81 Infizierte in Berlin

Coronavirus: Berlin-Derby wird zum Geisterspiel

In Berlin ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 81 gestiegen. Verfolgen Sie die Entwicklungen im Newsblog.

Coronavirus: Kanzlerin Merkel über die deutschen Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich Fragen zum Coronavirus gestellt. Sie sagt, es müsse darum gehen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

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  • In Berlin sind bisher 81 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Am Mittwoch kamen 23 Fälle hinzu.
  • Alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern werden bis zum Ende der Osterferien abgesagt. Das gilt auch für große Kulturveranstaltungen in den staatlichen Berliner Theatern, Opernhäusern und Konzertsälen mit mehr als 500 Zuhörern (bis zum 19. April).
  • Informationen über den Umgang mit dem Virus erhalten Betroffene unter der Telefonnummer 030 90 28 28 28, der Hotline der Gesundheitsverwaltung.
  • Die Berliner Feuerwehr und die Kassenärztliche Vereinigung haben einen Fahrdienst für mögliche Coronavirus-Verdachtsfälle gestartet. Betroffene können den Dienst über die Telefonnummer 116 117 anfordern.
  • Alle Informationen zum Coronavirus und CoVid-19 in Berlin erhalten Sie hier.

Berlin. Die Berliner Morgenpost informiert im Newsblog über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg. Alle überregionalen und internationalen Corona-News lesen Sie hier.

Unsere interaktive Karte zeigt, wie sich das Coronavirus in Deutschland und weltweit ausbreitet.

+++ Mittwoch, 11.03.2020 +++

16.00 Uhr: Über die weiteren Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin berichten wir künftig in unserem neuen Newsblog.

15.35 Uhr: Berlin-Derby zwischen Hertha und Union vor leeren Rängen

Hertha BSC und Union Berlin werden ihr Derby in der Fußball-Bundesliga vor leeren Rängen im Berliner Olympiastadion austragen. Wie Hertha am Mittwoch mitteilte, habe die Berliner Gesundheitsverwaltung und Innenverwaltung sich auf dringende Empfehlung der Amtsärzte darauf verständigt, Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmer bis zum Ende der Osterferien, die am 19. April enden, zu untersagen. „Die Entscheidung, ohne Zuschauer zu spielen, akzeptieren wir natürlich und halten sie auch für sinnvoll“, sagte Hertha-Geschäftsführer Sport Michael Preetz auf der Internetseite des Vereins.

Neben dem Derby wird damit auch das Heimspiel gegen den FC Augsburg am Osterwochenende ohne Zuschauer stattfinden. „Das Thema wird uns in den nächsten Wochen noch begleiten und wenn wir damit einen Beitrag leisten können, um die Ausbreitung zu verlangsamen, dann steht eine solche Entscheidung nicht zur Diskussion“, sagte Preetz, „über alles Weitere werden wir mit den Kollegen der Vereine und der DFL Anfang nächster Woche sprechen.“

15.19 Uhr: Füchse-Präsident fordert unbürokratische Ausfallhilfe für Vereine

Der Präsident des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, Frank Steffel, erwartet im Zuge sportlicher Events ohne Zuschauer von der Regierung finanzielle Unterstützung für die Sportvereine. „Ich fordere eine schnelle und unbürokratische Erstattung der entgangenen Zuschauereinnahmen. Ansonsten steht uns ein Sterben von Leuchttürmen des Sports bevor“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch.

Für viele Sportarten und Sportvereine seien die Zuschauereinnahmen und die Einnahmen aus der Arena existenziell. Bedingt durch das Coronavirus werden Sportveranstaltungen ohne Zuschauer ausgetragen oder abgesagt.

„Außerdem werden viele Sponsoren ohne Zuschauer in vielen Sportarten nicht für Bandenwerbung oder ungenutzte VIP-Tickets zahlen wollen“, meinte Steffel, „es wurde viel über das Virus und Geisterspiele gesprochen, aber bisher noch nicht über Wirtschaftshilfe für die betroffenen Vereine. Vielen Vereinen wird ansonsten demnächst die Liquidität ausgehen.“

14:58 Uhr: Amtsärzte fordern Absage aller Veranstaltungen

Berlins Amtsärzten geht die befristete Absage größerer Veranstaltungen in der Hauptstadt wegen des Coronavirus noch nicht weit genug. In einem Schreiben an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) fordern sie, sämtliche Sport- und Kulturveranstaltungen ab sofort nicht mehr stattfinden zu lassen, bestätigte Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid einen Bericht des "rbb". Das gelte auch für Veranstaltungen in Clubs.

14:26 Uhr: Zweijähriges Kind in Potsdam mit Coronavirus infiziert

Ein zwei Jahre altes Kind wird in Potsdam wegen einer Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus behandelt. Das aus Berlin stammende Kind habe eine Lungenentzündung, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, berichtete das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt am Mittwoch. Das Kind werden in der Kinderintensivstation des Ernst-von-Bergmann-Klinikums betreut. Es seien mehr als 20 Kontaktpersonen ermittelt worden: Ärzte und Pflegekräfte der Station. Die Mitarbeiter, die unter anderem mit Mundschutz weiter arbeiteten, seien ebenso wie die Eltern des Kindes getestet worden. Die Ergebnisse stünden noch aus, hieß es.

Mit den Isolationsmaßnahmen kann aus Sicht des Direktors der Kinder- und Jugendklinik, Thomas Erler, eine Ausbreitung des Erregers auf der Station auf andere Kinder vermieden werden. Es seien Verfahren abgestimmt worden, um den Klinikbetrieb weiter aufrecht zu erhalten. Die betroffenen Mitarbeiter seien zwar Kontaktpersonen ersten Grades und müssten sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts in häusliche Isolation begeben. „Das würde aber den Betrieb auf dieser Station lahmlegen, sagte Amtsärztin Kristina Böhm.

14.20 Uhr: „Carmen“ im Stream - Berliner Staatsoper weicht aufs Internet aus

Die Staatsoper Unter den Linden weicht nach der Schließung aller großen Aufführungsstätten in Berlin teilweise auf das Internet aus. Die Vorstellung der Oper „Carmen“ mit Generalmusikdirektor Daniel Barenboim werde an diesem Donnerstag vor leeren Rängen aufgeführt und über die Internet-Plattformen der Staatsoper und des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) kostenlos gestreamt, kündigte Intendant Matthias Schulz am Mittwoch an. Auch im RBB-Hörfunk soll die Vorstellung ausgestrahlt werden.

Für die Premiere der Mozart-Oper „Idomeneo“ am 22. März mit dem Dirigenten Sir Simon Rattle strebe die Staatsoper eine ähnliche Lösung an. „Für eine solche Situation gibt es keine Blaupause“, sagte Schulz angesichts der Berliner Entscheidung, zur Eindämmung des Coronavirus die staatlichen Bühnen und Konzerthäuser bis zum 19. April, also bis nach den Osterfeiertagen, zu schließen. „Wir erkennen den Ernst der Lage und unterstützen die Bemühungen, das Coronavirus zu begrenzen“, sagte Schulz.

Auch die Berliner Philharmoniker will Konzerte über das Netz streamen. Eine Aufführung an diesem Donnerstag mit dem früheren Chefdirigenten Sir Simon Rattle soll live über die Streaming-Plattform „Digital Concert Hall“ kostenlos zu sehen sein. Karten für andere ausgefallene Konzerte würden erstattet.

13.59 Uhr: Sommersemester an Hochschulen startet später

Der Start des Sommersemesters an den Berliner Hochschulen wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus um zunächst eine Woche verschoben. Der Beginn des Semesters sei nunmehr am 20. April geplant, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Mittwoch mit. Sollte es notwendig sein, werde dieser Termin gegebenenfalls weiter geschoben. Wissenschaftler und Studierende der Hochschulen seien aufgefordert, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, wenn sie sich zuletzt in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Dienstreisen der Hochschulbeschäftigten in diese Risikogebiete würden nicht mehr genehmigt.

13.18 Uhr: Berliner Clubs bilden Task Force und wollen Rettungsfonds einrichten

Die Berliner Clubcommission hat eine Task-Force eingerichtet und zu einem Krisentreffen von knapp 50 Clubbetreibern und Veranstaltern eingeladen. Der daraus entstandene Maßnahmenkatalog enthält Empfehlungen, die bereits dieses Wochenende zum Einsatz kommen sollen. So werden Besucher in Berliner Clubs temporär mit ihrer Emailadresse und/oder einer Telefonnummer registriert. Zudem richten die Clubs eine Kontaktadresse ein, um beim Hinweis einer Erkrankung eines Besuchers das Gesundheitsamt zu informieren und die Kontaktdaten weitergeben zu können. Zudem empfiehlt die Clubcommission, die Gästeauslastung auf 70 Prozent zu reduzieren. Zusätzlich werden Hygienemaßnahmen erweitert und die Gäste umfassend über ihre Eigenverantwortung informiert.

"Eine temporäre Schließung von Berliner Clubs wird von der Task Force auch in Erwägung gezogen, allerdings würde ein Shutdown von nur wenigen Wochen unweigerlich zur Insolvenz der meisten Clubs führen", so Pressesprecher Lutz Leichsenring. Daher soll jetzt eine Lösung für soziale Härtefälle gefunden und ein Rettungsfonds eingerichtet werden.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus (Covid-19), Hintergründe zu Symptomen und Übertragungen, Wissenswertes bei Reisen und Auswirkungen auf die Wirtschaft finden Sie auch auf unserer Themenseite.

13.13 Uhr: Streit in der Koalition wegen Umgangs mit der Corona-Krise

Die Berliner SPD ist extrem ungehalten über Aussagen des grünen Regierungspartners zum Umgang mit der Corona-Krise. Am Tag, nachdem der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die inzwischen überholte Aussage getätigt hatte, man warte für die Regeln zur Absage von Veranstaltungen auf eine bundesweite Regelung, gaben die Grünen per Pressemitteilung Widerworte. Man müsse die Ausbreitung des Virus bremsen, erklärte die Grünen-Fraktion und forderte, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern generell abzusagen.

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Torsten Schneider, kritisierte die Grünen scharf. Diese Aussagen an einem Tag, an dem kurz darauf eben diese Entscheidung verkündet wurde, sei "eine Erschütterung der Koalition", sagte Schneider.

Sein Kollege von den Grünen, Daniel Wesener, sagte, es sei auch in der Kommunikation des Senats nicht alles gut gelaufen. Er könne die Einlassung Schneiders nicht nachvollziehen. Mit der Absage aller großen Kulturveranstaltungen in staatlichen Opern und Theatern habe der Senat schon reagiert, wo er eigene Verantwortung trage.

12.47 Uhr: Mittlerweile 81 Infizierte in Berlin

In Berlin gibt es 81 bestätigte Corona-Infektionsfälle. Das sagte der Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses. „Die aktuellen Zahlen schrecken uns noch nicht“, sagte Matz. Aber in Italien sei zu beobachten, was passiert, wenn ein Gesundheitssystem unter Grenzbelastung gerate. „Dieser Ausblick auf ein mögliches Geschehen macht uns Sorge“, sagte der Chef des berlinweiten Corona-Krisenstabes, „nicht der Vergleich mit der Influenza“.

Noch seien ihm nicht alle Kontaktpersonen der 81 Infizierten bekannt, sagte Matz. In der Regel gebe es aber für jeden positiven Fall 20 Kontaktpersonen. Demnach seien 1600 Berliner in häuslicher Isolation. „Das wird so weitergehen“, prognostizierte der Staatssekretär.

Derzeit 81 bestätigte Corona-Fälle in Berlin:

  • Charlottenburg-Wilmersdorf 15
  • Friedrichshain-Kreuzberg 12
  • Lichtenberg 5
  • Marzahn-Hellersdorf 3
  • Mitte 8
  • Neukölln 5
  • Pankow 8
  • Reinickendorf 3
  • Spandau 6
  • Steglitz-Zehlendorf 6
  • Tempelhof-Schöneberg 7
  • Treptow-Köpenick 3

12.45 Uhr: Zu wenig Schutzkleidung in Krankenhäusern

Die Berliner Krankenhäuser stünden laut Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz vor Engpässen bei der Ausstattung von Schutzkleidung. „Die haben wir schon ohne den weiteren Pandemieverlauf“, so Matz. Denn die Krankenhäuser hätten schon länger keine Material-Lieferungen mehr aus China erhalten. Der Beschluss des Landes, nun Material zu beschaffen, löse das Problem unmittelbar nicht, weil nicht absehbar sei, was es auf den Märkten gebe.

Die Senatsverwaltung möchte Schutzkleidung und Beatmungsgeräte anschaffen. Dafür stehen zunächst 25 Millionen Euro bereit, die der Hauptausschuss am Mittwoch freigeben sollte. Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) sagte, die akut geplanten Bestellungen der Gesundheitsverwaltung würden elf bis zwölf Millionen Euro kosten. Man werde aber keine normalen Ausschreibungsverfahren durchführen können. Das dauere drei Monate, und es sei offen, ob es am Ende Angebote gebe. Mit den 25 Millionen Euro hoffe man, die Zeit von drei Monaten überbrücken zu können. Die Gesamtsumme werde schrittweise freigegeben.

Ein Nachtragshaushalt sei für diesen Zweck nicht geeignet, sagte Kollatz. Man könne nicht genau vorhersagen, wofür genau das Geld ausgegeben werden müsse. „Wir müssen die Situation, die Veränderungen auslöst, vernünftig beschreiben können“, sagte Kollatz. „Das können wir zur Zeit nicht.“ Der Senator wies darauf hin, dass weitere finanzielle Themen auf den Tisch kommen würden, wie Entschädigungsfonds oder wirtschaftsfördernde Maßnahmen.

12.43 Uhr: Corona-Verdacht in Neustadt - 8 Testergebnisse negativ

Von 19 Menschen, die in Neustadt (Dosse) Kontakt zu einer mit dem Coronavirus Infizierten aus Berlin hatten, ist bei acht bisher keine Infektion festgestellt worden. „Alle diese acht Testergebnisse sind negativ“, sagte der Landrat des Kreises Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD), am Mittwoch in Neuruppin. Die Ergebnisse für die übrigen 11 Menschen sind offen, weitere würden im Laufe des Tages erwartet. Sechs Menschen wurden außerhalb des Kreises getestet, sie kommen den Angaben zufolge aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Potsdam und den Kreisen Havelland und Oberhavel.

Bei den 19 Kontaktpersonen handelt es sich um Lehrer der Prinz-von-Homburg-Schule und Mitarbeiter eines Gestüts. Nach Kreisschätzung mussten bis zu 2250 Menschen in der Region und über Deutschland verteilt wegen des Kontakts in häusliche Isolation. Der Schulkomplex bleibt zunächst bis 17. März geschlossen.

