Auch mit etwas Abstand kann Emma Hinze ihre Titelfahrten bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Berlin noch nicht ganz begreifen. "Ich habe meinen Physiotherapeuten gebeten, mich mal zu kneifen", berichtete die 22-jährige Cottbuserin in einem Interview der "Lausitzer Rundschau" (Mittwoch). "Ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage, vielleicht auch Wochen, um das zu realisieren."

Hinze hatte sich bei der Heim-WM zur neuen Bahnrad-Königin gekrönt und wie Kristina Vogel 2014 das Triple geholt. Sie hatte Gold im Kampfsprint Keirin, Gold mit der Mannschaft und Gold im Sprint gewonnen. "Jetzt bin ich einfach nur richtig fröhlich und freue mich auf meinen Urlaub auf Fuerteventura - einfach mal die Beine hochlegen", sagte Hinze.

Am 21. März will sie mit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio beginnen. Eine mögliche Absage wegen des neuartigen Coronavirus würde Hinze sehr bedauern, "weil ich wirklich super in Form bin und als amtierende Weltmeisterin in die Wettkämpfe gehen könnte.". Sie findet auch, dass "ganz schön viel Hype" gemacht werde. "In Rio gab es ja auch den Zika-Virus. Wir sind trotzdem hingeflogen und es ist nichts passiert", meinte Hinze. Sie schränkte allerdings ein, dass man das vielleicht nicht ganz vergleichen könne.

dpa