Die drei am dichtesten befahrenen Straßenabschnitte Deutschlands liegen laut einer Studie in Berlin. Viel Geduld brauchen Autofahrer auf der B96 zwischen Lichtenrade (L76/B96) und Kreuzberg (Tempelhofer Ufer), auf der B2 zwischen Spandau (Seeburger Chaussee) und Tiergarten (Hofjägerallee) sowie auf der gesamten Stadtautobahn A100 von der Stadtgrenze zur A113 bis zur Beusselstraße, wie der Verkehrsdatenanbieter Inrix berechnet hat. Allein auf der B2 verspäten sich Autofahrer täglich um neun Minuten oder 36 Stunden im Jahr.

Im täglichen Durchschnitt 7 bis 9 Minuten. Der Untersuchung zufolge ist München die staureichste Stadt Deutschlands (87 Stunden Zeitverlust im Jahr), danach folgt Berlin (66 Stunden). In diesen beiden Städten lohne es sich am ehesten, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, hieß es. Die Fahrt dauere höchstens 50 Prozent länger.

Inrix stützt sich auf Daten aus Telefonen, Fahrzeugen und von Verwaltungen. Demnach hat sich die Verkehrssituation in den deutschen Städten im vergangenen Jahr etwas verbessert. Das Unternehmen verkauft seine Verkehrsanalysen und Dienstleistungen an Verwaltungen und Unternehmen.

Weltweit sind Bogotá, Rio de Janeiro und Rom die staureichsten Städte. Allein im kolumbianischen Bogotá stehen Autofahrer pro Jahr 191 Stunden im Stau.

dpa