12.40 Uhr: Veranstaltungen im Friedrichstadt-Palast bis 19. April abgesagt

Der Friedrichstadt-Palast sagt bis zum 19. April sämtliche Vorstellungen ab. „Wir tragen die verantwortungsvolle Entscheidung des Berliner Senats mit voller Überzeugung mit“, sagt Intendant des Hauses Berndt Schmidt, „aber natürlich und ohne jeden Vorwurf sind wir von der Dynamik ziemlich überrollt worden und stehen nun vor großen organisatorischen Herausforderungen.“ Da das Haus eine hohe Auslastung hat, betrifft die Absage rund 40.000 Tickets, die jetzt zurückzugeben oder umzubuchen sind. „Wir werden im Sinne unserer Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles Menschenmögliche tun, um den Palast durch die anstehenden Herausforderungen zu lotsen.“ Schmidt bittet alle betroffenen Gäste um Verständnis und Nachsicht, dass die Abwicklung länger dauern kann wegen der Fülle der Fälle. Es seien bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichzeitig zum Teil im Home Office damit beschäftigt, all die Anfragen zu bearbeiten.

Die Sprecherin des Hauses nannte die Aufgabe des Kartenservice-Teams eine „Herkulesaufgabe“. Die vorläufig letzte Vorstellung fand am Dienstag statt. Das Haus war ausverkauft und die Stimmung aller Beteiligten war gut. Die nächste Vorstellung ist voraussichtlich für den 20. April geplant.

12.08 Uhr: Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmer abgesagt

In Berlin werden Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmenden bis Ende der Osterferien untersagt. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Mittwoch mit. Senatorin Dilek Kalayci: „Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In so einer Phase muss das öffentliche Leben Einschränkungen erfahren. Durch Reduzierung von Großveranstaltungen kann die Ausbreitung des Coronavirus entschleunigt werden." Gerade am Anfang einer Epidemie sei so eine Einschränkung von Bedeutung. Der Schutz der Berlinerinnen und Berliner habe höchste Priorität.

11.52 Uhr: Conrad-Schule in Wannsee bis zum 13. März geschlossen

Die Conrad-Schule in Wannsee (Steglitz-Zehlendorf) bleibt bis zum 13. März geschlossen. Grund sei ein Abklärungsfall, wie es auf der Homepage der Grundschule heißt. Man koordiniere die Maßnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt. „Wenn wir Informationen zum weiteren Vorgehen haben, melden wir uns umgehend bei Ihnen“, schreibt die Schulleitung. Man bitte, von direkten Rückfragen beim Gesundheitsamt abzusehen und hofft auf das Verständnis der Eltern und Schüler.

Immer noch geschlossen ist die Emanuel-Lasker-Schule, eine Sekundarschule in Friedrichshain-Kreuzberg, wo ein Lehrer und eine Schülerin nach einer Skifahrt positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Außerdem die „Schule Eins“, eine private Gemeinschaftschule in Pankow, die bis zum 20. März geschlossen bleibt. In der Nürtingen-Grundschule im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat der Schulleiter in einem Infobrief den Eltern mitgeteilt, dass eine Lehrerin der Schule womöglich erkrankt ist. Deshalb sollen einzelne Schüler und Mitarbeiter bis zum 16. März der Schule fernbleiben.

11.35 Uhr: CDU-Landeschef fordert Müller zur Absage von Großveranstaltungen auf

Der CDU-Landeschef Kai Wegner hat Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) aufgefordert, wegen des Coronavirus alle Großveranstaltungen in der Hauptstadt umgehend abzusagen. Dies dürfe nicht weiter aufgeschoben werden, forderte Wegner am Mittwoch. „Das ist ein Gebot der Solidarität, gerade gegenüber den alten und chronisch kranken Mitbürgern, die besonders gefährdet sind.“

Der CDU-Politiker teilte mit: „Ich appelliere dringend an den Regierenden Bürgermeister, sich der verantwortungsvollen Linie der Bundesregierung und anderer Bundesländer anzuschließen.“ Die von Müller eingeforderte bundeseinheitliche Linie gebe es in Form der Empfehlung der Bundesregierung und der Entscheidung anderer Bundesländer praktisch schon. „Ich bin mir sicher, dass auch der Berliner Senat nicht an dieser Entscheidung vorbeikommen wird.“

Regierungschef Müller hatte am Dienstag bundeseinheitliche Regelungen für den Umgang mit Großveranstaltungen wegen der Verbreitung des Erregers Sars-CoV-2 gefordert: „Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag muss es möglichst zu einer bundesweiten Verabredung kommen, wie wir damit umgehen“, hatte er gesagt.

10.46 Uhr: Erster Coronavirus-Fall beim Tagesspiegel

Bei der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel hat es nach Informationen der Berliner Morgenpost den ersten Coronavirus-Fall gegeben. Ein männlicher Mitarbeiter aus dem Verlag sei positiv auf die Infektionskrankheit getestet worden, bestätigten am Mittwochmorgen mehrere Beschäftigte der Zeitung. Ein Großteil der etwa 500 Mitarbeiter in Verlag und Redaktion soll in nächster Zeit von zuhause aus arbeiten. Lediglich Beschäftigte, die für die Produktion von Online- und Print-Ausgabe unbedingt vor Ort benötigt würden, sollen in den Räumen am Anhalter Bahnhof in Mitte arbeiten, hieß es.

10.45 Uhr: Marienschule in Potsdam geschlossen

Die Katholische Marienschule in Potsdam-Babelsberg wird aufgrund eines Coronavirus-Falls unter den Eltern geschlossen. Die Entscheidung dazu hatte die Schulleitung auf Empfehlung des Potsdamer Gesundheitsamtes am Mittwochvormittag getroffen, wie eine Stadtsprecherin sagte. Die Schließung lief am Vormittag noch. Jüngere Kinder sollten abgeholt, ältere Schüler selbst nach Hause gehen. Die nachweislich infizierte Person aus der Elternschaft kommt nach Angaben der Stadt aus Berlin. Noch am Mittwoch sollte es ein Pressegespräch der Stadt zu der Schulschließung geben. Die Katholische Marienschule ein Gymnasium und eine Grundschule. Zunächst hatten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichtet.

Ob sich aufgrund eines Verdachts auf eine Infektion mit dem Virus nach der Schließung bereits Menschen in häuslicher Isolation befinden, konnte die Stadtsprecherin zunächst nicht sagen. In Potsdam selbst sind bislang keine Infektionen mit dem neuartigen Virus bekannt. In Brandenburg sind es derzeit 16 nachgewiesene Fälle.

10.32 Uhr: Union Berlin spielt gegen Bayern München nun doch ohne Zuschauer

Das Meisterschaftsspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München wird nun auch zum Geisterspiel. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick teilte am Mittwoch via Twitter mit: „Aufgrund einer Anordnung unseres Amtsarztes wird das Spiel @fcunion/@FCBayern unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden!“

Das Spiel findet an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Stadion An der Alten Försterei statt. Am Dienstag hatte es widersprüchliche Angaben vom Bezirksamt und vom Verein gegeben, ob die Partie mit oder ohne Zuschauer aus Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus über die Bühne gehen würde.

Die örtlichen Behörden im Stadtbezirk Treptow-Köpenick hätten den Berliner Verein informiert, „dass sie nach umfangreicher Prüfung der aktuellen Risikobewertung in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus entschieden haben, keine Anordnung über einen Ausschluss von Zuschauern für das Heimspiel zu erlassen“, hatte es in der Vereinsmitteilung des Köpenicker Clubs geheißen.

Mehr zum Geisterspiel lesen Sie hier.

09.42 Uhr: Kalayci: Nicht bei jeder Erkältung auf Coronavirus testen

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat an die Berliner appelliert, nur in begründeten Verdachtsfällen einen Test auf das Coronavirus zu verlangen. Man müsse in der derzeitigen Erkältungszeit nicht bei jedem Husten und Schnupfen einen Test machen, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im neuen ambulanten Diagnostikzentrum an den DRK Kliniken Berlin Westend. Das Risiko sei gering, dass solche Symptome etwas mit dem Erreger Sars-CoV-2 zu tun hätten. Als begründet gilt ein Verdachtsfall, wenn Patienten in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu Infizierten hatten und Symptome aufweisen.

Nach den bisherigen Erfahrungen seien im Schnitt fünf Prozent der Tests in den Diagnostikzentren positiv, das sei ein geringer Anteil, sagte Chefarzt Robin Köck vom Institut für Hygiene. Solange man keine Symptome habe, sei der Test nicht aussagekräftig, weil bis zum Ausbruch der Krankheit mehrere Tage vergehen können. 50 Tests pro Tag sind in der neuen DRK-Einrichtung möglich. Am Dienstag hätten 50 bis 60 Patienten die Ambulanz aufgesucht, hieß es.

Die DRK Klinken im Westend haben das Zentrum im Gebäude des ehemaligen Tropeninstituts eingerichtet, das etwas abseits liegt. Eröffnet wurde es am Dienstag. Nur fünf bis zehn Menschen dürfen auf einmal ins Wartezimmer im Gebäude, um die Ansteckungsgefahr zu mindern. In Berlin gibt es insgesamt nun sechs solcher Untersuchungsstellen, die meisten haben diese Woche ihre Arbeit aufgenommen. Die Charité hatte vor rund einer Woche mit einem Testzentrum am Virchow-Klinikum den Anfang gemacht.

08.40 Uhr: Union Berlin gegen Bayern wohl doch ohne Zuschauer

Die anstehende Partie in der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München wird mit „großer Wahrscheinlichkeit ohne Publikum“ stattfinden. Das sagt die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Mittwochmorgen bei ihrem Besuch in der Corona-Untersuchungsstelle DRK-Klinikum Westend. Berlin befinde sich nach Angaben der Senatorin angesichts des weiter ausbreitenden Coronavirus in einer ernsten Lage. Deshalb müsse man sich als Gesellschaft grundsätzlich fragen, auf was man verzichten könne, sagt sie. „Und aus meiner Sicht gehören Fußballspiele mit dazu.“ Dem Berliner Fußball-Bundesligisten liegen dazu bislang keine Informationen vor, sagte Pressesprecher Christian Arbeit auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur. Kalayci zufolge könnte nach jetzigem Stand auch das Berliner Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC am Samstag, 21. März, zum Geisterspiel werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Deutschlandfunk kritisiert, dass das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München am Sonnabend vor Publikum ausgetragen werden soll. „Ich bin etwas verwundert, das will ich sagen, über das, was hier in Berlin mit diesem Fußballspiel passiert“, sagte er im Deutschlandfunk. Die Verantwortlichen hätten mit ihren Kommentaren dazu gezeigt, dass sie noch nicht abschließend verstanden hätten, worum es hier geht. Mehrere Bundesligaspiele werden am Wochenende ohne Zuschauer stattfinden, um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Spahn hatte zuvor empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen.

06.53 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci besucht Untersuchungsstellen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) will am Mittwoch jeweils gemeinsam mit Verantwortlichen die Arbeit der Untersuchungsstellen für Menschen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion vorstellen. Am Morgen wird Kalayci zunächst in den DRK Kliniken Berlin Westend erwartet. Eine Stunde später ist ein Besuch im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe geplant, wie ihre Verwaltung mitteilte. „In den Untersuchungsstellen sollen begründete Verdachtsfälle beraten und abgeklärt werden. Begründet bedeutet etwa, Kontakt zu einem bestätigten Fall gehabt zu haben oder in einem Risikogebiet gewesen zu sein und Symptome zu haben“, betonte Kalayci. In Berlin gibt es sechs Untersuchungsstellen. Am Donnerstag will die Senatorin zwei weitere Stellen besuchen.

+++ Dienstag, 10.03.2020 +++

20.36 Uhr: Vivantes-Mitarbeiter hatten Kontakt zu Infizierten

Im Vivantes Klinikum in Neukölln sind drei Mitarbeiter in Quarantäne geschickt worden. Sie hatten am Tag zuvor Kontakt zu einem Patienten, der dann positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wie das Klinikum mitteilte, war die Rettungsstelle nicht geschlossen. Aufgrund von Kapazitäten wurde die Rettungsstelle vorübergehend eingeschränkt. Weiterhin hieß es, dass das Klinikum aus Kapazitätsgründen keine zusätzlichen angemeldeten Notfallpatienten aufnehmen könne. "Die Spätschichten werden jedoch wieder mit ausreichend Personal besetzt sein", teilte eine Sprecherin mit.

20.24 Uhr: Stellvertretende Amtsärztin - "Wir sind in Anrufen ertrunken"

Bislang versuchen die Behörden das Coronavirus einzudämmen. Doch in wenigen Wochen, vielleicht auch schon mehreren Tagen können sie es nur noch verteidigen. Nannette Stange vom Gesundheitsamt Mitte sagt: „Dann werden wir nicht mehr jede Kontaktpersonen ermitteln können und müssen uns auf die Risikogruppen konzentrieren.“

Sie erwartet in den kommenden Tagen einen Anstieg der Infizierten in Berlin. Stange zufolge werden sich in den nächsten zwei Jahren 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit dem Virus infizieren. Erst dann werde die Ausbreitung des Virus zurückgehen, auch weil bis spätestens dahin ein Impfstoff vorhanden sein werde. Weiter berichtet Stange, dass das Gesundheitsamt derzeit an der Kapazitätsgrenze arbeite. Sie kümmert sich auch um die Coronavirus-Hotline von Mitte als Ergänzung zur Senatshotline. „Wir sind in Anrufen ertrunken“, sagt Stange. Auch ihre Mitarbeiter seien im Dauereinsatz, um Abstriche bei Personen zu machen, die im Verdacht stehen, sich mit dem Virus infiziert zu haben.

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18.38 Uhr: Meisterträume der Eisbären Berlin beendet

Die Saison der Eisbären Berlin ist ab sofort vorbei, das Viertelfinale gegen die Düsseldorfer EG wird nicht stattfinden. „Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) sieht sich gezwungen, die aktuelle Saison mit sofortiger Wirkung vorzeitig zu beenden. Die anstehenden Playoffs können nicht mehr durchgeführt werden. Grund dafür sind die Verbote diverser Bundesländer, Großveranstaltungen wie Spiele der DEL mit mehr als 1000 Zuschauern stattfinden zu lassen“, hieß es in einer Erklärung der Liga, die am Dienstag um 18 Uhr veröffentlicht wurde.

18.31 Uhr: Berliner Flughäfen fertigen weniger Passagiere ab

Bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen Tegel gibt es kurze Warteschlangen. Ähnlich sieht es auch an den Check-In Schaltern der Fluglinien Easyjet und Ryan Air im Terminal C aus. „Es ist deutlich spürbar, dass in Zeiten des Coronavirus', sich weniger Passagiere an den Flughäfen in Berlin aufhalten“, teilte ein Sprecher der Flughäfen Berlin Brandenburg am Dienstag mit. Immer mehr Flüge würden gestrichen werden. Passagiere können sich auf den jeweiligen Internetseiten oder Telefonhotlines ihrer Fluggesellschaften informieren, ob ihr Flug wie geplant stattfinden wird.

