale zu identifizieren. Denn es fehle eine rechtsgültige Definition dafür, was ein Club sei und was nicht.

Im Laufe es Freitag soll aber das endgültige Vorgehen vereinbart werden. „Tanzen gehen ist nicht mehr“, hieß es aus Senatskreisen.