Ein Mitarbeiter des Easyjet-Schalters teilte mit, dass am Dienstag lediglich ein Flug nach Venedig gestrichen wurde. Alle anderen Flüge nach Italien, wie etwa nach Rom, seien wie geplant gestartet. Passagiere, deren Flug gestrichen wurde, könnten sich Kosten für den Flug erstatten lassen.

Rudolf Marie (28) und Audre Sparks (32) sind am Mittag aus Paris in Berlin gelandet. „Alles hat prima geklappt“, berichtet Marie. Sie habe sich keine Sorgen wegen des Coronavirus' gemacht. Anna Togola (24) will nach Wien fliegen, um dort Freunde zu besuchen. Angst dabei habe sie allerdings schon. "Ich achte auf Hygiene und hoffe, dass ich gesund bleibe.“

Laut eigenen Abgaben fertigten die beiden Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel mit 2.280.048 Passagieren rund 10,2 Prozent weniger Passagiere ab als im Februar 2019. „Es ist noch nicht abzusehen, ob und inwieweit die weltweite Ausbreitung des Coronavirus die Entwicklung des Flugverkehrs in der Hauptstadtregion bisher beeinflusst hat. Ausgefallene Großveranstaltungen wie die ITB, aber auch Streichungen von Flügen bei den Airlines werden die Entwicklung in den kommenden Wochen und Monaten beeinflussen“, sagte Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg.

17.46 Uhr: Elf Coronavirus-Infizierte in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen auf elf gestiegen. Drei Männer aus dem Kreis Elbe-Elster seien positiv darauf getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Im Kreis Spree-Neiße sei zudem ein Mann erkrankt, der aus dem unmittelbaren Umfeld eines Infizierten stammt, dessen Fall nach einer Italien-Reise am Sonntag bekannt wurde. Dazu kommt der Fall einer Frau, die mit einer infizierten Ärztin im Klinikum in Frankfurt (Oder) Kontakt hatte - allerdings steht hierfür noch eine Bestätigung aus. Zuvor waren bereits vier Männer und zwei Frauen in Brandenburg als infiziert gemeldet.

17.30 Uhr: Hoffenheim gegen Hertha ohne Zuschauer

Auch das Heimspiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC am Samstag wird wegen der Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit. „Die Gesundheit der Zuschauer ist das höchste Gut, daran haben sich alle Gespräche und Entscheidungen der vergangenen Stunden bemessen“, sagte TSG-Geschäftsführer Frank Briel. Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch mit den zuständigen Bundes-, Landes- und Regional-Behörden gefallen.

16.55 Uhr: Alle großen Opernhäuser in Berlin bis 19. April geschlossen

Wegen des Coronavirus bleiben alle großen Häuser bis einschließlich 19. April geschlossen. Betroffen sind unter anderem die Deutsche Oper, die Staatsoper Unter den Linden, die Berliner Philharmonie, die Komische Oper, das Deutsche Theater und das Maxim Gorki Theater. Veranstaltungen in allen vollklimatisierten Sälen mit mehr als 500 Plätzen werden gestoppt. Veranstaltungen mit weniger Besuchern sind aber unter Umständen möglich, wenn die Abstände zwischen den Besuchern groß genug sind. „Für uns ist die Entscheidung bedauerlich, aber nachvollziehbar“, sagte die Sprecherin der Deutschen Oper Berlin, Kirsten Hehmeyer. Man müsse nun darüber nachdenken, wie man etwa Karten erstatte.

Für Veranstaltungen in kleineren Häusern und Sälen bis zu 500 Teilnehmenden gelte zunächst weiterhin, dass die Risikobewertung durch die Einrichtungen gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts vorgenommen und auf dieser Basis eigenverantwortlich entschieden werde, ob Veranstaltungen durchgeführt werden können, hieß es in einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Kultur. Nicht betroffen ist die Schaubühne. Sie wolle den Betrieb weiterführen, erfuhr die Berliner Morgenpost.

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) erklärte: "Wir haben entschieden, in den staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser die Veranstaltungen in den großen Sälen nicht mehr stattfinden lassen. Vorerst bis Ende der Osterferien. Das empfehlen wir auch den großen Privattheatern.“

16.47 Uhr: Neustädter reagieren besonnen auf „Vorsorge-Quarantäne"

Die Folgen des Coronavirus werden auch in Sieversdorf in Ostprignitz-Ruppin spürbar: Die dortige Spielgemeinschaft musste Fußballspiele für das kommende Wochenende absagen – der Verein kann keine Mannschaft mehr stellen. Hintergrund ist, dass der Ortsteil von der Massen-Quarantäne betroffen ist, die am Montag für bis zu 2250 Menschen in Neustadt (Dosse) und Umgebung verhängt wurde.

In Neustadt herrschte an Tag eins nach der Quarantäne deutlich weniger Treiben auf den Straßen als an anderen Tagen, aber ganz zum Erliegen ist das öffentliche Leben nicht gekommen. Der Supermarkt hatte geöffnet, bat jedoch mit einem Schild darum, dass Quarantäne-Patienten das Geschäft nicht betreten sollten. Stattdessen bietet der Supermarkt eine kostenlose Lieferung an.

Der Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hat mit Blick auf die Vorsichtsmaßnahmen in Neustadt zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. Die Maßnahmen dienten rein der Vorsorge, sagte Ralf Reinhardt (SPD) am Dienstag. Der Landkreis hatte, neben der beschlossenen „Vorsorge-Quarantäne“ auch mehrere Schulen und Reitanlagen geschlossen. „Wir bitten die Betroffenen, das Haus möglichst nicht zu verlassen und Massenansammlungen zu vermeiden“, sagte der Sprecher des Landkreises, Alexander von Ulenieki. Dies sei ein Appell an die Vernunft und die gesellschaftliche Solidarität. Kontrollieren könne man die Quarantäne angesichts der vielen betroffenen Menschen nicht.

Wie die Neustädter mit der Quarantäne umgehen, lesen Sie hier.

16.05 Uhr: Zehn neue Fälle in Berlin

Die Senatsverwaltung für Gesundheit meldet zehn neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin. Aktuell sind es 58. 29 Personen sind männlich, 29 weiblich. 54 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Isolation, vier Personen werden stationär im Krankenhaus behandelt. Die zehn neuen Fälle stammen aus Charlottenburg-Wilmersdorf (4), Friedrichshain-Kreuzberg (3), Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Pankow (je 1). Die meisten Fälle gibt es derzeit in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg.

Übersicht der bisherigen Fälle des Coronavirus in Berlin:

  1. ein Mann in Mitte, derzeit isoliert und behandelt im Charité Campus Virchow Klinikum
  2. ein Mann in Marzahn-Hellersdorf, der auf Schulfahrt in Norditalien gewesen ist, derzeit isoliert und behandelt im Vivantes-Klinikum Neukölln
  3. eine Frau in Mitte, derzeit isoliert und behandelt im Charité Campus Virchow Klinikum
  4. ein Mann in Tempelhof-Schöneberg, zu Hause isoliert
  5. ein Mann in Neukölln, derzeit isoliert und behandelt im Vivantes-Klinikum Neukölln
  6. ein Mann in Mitte, zu Hause isoliert
  7. eine Frau in Friedrichshain-Kreuzberg, zu Hause isoliert
  8. eine Frau in Friedrichshain-Kreuzberg, zu Hause isoliert
  9. ein Mann in Pankow, zu Hause isoliert
  10. eine Schülerin aus Friedrichshain-Kreuzberg, häuslich isoliert
  11. ein Mann aus Friedrichshain-Kreuzberg, häuslich isoliert
  12. ein Mann in Reinickendorf, isoliert
  13. eine Frau aus Pankow, isoliert
  14. ein Mann aus Pankow, isoliert
  15. eine Frau aus Tempelhof-Schöneberg
  16. eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf
  17. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf
  18. eine Frau aus Reinickendorf, isoliert
  19. eine Frau aus Reinickendorf, isoliert
  20. eine Frau aus Pankow, derzeit häuslich isoliert
  21. eine Frau aus Tempelhof-Schöneberg, derzeit häuslich isoliert
  22. ein Mann aus Mitte, isoliert
  23. ein Mann aus Mitte, isoliert
  24. eine Frau aus Mitte, isoliert
  25. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  26. ein Mann aus Neukölln, isoliert
  27. eine Frau aus Mitte, isoliert
  28. ein Mann aus Tempelhof-Schöneberg, derzeit häuslich isoliert
  29. eine Frau aus Mitte, derzeit häuslich isoliert
  30. ein Mann aus Tempelhof-Schöneberg, isoliert
  31. ein Mann aus Steglitz-Zehlendorf, isoliert
  32. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  33. ein Mann aus Steglitz-Zehlendorf, isoliert
  34. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  35. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  36. eine Frau aus Pankow, isoliert
  37. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  38. ein Mann aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert
  39. eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  40. eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  41. eine Frau aus Steglitz-Zehlendorf, isoliert
  42. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  43. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  44. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  45. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  46. ein Mann aus Lichtenberg, isoliert
  47. eine Person aus Spandau, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  48. eine Person aus Spandau, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  49. eine Person aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  50. eine Person aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  51. eine Person aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  52. eine Person aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  53. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  54. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  55. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  56. eine Person aus Marzahn-Hellersdorf, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  57. eine Person aus Neukölln, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  58. eine Person aus Pankow, isoliert (noch ohne Daten zur Person)

15.18 Uhr: Union Berlin spielt gegen Bayern München mit Publikum

Das Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstagabend wird mit Publikum ausgetragen. Dies teilte der Berliner Fußball-Club am Dienstag nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden mit.

14.27 Uhr: Reichstagskuppel gesperrt - Dachgarten-Restaurant geöffnet

Kuppel und Dachterrasse des Deutschen Bundestags sind seit Montag geschlossen. Doch das Käfer Dachgarten-Restaurant ist weiter offen. Wie das Restaurant mitteilt, laufe der Betrieb ohne Einschränkungen weiter, auch wenn man die Hygienemaßnahmen verstärkt habe. Wer einen Tisch reserviere, könne weiterhin das Reichstagsgebäude besuchen.

13.54 Uhr: Michael Müller zum Umgang mit dem Coronavirus: "Kein Flickenteppich"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat am Dienstagnachmittag eine gemeinsame Linie der Länder-Ministerpräsidenten zum Umgang mit dem Coronavirus und Großveranstaltungen angemahnt. "Es darf keinen Flickenteppich geben", so Müller. Am Donnerstag soll eine gemeinsame Linie verabredet werden.

13.43 Uhr: Senatorin Pop: Sind bereit, zügig Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stützen

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat sich zur Sonderwirtschaftsministerkonferenz geäußert. Man sei bereit, in Berlin gemeinsam mit dem Bund zügig zu agieren, um Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stüzten. Kurzfristig seien Hilfen wie Liquiditätshilfen, Bürgschaften und Kurzarbeit vonnöten. Der Bunde müsse hier die Maßnahmen der Länder unterstützen. Mittel- und Langfristig müssten Investitionsprogramme und die Stärkung der Krisenfähigkeit von Wirtschaft und Unternehmen greifen.

13.29 Uhr: Berliner Fußballer mit Coronavirus: Zwei Mannschaften in Quarantäne

Zwei Fußball-Spieler von Berliner Vereinen sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Bei den Erkrankten handelt es sich um einen Spieler vom SC Charlottenburg sowie der zweiten Mannschaft des TSV Rudow, die beide in der Landesliga (7. Liga) spielen, wie die Deutsche Presse-Agentur auf Nachfrage beim Berliner Fußball-Verband am Dienstag erfuhr.

„Die jeweiligen Mannschaften, denen die Spieler angehören, wurden von den Behörden aufgerufen, während die Inkubationszeit daheim zu bleiben“, sagte eine Sprecherin. Die kommenden zwei Spiele der beiden Vereine werden verlegt.

12.24 Uhr: Coronavirus in Pankow: Kita bleibt nach Krankheitsfall geschlossen

Die Kita an der Pappelallee 40 in Prenzlauer Berg bleibt nach Bekanntwerden eines Coronavirus-Falls am Montag geschlossen. Auch die Privatschule "Schule Eins" hat am Dienstagnachmittag den Unterrichtsbetrieb eingestellt.

Auf einen Blick: Coronavirus in Berlin - Hier finden Sie alle Informationen

11.10 Uhr: Bisher grünes Licht für Fahrradfestival VeloBerlin

Am 18. und 19. April werden wieder 20.000 Fahrradbegeisterte beim Fahrradfestival VeloBerlin am Flughafen Tempelhof erwartet. Bisher gibt der Veranstalter Velokonzept grünes Licht für die Großveranstaltung, die in diesem Jahr zum 10. Mal stattfindet. Man bereitet sich aber auf die besondere Situation vor. Von den 300 Ausstellern haben einige wenige ihre Teilnahme wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt, teilt Christoph Schulz von Velokonzept auf Nachfrage mit. Es handele sich um Aussteller aus Italien. Zwei weitere Aussteller hätten ihre Teilnahme abgesagt, weil bestimmte Bauteile aus asiatischen Ländern wie Taiwan und China derzeit nicht lieferbar seien. Insgesamt präsentieren sich auf der Fachmesse auch Vertreter von 500 Marken.

10.46 Uhr: Auswärtiges Amt sagt "Girls' Day"-Teilnehmerinnen ab

Das Auswärtige Amt hat wegen des Corona-Virus Teilnehmerinnen des "Girls' Day" abgesagt. Am 26. März haben Mädchen und weibliche Jugendliche bundesweit elegenheit in Berufe hineinzuschauen, die früher Männerdomänen waren oder immer noch sind.

Doch nun entfällt die Einladung ins Gebäue am Werderschen Markt in Mitte. Dienstagvormittag erhielten die angemeldeten Mädchen eine entsprechende Mail: „Der Veranstalter hat sich wegen des Corona-Virus aus Vorsichtsgründen zur Absage des Angebots entschlossen.“ Den Jugendlichen wurde empfohlen, sich unter www.girls-day.de ein neues Angebot auszusuchen. Ein Gros der interessanten Angebote ist allerdings kurz vor dem Tag vergeben.

10.27 Uhr: Hotel-Auslastung in Berlin sinkt deutlich

Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus für das Gastgewerbe sind laut einer aktuellen Datenauswertung deutlich zu spüren. Durch die Absage der ITB sank die durchschnittliche Zimmer-Auslastung in Berlin auf rund 58 Prozent, zeigt eine Auswertung von Engel & Völkers Hotel Consulting. Dies entspreche einem Rückgang um 27 Prozentpunkte gegenüber der Auslastung im Vorjahr.

9.45 Uhr: Senat berät über weiteres Vorgehen bei anstehenden Großveranstaltungen

Angesichts einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus berät der Berliner Senat derzeit, wie mit anstehenden Großveranstaltungen umgegangen werden soll. Wir haben eine Auswahl an Terminen von Großveranstaltungen in Berlin zusammengestellt - darunter die Spiele von Hertha BSC, Union Berlin, Alba Berlin und eine Übersicht der größten Konzerte, Messen und weiterer Massenveranstaltungen in der Hauptstadt.

Eine Berlin-Vorschau für das gesamte Jahr 2020 als XXL-Grafik gibt es auch hier.

+++ Montag, 09.03.2020 +++

20.52 Uhr: Nach Coronavirus-Verdacht bis zu 2250 Menschen isoliert

Nach dem Coronavirus-Verdacht in Neustadt/Dosse befinden sich nach aktuellen Schätzungen bis zu 2250 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Abend mit. Die isolierten Menschen sind demnach über mehrere Landkreise Brandenburgs und weitere Bundesländer verteilt. Der Landkreis distanzierte sich damit zugleich von zuvor genannten deutlich höheren Zahlen. Der Amtsdirektor der Kleinstadt hatte von 4000 bis 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne gesprochen.

Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse), der Hort sowie Reitinternate bleiben vorsorglich bis einschließlich 17. März geschlossen. Dann endet die mögliche Inkubationszeit. Betroffen von der Quarantäne sind Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Angehörige. An der Schule lernen Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region. Sie kooperiert mit dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt und ist besonders beliebt, weil Reitsport im Unterricht angeboten wird.

Insgesamt 19 Personen, darunter Lehrer der Schule und Mitarbeiter des Gestüts, hatten am 2. März bei einer Beratung Kontakt mit einer Berlinerin, die mit dem Coronavirus infiziert ist. Sie erfuhr am vergangenen Freitag, dass sie infiziert ist. Das Gesundheitsamt ordnete am Sonntag die häusliche Isolation für unmittelbare Kontaktpersonen an. Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus lagen bislang noch nicht vor. Auch hätte keiner der Beratungsteilnehmer bisher Symptome einer Covid-19-Erkrankung, wie der Landkreis weiter mitteilte.

19.43 Uhr: Feuerwehrleute in Quarantäne

Im Zuge des Corona-Ausbruchs wurden auch zwei Feuerwehrleute unter Quarantäne gestellt. Wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr bestätigte, handelt es sich dabei um die Kollegen, die den ersten Infizierten in Mitte am Sonntag, den 1. März, transportiert haben. Beide seien dabei nicht ausreichend geschützt gewesen, da die erste medizinische Diagnose ein neurologisches Problem und keinen Corona-Fall nahe gelegt hätte. Die Diagnose wurde erst am Sonntagabend gestellt. Die Feuerwehrleute befänden sich zu Hause, wobei einer von ihnen im Berliner Umland lebe. „Wir stehen ständig mit den Kollegen im Kontakt“, sagte der Sprecher. "Es geht ihnen gut." Ein Test sei noch nicht durchgeführt worden. Das lege nahe, dass es keine Symptome gebe. Die zweiwöchige Quarantäne wurde vom Amtsarzt Mitte angeordnet, der die beiden Kollegen als Kontaktpersonen der Stufe I eingeordnet hat.

19.12 Uhr: Nur fünf Mitarbeiter bei Senats-Hotline

Die Behörden sind mit der Corona-Beratung der Berliner überfordert. Betroffene berichten von stundenlangen Wartezeiten sowohl bei der Beratungs-Hotline des Senates als auch in den sechs Beratungszentren. Kinderärzte verwiesen auf Gesundheitsämter und diese wieder zurück an die Ärzte. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) räumte am Montag Missstände ein. Zeitweise standen nur zwei Mitarbeiter für die Senats-Hotline zu Corona zur Verfügung. Inzwischen seien es fünf.

18.39 Uhr: Großer Andrang bei neuer Teststelle in Spandau

Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus haben auch das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und das Medizinische Versorgungszentrum Havelhöhe in Kladow reagiert und eine gemeinsame Corona-Ambulanz eingerichtet. Der Zulauf dort war am ersten Tag groß. „Erschreckend viele“, so formulierte es Harald Matthes, ärztlicher Leiter und Geschäftsführer im Gemeinschaftskrankenhaus, seien am ersten Tag gekommen. In den ersten zwei Stunden seien bereits 80 Menschen dort gewesen, danach seien es etwa 20 pro Stunde gewesen. Vor dem Haus 16, das sonst nicht in Betrieb ist und nun ausschließlich für die Teststelle genutzt wird, seien zwei Zelte aufgestellt worden. „Dennoch hatten wir die Situation, dass sich bis zu 30 Personen vor dem Haus aufgehalten haben“, so Matthes. Die Wartezeit habe aber bei unter einer Stunde gelegen.

Hervorgehoben wird auf der Internetseite des Krankenhauses, dass die Teststelle eigentlich nur für „begründete Verdachtsfälle“ gedacht sei. Daran hätten sich jedoch nicht alle gehalten: Nur 20 Prozent der Menschen, die zur Ambulanz gekommen sind, hätten Symptome gehabt und seien tatsächlich getestet worden. Die meisten Menschen seien einfach beunruhigt gewesen und hätten dann zum Teil frustriert reagiert, weil bei ihnen kein Test gemacht wurde. „Wer keine Symptome hat, bekommt keinen Abstrich“, stellt Matthes klar. Hintergrund dabei ist, so erklärt es der Arzt, dass die Inkubationszeit bei bis zu zwölf Tagen liege. Das heißt: Wenn jetzt ein Test gemacht wird und der negativ ist, könne der Patient trotzdem mit dem Coronavirus infiziert sein, so Matthes.

18.41 Uhr: Brandenburger Polizei sieht sich vorbereitet

Die Brandenburger Polizei ist nach Angaben von Innenminister Michael Stübgen (CDU) auf mögliche Einsätze wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorbereitet. „Wir haben bei uns im Ministerium das sehr leistungsfähige Koordinierungszentrum Krisenmanagement, was jederzeit aktiviert werden kann“, sagte Stübgen im Innenausschuss des Landtages in Potsdam. „Wann das der Fall sein wird, das kann man im Moment noch schwer abschätzen.“ Ausrüstung für Polizisten im Kontakt mit möglichen infizierten Personen sei ausreichend vorhanden. Ein Polizist, dessen Lebensgefährtin positiv getestet sei, sei derzeit in häuslicher Quarantäne.

18.31 Uhr: Touristen stornieren Reisen nach Berlin

Die Verunsicherung in Bezug auf das Virus scheint sich auch im Reiseverhalten niederzuschlagen. Die Ausflugsseite „GetYourGuide“ verbucht doppelt bis dreimal so viele Stornierungen bei den durch Touristen in Berlin geplanten Ausflügen und Attraktionen. Besonders bei Reisenden aus Belgien, der Schweiz, den USA und Italien habe sich die Stornierungen deutlich erhöht, teilt das Unternehmen aus Zürich und Berlin mit. Das habe die Berliner Kommunikationsagentur „Muxmäuschenwild“ von dem Internetanbieter für Ausflüge und Eintrittskarten erfahren. Bei Reisenden aus anderen Ländern habe sich das Stornierungsverhalten für Ausflüge und Aktivitäten in der Hauptstadt nicht verändert haben.

Derzeit würden generell weniger Reisen gemacht. Auch bei Ausflügen nach Berlin sei die Zahl gesunken. Vor allem das Interesse von Italienern (-90%), Spaniern (-53%) und Franzosen (-50%) liege unter den Prognosen durch „GetYourGuide“. Das Interesse von Deutschen (-28%) und Briten (-12%) für Aktivitäten in Berlin liege ebenfalls unter den Erwartungen, sie seien aber trotzdem noch die reisefreudigsten Nationen unter den Europäern, wenn es um das Interesse an Reiseaktivitäten in der Hauptstadt geht.

17.37 Uhr: Teltow sagt Kirschblütenfest

Das Kirschblütenfest in Teltow soll wegen der Ausbreitung des Coronavirus in diesem Jahr ausfallen. Nach der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hätten sich die Stadt und die Umweltinitiative „Teltower Platte“ dazu entschlossen, das „19. Japanische Kirschblütenfest Hanami“ am 26. April abzusagen, teilte die Stadt am Montag mit. Dazu wurden bis zu 10.000 Besucher erwartet. Die Stadt und die Umweltinitiative sind gemeinsam Veranstalter des Events auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Teltow und Lichterfelde.

Die Gesundheit der Bevölkerung habe absolute Priorität, erklärte Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD). Der Grund für die Absage des Kirschblütenfestes liegt laut Stadt auch daran, dass nicht genügend Hygienemöglichkeiten geschaffen werden könnten. Auch seien regelmäßig viele Touristen aus anderen Ländern dort unterwegs.

16.52 Uhr: Vorräte auch bei Berliner Tafel nach Hamsterkäufen geschrumpft

Wegen Hamsterkäufen aus Furcht vor dem Coronavirus sind in den vergangenen Tagen bei verschiedenen Tafeln bundesweit deutlich weniger Lebensmittel gespendet worden. „Vor allem aus Städten wie Berlin, Unna, Düsseldorf, aber auch aus Regensburg wurden uns Engpässe gemeldet“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur. Langsam normalisiere sich die Lage aber wieder. Die Engpässe hätten alle Warengruppen betroffen, auch frische Lebensmittel wie Brot, Obst und Gemüse und Molkereiprodukte, die bei den Tafeln einen Großteil des Angebots ausmachten.

Brühl appellierte an die Menschen in Deutschland, auch an solche Menschen zu denken, die wenig Geld hätten. „Diese Menschen haben kein Geld für Hamsterkäufe und eine Quarantäne würde sie wirklich treffen“, so Brühl. „Wer merkt, dass er zu viele Lebensmittel gekauft hat, kann sich gern an die Tafeln wenden und sie spenden“, so Brühl.

16.49 Uhr: Deutsche Bank sagt 150-Jahrfeier in Berlin wegen Coronavirus ab

Die Deutsche Bank sagt wegen des neuartigen Coronavirus ihre 150-Jahrfeier ab. Wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit könne das Geldhaus nicht am Festakt zum Jubiläum am 21. März festhalten, heißt es in einem Brief von Konzernchef Christian Sewing und Aufsichtsratschef Paul Achleitner an die Belegschaft. „Zum einen geht es selbstverständlich um die Gesundheit aller Beteiligten. Wir wollen nicht riskieren, dass unsere Gäste oder die Kolleginnen und Kollegen vor Ort sich anstecken“, heißt es in dem Schreiben, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Zum anderen ist eine verlässliche Planung angesichts der jüngsten Ereignisse in Deutschland und Europa so nicht mehr möglich.“

Die Entscheidung sei dem Management sehr schwer gefallen, lange habe man am Festakt in Berlin festgehalten. „Wir hätten es sehr gerne mit unserem Bundespräsidenten, den Berliner Philharmonikern und unseren Gästen gefeiert.“ Man prüfe nun, wie man das Jubiläum in der zweiten Jahreshälfte begehen könne.

Mit dem Festakt wollte Deutschlands größtes Geldhaus an die Gründung des Instituts vor 150 Jahren erinnern. Die Konzession erhielt die Deutsche Bank am 10. März 1870, elf Tage später tagte die erste Generalversammlung des neugegründeten Geldhauses.

16.45 Uhr: Erster Test: Ein Infizierter nach Kontakt mit Frankfurter Ärztin

Ein erster Test von Kontaktpersonen einer Berliner Ärztin des Klinikums Frankfurt (Oder) hat ergeben, dass vermutlich eine weitere Person infiziert ist. Das Zwischenergebnis von 61 Kontaktpersonen seien ein positiv getesteter Fall und sieben unklare Ergebnisse, sagte der Sprecher der Stadt Frankfurt (Oder), Uwe Meier, am Montag. Der positive Test werde nun noch einmal in der Charité in Berlin geprüft. Alle anderen Tests seien negativ. Auf Infektion geprüft wurden Familienangehörige, Mitarbeiter und Patienten. Zu welcher Gruppe die weitere vermutlich infizierte Person gehört und ob sie in Berlin oder Brandenburg gemeldet ist, war zunächst unklar. Die Ärztin zählt als Berliner Fall, weil sie dort wohnt.

16:41 Uhr: Viele Coronavirus-Infektionen durch Clubbesuch

Von den 48 bekannten Coronavirus-Infektionen in Berlin hängt nach Einschätzung der Behörden ein großer Teil mit einem Abend in einem Club zusammen. Nach einem positiven Test bei einem Gast des Clubs „Trompete“ im Stadtteil Tiergarten seien 16 weitere Infektionen bei Menschen nachgewiesen worden, die am gleichen Abend in dem Lokal waren, hieß es am Montag aus der Senatsverwaltung für Gesundheit. Es sei möglich, dass noch weitere, bisher nicht bekannte Fälle hinzukommen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronovirus gibt es hier.

16.31 Uhr: Potsdamer Schülergruppe nicht infiziert

Bei der Potsdamer Schülergruppe, die nach einer Ski-Reise in Südtirol auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, hat sich niemand infiziert. Das ist nach Angaben der Stadt das Ergebnis der Untersuchung aus dem Referenzlabor der Berliner Charité. Die Testergebnisse der 69 Jugendlichen, ihrer 22 Begleitpersonen sowie der zwei Busfahrer, die im Corona-Risikogebiet Südtirol unterwegs waren, seien negativ, hieß es am Montagnachmittag.

Damit ist den Angaben zufolge auch die häusliche Isolation aufgehoben. Alle Jugendlichen, Lehrer sowie Begleitpersonen können ihren Wohnbereich wieder verlassen und ab Dienstag auch wieder zur Schule gehen.

Die 93-köpfige Gruppe war am Sonnabend mit zwei Bussen von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes sowie des Klinikums Ernst von Bergmann in Empfang genommen worden und wurde dort getestet. Als präventive Maßnahme war vom Potsdamer Gesundheitsamt die häusliche Isolation angeordnet worden. Die Schüler waren am vorvergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen. Die Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamts hatte erklärt, einige Schüler hätten in ihrer Unterkunft in Südtirol Symptome eines Infekts gezeigt. Bei manchen Jugendlichen seien sie schon vor der Abreise aufgetreten.

16.14 Uhr: Reichstagskuppel wird geschlossen

Als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird ab Dienstag die Kuppel auf dem Reichstagsgebäude bis auf weiteres geschlossen bleiben. Das berichten "RedaktionsNetzwerk Deutschland" und der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Bundestagskreise. Den Entschluss habe das Parlamentspräsidium am Montagnachmittag getroffen. Außerdem sollen die Abgeordneten ab der kommenden Woche keine Besuchergruppen mehr aus ihren Wahlkreisen empfangen. Der aktuelle Sitzungsbetrieb sei davon aber zunächst nicht betroffen, heißt es. Plenum und Ausschüsse sollen nach wie vor tagen. Weitere Entscheidungen will die "Ad-hoc-Gruppe" aus Bundestagspräsidium und den Ersten Parlamentarischen Geschäftsführern, die in der vergangenen Woche eingesetzt wurde, von der aktuellen Entwicklung abhängig machen.

15.47 Uhr: Vivantes eröffnet zwei Corona-Teststellen

Am Montag hat auch Vivantes in Prenzlauer Berg und in Tempelhof zwei Teststellen eröffnet, an denen sich Menschen auf das Virus testen lassen können. „Es gab heute einen großen Zulauf von besorgten Menschen in den Abklärungsstellen Coronavirus von Vivantes“, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit. Vor Ort seien Ärzte, Pflegekräfte und Mitarbeiter aus der Administration von Vivantes sowie Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung gewesen, um Anamnese-Gespräche zu führen und notfalls Abstriche zu nehmen. Am Standort Prenzlauer Berg seien bis 15 Uhr über 120 Wartemarken ausgegeben, so die Sprecherin. Am Wenckebach-Klinikum in Tempelhof hätten sich mehr als 70 Personen testen lassen wollen.

15.09 Uhr: Grundschüler bleiben nach Klassenreise zwei Wochen zu Hause

Eine Schülergruppe der Tempelherren- und Mascha-Kaléko-Grundschule in Tempelhof-Schöneberg bleiben nach ihrer Rückkehr aus Südtirol zu Hause. Das zuständige Gesundheitsamt habe in Absprache mit Schulamt und Schulaufsicht verfügt, dass 30 Schülerinnen und Schüler nebst Begleitpersonen der Reise zwei Wochen lang zu Hause bleiben sollen, teilte die Senatsbildungsverwaltung auf Anfrage der Berliner Morgenpost mit. Von Krankheitssymptomen sei allerdings nichts bekannt, hieß es am Montag Nachmittag. Die Kinder waren am Freitag nach Berlin zurückgekehrt und sollten zunächst nur bis einschließlich Dienstag zu Hause bleiben.

Coronavirus in Berlin – Alle wichtigen Informationen, die Sie jetzt kennen sollten

13.57 Uhr: Etwa 5000 Menschen im Landkreise Neustadt (Dosse) in Quarantäne

Im Landkreis Neustadt (Dosse) haben die Behörden für etwa 5000 Menschen eine Quarantäne verfügt, wie der Amtsdirektor der Stadt, Dieter Fuchs, dem RBB sagte. Wegen der Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus blieben am Montag alle Schulen und ein Hort geschlossen. Auch die Amtsverwaltung mit etwa 30 Mitarbeitern sowie die Bibliothek bleiben dicht. Bis zum 17. März gilt für die Mitarbeiter Lehrer, Schüler und deren Angehörige häusliche Isolation. Mehrere Personen hatten demnach Kontakt zu einer Berliner Pferdezüchterin, bei der später eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde.

13.40 Uhr: Die Verzweiflung einer Mutter aus Reinickendorf

Eine Mutter aus Reinickendorf meldet sich am Montagvormittag verzweifelt in der Redaktion der Berliner Morgenpost. Ihr Kind sei krank von der Klassenfahrt zurückgekommen. Eine Woche lang war die 5. Klasse zum Skifahren in Bayern. Auf der Reise hätten viele Kinder schließlich Grippesymptome gezeigt. Ihre Tochter sei jetzt mit Husten, Fieber und Halsschmerzen zu Hause und sie versuche verzweifelt, Hilfe zu bekommen.

Der Kinderarzt habe gesagt, sie solle nicht in die Praxis kommen, die Senatsgesundheitsverwaltung verwies wiederum auf den Kinderarzt. Daraufhin wählte sie die Nummern 115 und 116, um einen Rettungswagen zu rufen. Aber nach mehr als eine Stunde in der Warteschleife, gab die Reinickendorferin auf. Auf erneute Nachfrage in der Senatsverwaltung, wohin sie sich denn wenden könne, riet man ihr, in die Notaufnahme der Charité zu kommen. „Aber ich kann doch nicht mit dem kranken Kind stundenlang in der Notaufnahme warten“, sagt die Mutter, die noch ein 15 Monate altes Baby zu betreuen hat. Sie habe zwar die nötigsten Medikamente zu Hause, aber jetzt auch große Zweifel am Krisenmanagement der Stadt. Letzten Endes bleibe ihr keine andere Wahl, als mit ihrer Tochter eine Arztpraxis aufzusuchen, um die Symptome abzuklären.

12.31 Uhr: Weitere Untersuchungsstellen für das Coronavirus nehmen Arbeit auf

Mehrere neu eingerichtete Untersuchungsstellen für das neuartige Coronavirus haben am Montag in Berlin die Arbeit aufgenommen. Zwei Einrichtungen des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes etwa eröffneten um 10 Uhr, wie eine Sprecherin bestätigte. Sie befinden sich in einem separaten Gebäude am Wenckebach-Klinikum in Tempelhof und in Räumlichkeiten des ehemaligen Klinikstandorts Prenzlauer Berg in der Fröbelstraße.

Auch am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Lichtenberg öffnete am Montag eine entsprechende Abklärungsstelle. Nach Angaben einer Kliniksprecherin hatte sich am Morgen eine kleine Schlange von Ratsuchenden vor dem separaten Haus gebildet. Eine extra Coronavirus-Ambulanz hat nun auch am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Spandau die Arbeit aufgenommen, wie eine Sprecherin des Krankenhauses bestätigte.

Die erste Untersuchungsstelle speziell für das Coronavirus hatte erstmals am vergangenen Dienstag an der Charité ihre Türen geöffnet. Alle Stellen laufen getrennt vom jeweiligen Klinikbetrieb. Bis auf die Spandauer Einrichtung haben alle Ambulanzen auch am Wochenende geöffnet. Die Stadt bittet auf ihrer Homepage Bürger, die fürchten, sich infiziert zu haben, zunächst die Hotline der Gesundheitsverwaltung zu wählen (+49 30 90 28 28 28; 8 Uhr bis 20 Uhr), um das weitere Vorgehen zu besprechen.

11.39 Uhr: Mittlerweile 65 Polizisten in Quarantäne

Bei der Polizei hat sich ein zweiter Beamter mit dem Corona-Virus infiziert. Der Beamte gehört der 35. Einsatzhundertschaft an, wie Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik mitteilte. In der Folge seien etwa 30 Beamte, die mit dem infizierten Kollegen Kontakt hatten, für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden.

Der infizierte Beamte hatte, wie sein Kollege, dessen Infektion bereits zuvor bekannt geworden war, am 29. Februar einen Abend in der Bar "Trompete" verbracht. Dort hatte er Kontakt zu einem Infizierten, bei dem er sich offenbar ansteckte. Wegen der nunmehr zwei bekannten Fälle von Infizierten in den Reihen der Polizei sind nun insgesamt rund 65 Beamte aus zwei Hundertschaften unter Quarantäne.

11.31 Uhr: Großveranstaltungen: Gesundheitssenatorin Kalayci für einheitliches Vorgehen

Nach der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen, hat sich Berlins Gesundheitssenatorin für ein bundesweit einheitliches Vorgehen ausgesprochen. Es wäre nicht gut, wenn solche Veranstaltungen in einem Bundesland stattfänden, in einem anderen aber nicht, sagte Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. In Berlin solle zunächst weiter unverändert jeder Veranstalter - unabhängig von der Teilnehmerzahl - eine Risikobewertung für seine Veranstaltung vornehmen. Zu Spahns Empfehlung laufe noch intern die Abstimmung.

11.20 Uhr: Zwei Berliner Polizisten mit Coronavirus in Bar "Trompete" infiziert

Zwei Berliner Polizisten haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Beide hätten sich bei einem Besuch in dem Berliner Club „Trompete“ angesteckt, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag. Der erste Fall war bereits am Sonnabend bekannt geworden. Mehr als 60 weitere Polizisten seien als Kontaktpersonen ihrer beiden Kollegen nun zu Hause in Quarantäne. Das habe eine Amtsärztin entschieden. Innensenator Andreas Geisel (SPD) betonte, die Polizei sei gut geschützt. Berlin sei weit von einem Katastrophenfall entfernt. „Ich weiß nicht, ob ein Land auf der Erde besser vorbereitet ist als Deutschland.“

11.07 Uhr: Opernsänger Volle in Kleinmachnow in Quarantäne

Der berühmte Opernsänger Michael Volle sitzt mit seiner Familie in Quarantäne zu Hause in Kleinmachnow bei Berlin fest. Er habe seit Anfang Februar an der Mailänder Scala für „Salome“ von Richard Strauss geprobt und dort im Ensemble Kontakt mit einem Kollegen gehabt, der positiv getestet worden sei, schilderte der Bariton am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“, wo er zugeschaltet war. „Dem habe ich einmal die Hand gegeben, ich habe mit ihm öfters zusammen mit den anderen Kollegen geprobt.“ Von der Scala sei er per E-Mail informiert worden. Daraufhin habe er sich an sein örtliches Gesundheitsamt gewandt, und die gesamte Familie mit zwei schulpflichtigen Kindern habe sich an der Charité in Berlin testen lassen. Volle (Jahrgang 1960) ist mit der Opernsängerin Gabriela Scherer verheiratet.

Am Donnerstagabend habe er erfahren, dass sie nicht infiziert seien. „Ich habe keinerlei Symptome“, sagte Volle bei „Anne Will“. Das Gesundheitsamt habe aber eine zweiwöchige Quarantäne verhängt. „Wir wissen nicht, was kommt, das ist kein gutes Gefühl“, sagte Volle.

10.53 Uhr: Senatorin - Ärzte sollen alle über 70-Jährigen impfen

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die niedergelassenen Ärzte aufgefordert, alle über 70 Jahre alten Patienten mit einer Doppelimpfung gegen Pneumokokken und die reguläre Grippe zu impfen. „Da müssen die Hausärzte jetzt wirklich mal raus und Hausbesuche machen“, sagte Kalayci. Sie hoffe, dass die Impfung älterer Menschen flächendeckend erfolgt. „Das hat einen großen Einfluss auf die Sterberate.“

10.16 Uhr: FDP befürchtet höhere Dunkelziffer an Infizierten in Berlin

Kritik am Vorgehen der Berliner Gesundheitsbehörden kam von der Opposition, aber auch von Seiten der Regierungsfraktionen. FDP-Gesundheitsexperte Florian Kluckert vermutet, dass die Zahl der Infizierten bereits deutlich höher liegt. „Wenn man nicht testet, kann man nichts finden“, sagte Kluckert. Er forderte, die Tests deutlich auszuweiten, um ein realistisches Bild zu erhalten. Die Grünen bezweifeln den Sinn der sechs Untersuchungszentren zur Corona-Diagnose. „Im Zweifel fahren Menschen mit Symptome mit der BVG dort hin, stellen sich in die Schlange und infizieren möglicherweise andere Menschen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Catherina Pieroth.

09.30 Uhr: Zahl der Infizierten in Berlin auf 48 gestiegen

In Berlin gibt es derzeit 48 bestätigte Corona-Fälle. „Die Dynamik ist sehr hoch, wir erwarten eine weitere Ausweitung des Virus“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag. „Über das Ausmaß und das Tempo kann niemand Voraussagen treffen.“ Das Zentrum der Infizierungen liegt den Angaben der Senatorin zufolge weiter im Westen und Süden Deutschlands. Bei einer gleichbleibenden Dynamik „rücken Verhältnisse wie in Italien näher“, sagte Kalalyci.

Übersicht der bisherigen Fälle des Coronavirus in Berlin:

  1. ein Mann in Mitte, derzeit isoliert und behandelt im Charité Campus Virchow Klinikum
  2. ein Mann in Marzahn-Hellersdorf, der auf Schulfahrt in Norditalien gewesen ist, derzeit isoliert und behandelt im Vivantes-Klinikum Neukölln
  3. eine Frau in Mitte, derzeit isoliert und behandelt im Charité Campus Virchow Klinikum
  4. ein Mann in Tempelhof-Schöneberg, zu Hause isoliert
  5. ein Mann in Neukölln, derzeit isoliert und behandelt im Vivantes-Klinikum Neukölln
  6. ein Mann in Mitte, zu Hause isoliert
  7. eine Frau in Friedrichshain-Kreuzberg, zu Hause isoliert
  8. eine Frau in Friedrichshain-Kreuzberg, zu Hause isoliert
  9. ein Mann in Pankow, zu Hause isoliert
  10. eine Schülerin aus Friedrichshain-Kreuzberg, häuslich isoliert
  11. ein Mann aus Friedrichshain-Kreuzberg, häuslich isoliert
  12. ein Mann in Reinickendorf, isoliert
  13. eine Frau aus Pankow, isoliert
  14. ein Mann aus Pankow, isoliert
  15. eine Frau aus Tempelhof-Schöneberg
  16. eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf
  17. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf
  18. eine Frau aus Reinickendorf, isoliert
  19. eine Frau aus Reinickendorf, isoliert
  20. eine Frau aus Pankow, derzeit häuslich isoliert
  21. eine Frau aus Tempelhof-Schöneberg, derzeit häuslich isoliert
  22. ein Mann aus Mitte, isoliert
  23. ein Mann aus Mitte, isoliert
  24. eine Frau aus Mitte, isoliert
  25. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  26. ein Mann aus Neukölln, isoliert
  27. eine Frau aus Mitte, isoliert
  28. ein Mann aus Tempelhof-Schöneberg, derzeit häuslich isoliert
  29. eine Frau aus Mitte, derzeit häuslich isoliert
  30. ein Mann aus Tempelhof-Schöneberg, isoliert
  31. ein Mann aus Steglitz-Zehlendorf, isoliert
  32. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  33. ein Mann aus Steglitz-Zehlendorf, isoliert
  34. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  35. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  36. eine Frau aus Pankow, isoliert
  37. ein Mann aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  38. ein Mann aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert
  39. eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  40. eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf, isoliert
  41. eine Frau aus Steglitz-Zehlendorf, isoliert
  42. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  43. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  44. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  45. eine Person aus Friedrichshain-Kreuzberg, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  46. ein Mann aus Lichtenberg, isoliert
  47. eine Person aus Spandau, isoliert (noch ohne Daten zur Person)
  48. eine Person aus Spandau, isoliert (noch ohne Daten zur Person)

Eine besondere Herausforderung kommt nach Angaben der Gesundheitssenatorin den Gesundheitsämtern zu. In jedem Bezirk soll ein Pool von 50 Mitarbeitern gebildet werden, der bei Bedarf von den Gesundheitsämtern abgerufen und eingesetzt werden kann. Die Gesundheitsämter identifizieren derzeit die Kontaktpersonen der 48 infizierten Personen, isolieren sie und übernehmen die medizinische Betreuung in der häuslichen Isolation.„Das heißt im Umkehrschluss, dass andere Dinge in den Bezirksämtern liegen bleiben“, sagte Kalayci. „Das Umschichten von Personal wird spürbar sein.“

Bei steigenden Infiziertenzahlen würden künftig nicht mehr alle Personen getestet, sondern nur noch Betroffene, die Symptome zeigen, kündigte Kalayci an. Während in den ersten Tagen alle Kontaktpersonen auf das Corona-Virus getestet wurden, könne das Gesundheitssystem das nun nicht mehr leisten. Kalayci bedauerte den Personalmangel in den bezirklichen Gesundheitsämtern. Der Hauptpersonalrat habe aber leider lange die außertarifliche Bezahlung von Ärzten abgelehnt. Hätte die Personalvertretung den Widerstand früher aufgegeben, wären die Gesundheitsämter jetzt besser ausgestatttet.

Das größte Problem stellt nach Angaben der Gesundheitssenatorin die Beschaffung von Schutzkleidung dar. „Es herrscht Knappheit, da ist eine Nervosität da“, sagte Kalayci. Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Exportstopp für Schutzkleidung verhängt. Berlin wird die Beschaffung künftig zentral für die Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Polizei und Feuerwehr übernehmen. Wie viel Schutzkleidung verfügbar sei, ist derzeit noch offen, da sie weltweit nachgefragt sei.

Derzeit gibt es in Berlin drei Fahrdienste für Menschen mit Behinderung, die im Verdachtsfall zu Hause besucht und abgeholt werden können. „Hier ist mehr möglich, ich hoffe, dass der Dienst ausgeweitet wird“, sagte Kalayci.

08:47 Uhr: Sechs Infizierte - Brandenburger Innenausschuss tagt

Der Innenausschuss des Brandenburger Landtags kommt am Montag zu einer Sondersitzung zusammen. In Brandenburg ist die Zahl der mit dem neuartigen Virus (Sars-CoV-2) Infizierten bis zum Sonntagabend auf sechs gestiegen, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. In einem der neuen Fälle hat sich ein Mann aus dem Landkreis Teltow-Fläming vermutlich im Ski-Urlaub in Südtirol angesteckt. Er befindet sich nach Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes in häuslicher Isolation.

Ein weiterer Fall wurde aus dem Havelland gemeldet. Dort handelt es sich um einen 77-Jährigen, der in Österreich im Urlaub war. Er ist gemeinsam mit seiner Ehefrau ebenfalls häuslich isoliert. Die jeweiligen Gesundheitsämter ermitteln nun die Kontaktpersonen der Erkrankten.

Unterdessen werden am Montag im Landkreis Ostprignitz-Ruppin die Ergebnisse von 19 auf das Coronavirus getesteten Personen erwartet. Darunter sind Lehrer einer Gesamtschule in Neustadt (Dosse). Sie hatten Anfang März Kontakt zu einer auf das Coronavirus positiv getesteten Berlinerin. Vorsorglich wurden die Prinz-von-Homburg-Schule mit angeschlossener Grundschule und Förderschule sowie zwei Internate geschlossen.

08:24 Uhr: Auch in Spandau kann man sich jetzt testen lassen

Ab diesem Montag gibt es in Spandau eine neue Möglichkeit für Menschen, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Kladow und das Medizinisches Versorgungszentrum Havelhöhe reagieren auf die Ausbreitung des Virus und richten eine neue Corona-Ambulanz ein. Dort sollen montags bis freitag zwischen 9 und 20 Uhr "begründete Verdachtfälle" auf das Virus getestet werden, wie es auf der Internetseite des Krankenhauses heißt. Die Tests finden auf dem Campus Havelhöhe im Haus 16 statt, dort werden auch extra Parkplätze zur Verfügung gestellt. Erreichbar ist die Ambulanz telefonisch unter 030/36501- 7222.

+++ Sonntag, 08.03.2020 +++

Senat stellt mögliche kurzfristige Hilfen für die Wirtschaft vor

Am Montag findet auf Einladung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) bereits zum zweiten Mal ein Treffen mit Spitzenvertretern der Berliner Wirtschaft statt, um über die wirtschaftlichen Auswirkungen zu sprechen. Bei dem Treffen vergangene Woche war deutlich geworden, dass kurzfristiger Liquiditätsbedarf in Berlin vor allem in Branchen rund um Messe und Tourismus besteht. Diesmal soll vorgestellt werden, welche kurzfristigen Hilfen bei krisenbedingten Liquiditätsproblemen das Land Berlin jetzt schon anbieten kann, sagte die Senatorin. „Mit der Investitionsbank Berlin haben wir geprüft, inwieweit der etablierte Liquiditätsfonds angepasst werden kann, um in der jetzigen Situation zu helfen“, so Pop.

Bislang seien dort das Beherbergungsgewerbe und die Gastronomie ausgeschlossen. „Dies können und wollen wir ändern, um schnell handlungsfähig zu sein.“ Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Wirtschaftsminister der Länder nach Berlin eingeladen, um Maßnahmen zu erörtern und ein gemeinsames Handeln auch gegenüber der EU zu vereinbaren. An die deutschen Unternehmer gewandt, sagte Altmaier im ZDF: „Wir lassen euch nicht im Stich. Wir werden euch helfen, diese schwere Zeit zu überbrücken.“

21.23 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg steigt auf sechs

In Brandenburg ist bei zwei weiteren Menschen das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag mit. Insgesamt gab es damit bis zum Abend sechs bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2 im Land. Zudem sei eine in Frankfurt/Oder arbeitende Frau infiziert, die aber in Berlin gemeldet sei.

Bei den am Sonntagabend bekannt gewordenen Fällen handelt es sich um einen Mann aus dem Landkreis Spree-Neiße, der zuvor eine Reise nach Italien unternommen hatte. Außerdem sei eine Frau aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz positiv getestet worden

14 Uhr: In Brandenburg gibt es jetzt vier bestätigte Corona-Fälle

In Brandenburg haben sich zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Demnach handelt es sich um einen Mann aus Teltow-Fläming, der sich mutmaßlich im Ski-Urlaub in Südtirol angesteckt hat. Er befindet sich nach Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes in häuslicher Isolation. Ein weiterer Fall wurde aus dem Havelland gemeldet. Dort handelt es sich um einen 77-jährigen Mann, der in Österreich im Urlaub war. Er sei gemeinsam mit seiner Ehefrau ebenfalls häuslich isoliert. Die jeweiligen Gesundheitsämter ermitteln nun die Kontaktpersonen der Erkrankten.

Brandenburg hat damit derzeit vier offiziell bestätigte Corona-Fälle, wobei eine der infizierten Personen in Berlin-Reinickendorf lebt und nur aufgrund ihres Hauptwohnsitzes im Havelland als Brandenburger Fall gezählt wird.

13.40 Uhr: Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Berlin steigt auf 40

Die Senatsgesundheitsverwaltung hat am Sonntag 40 Fälle des Coronavirus bestätigt. Die meisten der neuen Fälle sollen in Verbindung mit bereits bestätigten Fällen stehen. Die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt, kontaktiert und isoliert.

12.10 Uhr: Hotelbranche in Brandenburg mit Einbußen wegen Corona

Die Hotel- und Gaststättenbranche in Brandenburg rechnet nach Angaben des Fachverbands Dehoga mit Einbußen als Folge des Coronavirus. „Es gibt auch Stornierungen in Brandenburg“, sagte Hauptgeschäftsführer Olaf Lücke. Grund dafür seien vor allem Absagen von Veranstaltungen. In Potsdam wurde die Job- und Ausbildungsmesse „JOBinale“ am 11. März gestrichen. Dazu waren mehr als 5000 Besucher erwartet worden.

9 Uhr: Luftfahrtmesse ILA wird trotz Corona stattfinden

Trotz des Coronavirus wird die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) im Mai in Schönefeld stattfinden, sagte ein Messesprecher. Das Interesse der Aussteller sei ungebrochen. „Wir werden über 1000 Aussteller und 50 Konferenzen haben“, sagte der Sprecher. Er versicherte, den Auflagen und Empfehlungen der Gesundheitsämter zu folgen. Die ILA ist vom 13. bis 17. Mai auf dem Messegelände in Selchow am Rande des neuen Hauptstadtflughafens BER geplant. Im vergangenem Jahr lockte sie 180.000 Besucher an.

Coronavirus in Berlin - Wichtige Informationen im Überblick:

8 Uhr: Schulen in Neustadt/Dosse schließen - Reitlehrer unter Corona-Verdacht

Weil Lehrer einer Gesamtschule in Neustadt (Dosse) Kontakt zu einer auf den Coronavirus (COVID-19) positiv getesteten Berlinerin hatten, sind Einrichtungen vorsorglich geschlossen worden. Das teilten Schule und der Landkreis (Ostprignitz-Ruppin) am Sonntag mit. Demnach handelt sich um die Prinz-von-Homburg-Schule mit angeschlossener Grundschule sowie der Förderschule. Auch die Reitinternate Mühle Spiegelberg und Schloss Spiegelberg bleiben bis einschließlich 17. März 2020 geschlossen. Das Gesundheitsamt des Landkreises habe sich hierzu mit dem Staatlichen Schulamt und dem Amt Neustadt (Dosse) verständigt, hieß es. Die Schulen werden von insgesamt 730 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region besucht.

Zuvor war bekannt geworden, dass drei Reitlehrer des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts Neustadt unter Verdacht stehen, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Sie sollen Kontakt zu einer mit dem Virus infizierten Pferdezüchterin aus Berlin gehabt haben. Die Schulen und das Gestüt arbeiten eng zusammen.

+++ Samstag, 07.03.2020 +++

22.25 Uhr: Amtsärztin: Infizierter Polizist hatte direkten Kontakt zu 35 Kollegen

Der mit dem Coronavirus infizierte Berliner Polizist hatte unmittelbaren Kontakt zu 35 weiteren Kollegen. Wie die Berliner Polizei am Sonnabendabend twitterte, sei dies die Bewertung der zuständigen Amtsärztin. Die Kontaktpersonen würden in unterschiedlichen Dienststellen arbeiten. Sie seien informiert worden, auch über die weiteren Schritte und die Quarantäne, wie es weiter hieß.

18 Uhr: Weiterhin Hamster-Käufe in Berliner Supermärkten

Aus Angst vor dem Coronavirus scheinen viele Berliner immernoch, Hamsterkäufe zu tätigen. Wie hier in einem Supermarkt an der Schnellerstraße in Niederschöneweide fehlen zahleiche Produkte in den Regalen. Besonders begehrt: Toilettenpapier.

15.37 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf 28

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat vier weitere Corona-Fälle in Berlin bestätigt. Es handelt sich um drei Männer und eine Frau. Der 28. Infizierte ist ein Polizist aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Er befindet sich in häuslicher Isolation. Der Beamte habe sich nicht im Dienst infiziert und gehöre der 32. Einsatzhundertschaft an, hieß es. Diese sei aktuell in ihrer Unterkunft, der Dienstbetrieb nicht eingeschränkt.

15.27 Uhr: Gewerkschaft der Polizei - "Das kann potentiell 100 Kräfte außer Gefecht setzen"

Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, sagte am Sonnabend der Morgenpost über den Corona-Fall bei der Berliner Polizei: „Wir haben am frühen Nachmittag davon erfahren, dass sich in der 32. EHu (Einsatzhundertschaft, Anm. d. Red.) ein Corona-Verdacht bestätigt hat. Wir erwarten, dass die Polizeiführung transparent und stets aktuell über die Entwicklung informiert und unverzüglich entsprechende Maßnahmen trifft, um den Kreis an Betroffenen möglichst gering zu halten." Dazu gehöre auch, Dienstpläne flexibler zu gestalten und die Einsätze auf die Kernaufgaben der Bereitschaftspolizei zurückzufahren. "Wenn wir innerhalb einer Hundertschaft einen Fall haben, legt das potenziell 100 Kräfte außer Gefecht, so dass wir in den nächsten Wochen Einsätze wenn möglich eher mit kleineren Einheiten durchführen sollten." Darüber hinaus müsse alles unternommen werden, um die Ausstattung der Polizisten mit Schutzausstattung auch für die nächsten Wochen ohne Einschränkung zu sichern.

15.09 Uhr: Berliner Polizist mit Coronavirus infiziert

Ein Berliner Polizist aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das schreibt die Berliner Polizei am Sonnabendnachmittag beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Er hat sich nicht im Dienst angesteckt", so die Polizei. Die 32. Einsatzhundertschaft, zu der der Beamte gehört, sei aktuell in ihrer Unterkunft. Die Dienstbetrieb sei nicht eingeschränkt. Wie die Morgenpost erfuhr, sollte die Hundertschaft eigentlich beim Bundesliga-Spiel zwischen Hertha BSC und Werder Bremen am Sonnabendnachmittag im Olympiastadion im Einsatz sein. An ihrer Stelle wird jetzt eine andere Hundertschaft eingesetzt.

14.05 Uhr: Volleys-Manager sieht keinen Anlass zur Panik

Berlin Volleys-Manager Kaweh Niroomand sieht trotz des grassierenden neuartigen Coronavirus keine Gefahr für die Austragung von Volleyball-Spielen. „In erster Linie richten wir uns nach den Anweisungen der Behörden wie das Gesundheitsamt und warten ab, was man uns empfiehlt“, sagte Niroomand, der gleichzeitig Sprecher der Berliner Profivereine ist, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden die möglichen Risiken beachten, aber nicht gleich in Panik verfallen und das öffentliche Leben außer Kraft setzen. Dazu besteht derzeit kein Anlass.“

12.35 Uhr: 94 Flaschen Desinfektionsmittel aus Berliner Polizeiakademie gestohlen

Selbst bei der Berliner Polizei haben es Diebe auf Desinfektionsmittel abgesehen. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, sind 94 Flaschen mit der in Coronavirus-Zeiten besonders wertvollen Flüssigkeit auf dem Gelände der Berliner Polizeiakademie in Ruhleben gestohlen worden.

11.00 Uhr: Zahl der bestätigten Fälle in Berlin steigt auf 24

Laut Robert-Koch-Institut sind über Nacht fünf neue Corona-Fälle in Berlin bestätigt worden. Die Zahl der infizierten Personen liegt damit bei 24. Nähere Informationen zu den fünf neuen Fällen gibt es noch nicht.

10.30 Uhr: Berliner Firmen leider besonders unter Coronavirus

Das Coronavirus belastet die Wirtschaft, und in Berlin sind die Sorgen besonders groß. „Zwei von drei Unternehmen leiden bereits unter Geschäftseinbußen“, teilte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Jan Eder, der Deutschen Presse-Agentur mit. „Mehr als 50 Prozent der Unternehmen fürchten angesichts der dynamischen Entwicklung, dass auf Jahressicht der Umsatz im zweistelligen Prozentbereich sinken könnte."Damit sind die Berliner Unternehmen deutlich pessimistischer als andere, wie eine bundesweite Umfrage der Kammern ergab.

08.30 Uhr Atemschutzmasken aus Kinderintensivstation gestohlen

Eine Sprecherin der Charité hat einen Bericht des RBB dementiert, wonach eine komplette Lkw-Ladung für die Charité bestimmte Atemschutzmasken gestohlen worden sei. Richtig sei dagegen, dass aus der Kinderintensivstation des Virchow-Klinikums große Mengen Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel, Handschuhe und Schutzkleidung gestohlen wurden. Betroffen sei auch eine Station, auf der schwer krebskranke Kinder behandelt werden. Die Charité werden Vorkehrungen treffen, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholten, sagte die Sprecherin weiter.

08.14 Uhr: Komplette Schülergruppe aus Potsdam wird auf Coronavirus getestet

Eine Reisegruppe von Schülern und Lehrern aus Potsdam ist von einem Südtirol-Skiurlaub zurückgekehrt und am Samstag am Gesundheitsamt der Stadt eingetroffen. Die Rückkehrer sollten auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) getestet werden. Zwei Reisebusse fast mit 70 Jugendlichen von drei Schulen, 17 Begleitpersonen und zwei Busfahrern fuhren auf das Gelände des Klinikums Ernst von Bergmann.

Die Schüler-Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen. Die Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamts hatte erklärt, einige Schüler hätten in ihrer Unterkunft in Südtirol Symptome eines Infekts gezeigt. Bei manchen Jugendlichen seien sie schon vor der Abreise aufgetreten.

+++ Freitag, 06.03.2020 +++

22.35 Uhr: Brandenburg meldet zweiten Corona-Fall - Frau lebt in Berlin

Den Brandenburger Behörden ist eine zweite Ansteckung mit dem Coronavirus gemeldet worden. Es handelt sich um eine im Havelland gemeldete Frau, die allerdings mit ihrem Lebenspartner in Berlin-Reinickendorf lebt, wie das Gesundheitsministerium am Freitagabend mitteilte. Die 43-Jährige und ihr Ehemann wurden demnach beide positiv auf das Virus getestet; sie kamen in häusliche Isolation.

Eine Befragung der Frau ergab den Informationen des Ministeriums zufolge, dass sie in dem für die Infektion relevanten Zeitraum keinen Kontakt zu Menschen im Havelland gehabt hat. Das Paar hatte in Berlin Besuch aus Nordrhein-Westfalen und Hessen. Bei zwei Besuchern hatte sich demnach eine Corona-Infektion herausgestellt.

19.51 Uhr: Coronavirus: Hinweise zur Berliner Bürger-Hotline

Die Berliner Gesundheitsverwaltung bittet darum, nur in wichtigen Fällen die Coronavirus-Hotline (030 90 28 28 28) zu nutzen. Derzeit komme es wegen vieler Anrufe zu Wartezeiten. Die Hotline sei vor allem gedacht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, die Krankheitszeichen vorweisen. Hinzu kommen Personen, die Kontakt zu einem Corona-Kranken hatten. Die Gesundheitsverwaltung weist darauf hin, dass neben der Hotline auch der Hausarzt angerufen werden könne, mit dem dann das weitere Vorgehen besprochen werden könne. Außerdem teilt die Gesundheitsverwaltung mit, dass viele Bundesländer mittlerweile selbst Hotlines anbieten würden. Betroffene sollten sich an die Hotline des eigenen Wohnortes wenden.

18.35 Uhr: Von Bangkok lernen? Wie asiatische Länder gegen das Coronavirus kämpfen

In vielen Teilen der Welt wird konsequenter gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgegangen. Das ist zumindest der Eindruck, wenn man zum Beispiel in der thailändischen Hauptstadt Bangkok unterwegs ist. Dort messen vor Einkaufscentern Sicherheitsmitarbeiter bei Besuchern die Körpertemperatur mit Infrarot-Messgeräten. Ein Angebot, das sich viele deutsche Touristen auch in ihren Heimatstädten wünschen würden. Personenbezogene Kontrollen, also etwa das Messen der Temperatur mit Infrarotgeräten, seien in Deutschland aber weder üblich noch nach Experteneinschätzung sinnvoll, so der Handelsverband Berlin-Brandenburg. Lesen Sie hier, wie man in Bangkok gegen das Coronavirus kämpft.

18.02 Uhr: Schutzkleidung aus Berliner Kliniken gestohlen

Sowohl in der Charité als auch in den Berliner Vivantes-Kliniken ist seit der Berichterstattung über das neue Coronavirus Schutzkleidung gestohlen worden. Vereinzelt seien bereits Diebstähle von Schutzmasken vorgekommen, sagte Vivantes-Sprecher Daniel Segal am Freitag. Mitarbeiter seien zu erhöhter Achtsamkeit angehalten, es gehe um die Versorgungssicherheit.

Die Charité bestätigte Medienberichte, nach denen in den vergangenen Tagen sowohl Desinfektionsmittel als auch Schutzkleidung entwendet wurden. Es seien mittlerweile interne Vorkehrungen getroffen worden, damit sich das nicht wiederholt. Nach den Berichten verschwand sogar Schutzkleidung aus einer Intensivstation, wo krebskranke Kinder behandelt werden.

16.34 Uhr: Nun 19 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Berlin

In Berlin sind derzeit 19 Fälle des Coronavirus bestätigt. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitagnachmittag mit. Alle Betroffenen seien sofort häuslich isoliert worden. Die meisten der neuen Fälle stünden in Verbindung mit bereits bestätigten Fällen, hieß es weiter. Die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt, kontaktiert und isoliert.

16.20 Uhr: Charlottenburger Restaurant kurzzeitig geschlossen

Das Charlottenburger Restaurant "Zwiebelfisch" hatte am Freitag für etwa vier Stunden geschlossen. Wie Wirt Hartmut Volmerhaus der Berliner Morgenpost auf Anfrage sagte, habe man die Nachricht erhalten, ein Gast vom Wochenende sei am Coronavirus erkrankt. Deshalb habe man am Freitagvormittag fürsorglich geschlossen und auf Information vom Gesundheitsamt gewartet. Das gab jedoch Entwarnung: Eine Schließung sei unnötig. Das Restaurant sei wieder ganz normal geöffnet, so Volmerhaus.

14.58 Uhr: Goldene Kamera in Berlin verschoben

Die für den 21. März geplante Goldene Kamera wird wegen einer möglichen Gefährdung durch das Coronavirus verschoben. Die Funke Mediengruppe hat diese Entscheidung auf Grundlage der Risikobewertung von Großveranstaltungen des Robert-Koch-Instituts und der Empfehlungen des Krisenstabs der Bundesregierung in Abstimmung mit dem ZDF und den Partnern der Veranstaltung getroffen.

14.32 Uhr: ICE von Berlin nach Hannover wegen Coronavirus-Verdachtsfall gestoppt

Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls ist am Freitagnachmittag ein ICE in Braunschweig gestoppt worden. Der Zug war von Berlin nach Hannover unterwegs. Es gehe laut einem Sprecher der Bundespolizei um einen Mann, der Anzeichen für eine mögliche Coronavirus-Infektion aufwies. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die anderen Reisenden des ICE mussten in andere Züge umsteigen. Der ICE konnte nicht weiterfahren, da der Zugführer direkten Kontakt zu dem Mann hatte.

Lesen Sie auch: Coronavirus: Außenministerium warnt Deutsche vor Kreuzfahrten

14.08 Uhr: Infizierter Mann war im Club "Trompete" - Kontaktpersonen gesucht


Die Gesundheitsbehörde sucht nach Personen, die möglicherweise Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Mann aus Reinickendorf hatten. Der Fall Nr. 12 war am Donnerstag offiziell bestätigt worden, der Mann steht unter häuslicher Quarantäne. Er hatte am 29. Februar den Club "Trompete" am Lützowplatz in Tiergarten besucht.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung appeliert an die Kontaktpersonen: "Wenn Sie am Samstag, den 29.02.2020 Gast im Club 'Trompete' in Mitte waren, bleiben Sie bitte zu Hause. Bitte informieren Sie zudem das Gesundheitsamt Mitte via Mail: corona@ba-mitte.berlin.de. Schicken Sie über diese Mail-Adresse dem Gesundheitsamt Mitte auch Ihre Wohnadresse. Die Informationen werden dann an die zuständigen Amtsärzte der jeweiligen Bezirke weitergeleitet."

09.37 Uhr: Zahl der Blutspenden sinkt

Die Zahl der Blutspender beim DRK geht zurück. Aktuell verzeichne man in dieser Woche einen Rückgang von bis zu 20 Prozent, sagt Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes. Das betreffe Spender in Berlin und Brandenburg, die einen Termin hatten, aber nicht erschienen sind. „In Vorbereitung auf eine mögliche weitere Ausbreitung des SARS-CoV-2 sind wir in der jetzigen Frühphase bestrebt, unsere Reserven aufzustocken und rufen ausdrücklich zur Blutspende auf“, so Tonn. Der Bedarf aus den Kliniken steige derzeit. Blutpräparate seien nur sehr kurz haltbar, deshalb müsse kontinuierlich gespendet werden.

„Das Wichtigste ist: Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden, und es wäre wichtig, dass die Blutspendetermine jetzt gut besucht werden“, erklärt der Geschäftsführer. Das DRK hat aber einige weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: So müssen sich die Blutspender beim Betreten der Spenderräume die Hände mit dem dort bereitgestellten Desinfektionsmittel desinfizieren. Potentielle Spender, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind oder Kontakt mit an Corona Infizierten hatten, werden gebeten, nicht zu den Blutspendeterminen zu kommen.

Die Blutspenden werden derzeit noch nicht auf das Corona-Virus untersucht. „Eine Testung ist von der zuständigen Bundesoberbehörde bislang nicht vorgeschrieben. Die DRK-Blutspendedienste bereiten sich dennoch auf mögliche Maßnahmen vor“, sagt Torsten Tonn.

Laut dem Bayerischen Roten Kreuz gebe es für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte bislang keine Hinweise.

08.32 Uhr: 15 bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin

In Berlin sind mittlerweile 15 Coronavirus-Fälle bekannt geworden. Das bestätigte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitagmorgen. „Von weiteren Fällen wissen wir derzeit noch nichts“, hieß es aus der Pressestelle um 8.30 Uhr. Sobald es neue Informationen gäbe, würden sie sofort bekannt gegeben. Man sammle jeden Tag alle Informationen.

05.01 Uhr: Amtsarzt zu Coronavirus: Kontaktpersonen-Suche war bei Masern bisher schwieriger

Für einen Berliner Amtsarzt waren große Masern-Ausbrüche in der Hauptstadt bisher schwieriger zu handhaben als das neue Coronavirus. Die Suche nach infizierten Masernpatienten sei „ungleich viel komplizierter“ gewesen, sagte Patrick Larscheid, Amtsarzt in Reinickendorf. Denn viele Menschen hätten sich nur vorübergehend in Berlin aufgehalten. „Wir hatten Sprachbarrieren, wir hatten Verständnisbarrieren. Das war aufwendig.“ Die aktuelle Situation habe in Berlin „längst noch nicht diese Dimension erreicht“.

Aus Larscheids Sicht wird die Ermittlung von Kontaktpersonen aber auch mit steigender Fallzahl von Coronavirus-Infizierten erst einmal nicht zum Problem werden: „Es ist aufwendig, aber nicht schwierig“, sagte der Mediziner. „Da ist es dann einfach so, dass ich mir sukzessive immer mehr Leute dazu hole. Das kann ich eine Weile leisten, und das ist für uns auch Tagesgeschäft.“ Berliner Ärzte seien mit einer solchen Situation unter anderem durch den großen Masernausbruch in den Jahren 2014 und 2015 vertraut. „Da sind auch zahlreiche Kontaktpersonen zu ermitteln gewesen. Und bei den Masern ist es so, dass sie im Gegensatz zu dieser Geschichte hier bedeutend ansteckender sind.“

01.02 Uhr: Chef-Virologe: RKI kann Quarantäne-Regeln nicht mehr komplett umsetzen

Nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten sollte das Robert Koch-Institut die Quarantäne-Empfehlungen zum Coronavirus für medizinisches Personal lockern. „Wenn wir das gesamte medizinische Personal, das mit Infizierten Kontakt hatte, in Quarantäne schicken, bricht die medizinische Versorgung für die Bevölkerung zusammen. Nicht nur für Corona-Patienten, sondern auch für alle anderen“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Die Charité werde die Empfehlungen nicht mehr 1:1 umsetzen, kündigte Drosten an. Es sei notwendig, dass das RKI seine Empfehlungen „nach und nach“ der Realität anpasse, so der Experte. Virologen der Universitätskliniken diskutierten über mögliche Lösungen. „Denkbar wäre, das gesamte Personal einer Ambulanz jeden Tag zu testen. Dann würden Pfleger oder Ärzte maximal einen Tag nach einer Infektion noch arbeiten, bevor wir sie in Quarantäne schicken könnten.“ In dieser Zeitspanne wären die Betroffenen wahrscheinlich noch nicht ansteckend.

+++ Donnerstag, 05.03.2020 +++

20.03 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Berlin steigt auf 15

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Berlin ist nach einem Bericht des Senders RBB auf 15 gestiegen. Demnach gebe es zwei neue Fälle von Infektionen, wie die Gesundheitsverwaltung dem Sender bestätigt habe, hieß es am Donnerstagabend. Ob die beiden neuen Fälle mit bislang bekannten zusammenhingen, war zunächst unklar. Zuletzt waren 13 Fälle von Infizierten mit dem Erreger Sars-CoV-2 offiziell bekannt.

18.34 Uhr: CDU-Politikerin Behrends: Milchpulver für Babys in Berlin knapp

Die Berliner CDU-Politikerin Janna Behrends berichtet beim Kurznachrichtendienst Twitter, dass sie Probleme beim Kauf von Milchpulver für Babys habe. Sie sei in fünf Drogeriemärkten gewesen und habe ihr Standard-Pulver dort nicht erhalten. Ersatzsorten wolle das Baby aber nicht trinken. "Das schreiende Kind hätte ich am liebsten bei den Hamsterkäufern abgegeben", schreibt sie.

16.49 Uhr: Jobmesse in Potsdam als Folge des Coronavirus abgesagt

Die Job- und Ausbildungsmesse „JOBinale“ in Potsdam am 11. März ist wegen des Coronavirus abgesagt. Das teilte die Arbeitsagentur am Donnerstag mit. Es hieß, die Veranstalter seien sich einig, dass eine Großveranstaltung wie diese mit erwartungsgemäß mehr als 5000 Besuchern keinen Messebetrieb rechtfertige. Laut Agentur für Arbeit hatten sich mehr als 60 Unternehmen in zwei Messehallen angemeldet. Mehr als 6000 Arbeits- und Ausbildungssuchende seien zum Messebesuch eingeladen worden.

16.12 Uhr: Sogar im Berliner Abgeordnetenhaus werden Desinfektionsmittel gestohlen

Diebe haben auf der Suche nach Desinfektionsmitteln jetzt auch im Berliner Abgeordnetenhaus (AGH) zugeschlagen. In den vergangenen Tagen seien verstärkt Flaschen aus den Spendern in den Waschräumen entwendet worden, twitterte das AGH. Darauf wurden, so zeigt es der FDP-Abgeordnete Bernd Schlömer in einem Video, die Flaschen mit Metallwinkeln gesichert.

16.10 Uhr: Campus-Messe für duale Studiengänge abgesagt

Der Tag des Dualen Studiums am 12. März 2020 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin findet nicht statt. Das gab die Hochschulleitung am Donnerstag bekannt. Aus Präventionsgründen und wegen der zunehmenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben die Leitung der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin und die Dekanatsleitung des Fachbereichs Duales Studium entschieden, die größte Campus-Messe rund ums duale Studium abzusagen.

15.58 Uhr: Handydaten zur Ermittlung von Corona-Kontaktpersonen?

Wissenschaftler denken bei möglichen Eindämmungsstrategien für das neue Coronavirus auch über die Nutzung von Handydaten nach. Diese könnten etwas über den Bewegungsradius und persönliche Kontakte eines Infizierten verraten. Sie könnten vielleicht aber auch verhindern, dass Menschen unberechtigt in Quarantäne geschickt werden. In jedem Fall sollte die Datenherausgabe nach Expertenansicht freiwillig sein. Rechtlich und aus Datenschutz-Sicht ist so eine Idee aber noch nicht geklärt. „Orts- und Zeitanalysen durch Handydaten sind von der Überlegung her nichts Neues“, erläuterte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Donnerstag. Die Frage sei aber, wie eine mögliche Nutzung ethisch, moralisch, rechtlich und vom Datenschutz her einzuordnen sei.

Auch Patrick Larscheid, Amtsarzt in Reinickendorf, hält die Handydaten-Nutzung in diesem Zusammenhang grundsätzlich für eine sinnvolle Idee. Selbstverständlich müssten die Betroffenen dem vorher zustimmen, betont er. Derzeit erfolge die Identifizierung von Kontaktpersonen über eine mündliche Abfrage bei Infizierten. Das berge das Risiko, dass die Befragten sich nicht im Detail erinnerten.

15.28 Uhr: Coronavirus - Schülergruppe aus Potsdam soll getestet werden

Eine Schülergruppe aus Potsdam, die derzeit auf einer Reise in Norditalien ist, soll bei ihrer Rückkehr vorsorglich auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden. Insgesamt 87 Menschen, darunter 70 Schüler von drei Schulen, sollten am Sonnabend am Gesundheitsamt Potsdam empfangen werden, kündigte Amtsleiterin Kristina Böhm am Donnerstag an. „Alle Kinder, die Lehrer und auch die Busfahrer werden einen Abstrich bekommen auf das Coronavirus.“

Zu den drei Schulen zählt auch die Potsdamer Voltaireschule. In einem Brief der Schulleitung an die Eltern, der der Berliner Morgenpost vorliegt, heißt es, dass die Schüler, die aus dem Skilager zurückkehren, bis zur Auswertung der Testergebnisse in häusliche Quarantäne geschickt werden. "Sie dürfen erst wieder in die Schule, wenn alle Test negativ sind", schreibt die Schulleitung.

Eine Handvoll Schüler habe Infektsymptome gezeigt, einige davon aber schon vor Abreise, sagte Böhm. Es gebe bisher keinen Verdacht, da die Region laut Robert-Koch-Institut kein Risikogebiet sei, aber wegen der Verunsicherung von Eltern und Bevölkerung werde getestet. Alle Mitfahrer sollen danach in häusliche Isolation kommen, bis die Testergebnisse vorlägen, also 24 bis 48 Stunden.

Die Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise nach Südtirol aufgebrochen. Anfang der Woche war in Brandenburg dann die erste nachgewiesene Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt geworden: ein Mann aus Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel), der mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar aus Berlin ebenfalls in Südtirol war. In Südtirol gibt es nach Angaben der Landesverwaltung bisher einen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2, ein zweiter möglicher Fall wurde noch getestet.

15.23 Uhr: Vivantes öffnet zwei Coronavirus-Anlaufstellen

Die Berliner Charité bekommt Verstärkung: Der landeseigene Klinikkonzern Vivantes öffnet am kommenden Montag zwei Abklärungsstellen für das neue Coronavirus. Zu finden sind sie dann ab 10 Uhr in einem separaten Gebäude am Wenckebach-Klinikum in Tempelhof sowie in Räumlichkeiten des ehemaligen Klinikstandorts Prenzlauer Berg an der Fröbelstraße, teilte Vivantes am Donnerstag mit. Ob eine Diagnostik sinnvoll ist, entschieden Mediziner nach einem Beratungsgespräch. Der Hals- und Rachenabstrich für einen Test kann dann sofort dort gemacht werden.

An der Charité-Abklärungsstelle auf dem Campus Virchow hatten sich am Dienstag und Mittwoch bereits rund 200 Menschen gemeldet. Das Robert Koch-Institut appellierte am Donnerstag an Ärzte und die Bevölkerung, Tests nur bei begründeten Verdachtsfällen mit Symptomen zu machen. Es gehe darum, das System nicht zu überlasten. „Vielleicht wird sogar zu viel getestet“, sagte Wieler.

14.01 Uhr: Schülerin und zwei Männer unter neuen Fällen

Nach dem jüngsten Anstieg der Fälle von Infizierten hat die Senatsgesundheitsverwaltung Details zu den Erkrankten bekannt gegeben. Demnach bestätigte sie den zehnten, elften und zwölften Fall am Donnerstag in Berlin. Den 13. Fall erwähnte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zuvor im Abgeordnetenhaus.

Der zehnte Fall ist den Angaben zufolge eine Schülerin aus Friedrichshain-Kreuzberg. Sie hatte Kontakt zu einem Lehrer aus Marzahn-Hellersdorf, der in Italien war und im Krankenhaus liegt. Er wurde als zweiter Fall in Berlin gemeldet.

Der elfte Fall ist ein Mann aus Friedrichshain-Kreuzberg, der in Verbindung steht zu dem ersten in Berlin bekannt gewordenen Fall. Der zwölfte Fall ist ein Mann in Reinickendorf. Über den 13. Fall ist noch nichts bekannt.

14.00 Uhr: Geisel - Polizei und Feuerwehr verfügen über Schutzausrüstung

Polizei und Feuerwehr verfügen nach Angaben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) auch angesichts steigender Zahlen von Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus über die nötige Schutzausrüstung. „Schutzmasken sind europaweit ein Mangelprodukt“, sagte Geisel. Bei Polizei und Feuerwehr seien die nötige Schutzkleidung und Schutzprodukte aber vorrätig. Für die Feuerwehr seien außerdem gerade 5000 Schutzmasken nachbestellt worden.

„Es gibt hier Sorge unter der Bevölkerung und auch bei Beschäftigten der Polizei und Feuerwehr, solche Schutzkleidung zu haben“, sagte Geisel. „Aber nicht jeder Beschäftigte braucht sie im Einsatz.“ Deshalb werde über die Verteilung zentral entschieden. Am Freitag tage erneut der Krisenstab unter Federführung der Gesundheitsverwaltung und mit Beteiligung von Polizei und Feuerwehr. Dann werde man eine Beurteilung vornehmen, und bei Bedarf werde es entsprechende Nachbestellungen geben.

12.17 Uhr: Schülerin der Emanuel-Lasker-Oberschule mit dem Coronavirus infiziert

Nachdem ein Lehrer der Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurde die Schule bereits ab Dienstag geschlossen. Das Gesundheitsamt testete danach Personen, die mit dem Lehrer auf einer Skireise in Südtirol waren. Es stellte sich heraus, dass auch eine Schülerin aus der zweiten Skigruppe erkrankt ist.

Auf Empfehlung des zuständigen Amtsarztes wird die Emanuel-Lasker-Schule bis zum 16. März geschlossen bleiben. Hintergrund ist, dass dann die 2-Wochen-Frist seit Bekanntwerden des ersten Falles vorüber ist.

12.15 Uhr: Metropolitan School in Mitte nimmt Betrieb wieder auf

Die private Metropolitan School in Mitte wird auf amtsärztliche Empfehlung am Freitag wieder den Betrieb aufnehmen. Der Test eines Elternteils der Schule, der Kontaktperson eines infizierten Berliners war, brachte ein negatives Ergebnis.

12.03 Uhr: Potsdamer Schüler in Südtirol sollen auf Coronavirus getestet werden

Mindestens 14 Schüler und eine Lehrkraft von Potsdamer Schulen, die auf Skireise in Südtirol sind, sollen auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Die Gruppe von insgesamt mehr als 50 Schülern von verschiedenen Schulen befindet sich noch in Südtirol und soll nach Angaben der Stadt vom Donnerstag am Wochenende zurückkehren. Die 14 kranken Schüler litten an Erkältungssymptomen und einige auch an Fieber.

Die Alfred Nobel Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe widerspricht dem Bericht. "Zurzeit ist es so, dass es seitens des Gesundheitsamtes keinen flächendeckenden Test auf Corona für alle Schüler und Lehrer nach Rückkehr geben wird, da kein begründeter Verdachtsfall nach den Richtlinien des RKI vorliegt", steht in einem Schreiben der Schule.

11.30 Uhr: 13 bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin

Die Zahl der bestätigten Coronafälle ist in Berlin auf 13 gestiegen. Das sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es so weitergeht“, sagte Kalayci. Das Tempo der Ausbreitung könne aber niemand vorhersagen. „Auf eines sollten wir uns einstellen, dass das Thema Coronavirus uns einige Jahre beschäftigen könnte“, sagte die Gesundheitssenatorin bei der Plenarsitzung.

11.18 Uhr: Brandenburger Lehrerverband sieht mögliche Schulschließungen kritisch

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband hält mögliche flächendeckende Schulschließungen wie in Italien nicht für sinnvoll. „Man kann nicht alle Schulen auf einmal schließen“, sagte Präsident Hartmut Stäker am Donnerstag in Potsdam. Wenn etwa jemand nach einer Schließung für die Dauer der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen wieder in der Schule sei, könne er sich aber auch in der Zeit infiziert haben. „Dann ist das Risiko der Verbreitung wieder da.“ Die Frage einer Schließung stelle sich eher, wenn ein Verdacht bei Lehrern bestehe, weil sie einen größeren Kontaktradius als Schüler hätten.

Auch der Deutsche Lehrerverband lehnt flächendeckende Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus wie in Italien ab. Verbandsvizepräsident Heinz-Peter Meidinger hält lange und komplette Schließungen ohne konkret nachgewiesene, bestätigte Verdachtsfälle für falsch.

10.39 Uhr: Wirtschaftssenatorin fordert Sonderkonferenz zu Corona

Die Berliner Wirtschaftssenatorin, Ramona Pop (Grüne), fordert angesichts der ökonomischen Auswirkungen des neuartigen Coronavirus eine Sonderkonferenz der Wirtschaftsminister. „Ziel einer solchen Zusammenkunft muss es sein, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Deutschland und den einzelnen Bundesländern vorzunehmen“, schreibt sie in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). An dem Treffen sollen auch die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft teilnehmen.

Altmaiers Ministerium hatte in dieser Woche einen Drei-Stufen-Plan vorgelegt, mit dem Unternehmen vor den Konsequenzen des Virus geschützt werden sollen. Dieser sieht vor, notfalls bestehende Instrumente wie Kreditprogramme für angeschlagene Firmen auszuweiten und finanziell aufzustocken. In einer letzten Stufe wären demnach „weitergehende strukturelle und konjunkturelle Maßnahmen“ denkbar. Dies könnten milliardenschwere Konjunkturprogramme sein.

10.37 Uhr: Landeshotline zum Coronavirus - Brandenburg rät zu Besonnenheit

Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium will mit einem Bürgertelefon von Experten auf Unsicherheiten wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus reagieren. Wer Fragen hat, kann unter der Nummer +49 331 8683 777 beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit anrufen. „Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger zur Besonnenheit auf“, erklärte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft am Donnerstag in Potsdam

7.34 Uhr: Zwei Berliner Grundschulen befreien Skireise-Rückkehrer vorsorglich vom Unterricht

Der Umgang mit potenziell Infizierten und ihren Kontaktpersonen beschäftigt Berliner Schulen, in denen Schülerinnen und Schüler auf Skireisen in Südtirol unterwegs waren. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg haben die Tempelherren- und Mascha-Kaléko-Grundschule beschlossen, die betroffenen Schüler und Lehrer vorsorglich zwei Tage lang vom Unterricht zu befreien. "Diese zwei Tage dienen der Abklärung des Gesundheitszustandes und der Risikoeingrenzung für das Auftreten einer übertragbaren Erkrankung", heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsamts mit Berufung auf das Infektionsschutzgesetz.

Die Gruppen befinden sich noch bis Freitag in Südtirol, weder Kinder noch Begleitpersonen sind derzeit erkrankt. Sollten keine Krankheitssymptome auftreten, sollen Schüler und Lehrer ab Mittwoch, den 11. März, wieder in die Schule gehen.

7.08 Uhr: Berlins Feuerwehr gehen Atemschutzmasken aus

Die Feuerwehr hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Vorschriften für den Eigenschutz ihrer Mitarbeiter verschärft. Rettungskräfte wurden angewiesen, bei Personen mit Erkältungssymptomen (Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, sowie Gliederschmerzen, Übelkeit oder Fieber) ihre besondere Schutzausrüstung anzulegen. Dazu gehören eine spezielle Atemschutzmaske (Schutzklasse mindestens „FFP2“), eine Schutzbrille, Handschuhe, sowie „geschlossene Rettungsdienst-Kleidung“. Die Umsetzung dürfte die Feuerwehr allerdings vor Probleme stellen. Denn die Vorräte an Schutzmasken, wie auch an Desinfektionsmitteln, sind begrenzt.

6.40 Uhr: Flüchtlinge in Berlin werden über Coronavirus informiert

In Berlin lebende und neu ankommende Flüchtlinge werden von den Behörden über die Gefahren durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gewarnt. Die Betreiber der 83 Flüchtlingsunterkünfte seien in den vergangenen Tagen über die Vorsorgemaßnahmen nach Richtlinien des Robert Koch-Instituts (RKI) informiert worden, teilte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten mit. Zusätzlich werden Informationen in Fremdsprachen wie Arabisch, Türkisch und Englisch am Schwarzen Brett und in Sanitäranlagen ausgehängt. Für Analphabeten soll es zusätzliche Hinweise in Form von Piktogrammen geben.

Flüchtlinge, die nach Berlin kommen, werden unmittelbar nach ihrem Erscheinen im Ankunftszentrum wochentags von Mitarbeitern des Universitätsklinikums Charité untersucht. Dazu gehören auch eine Röntgenuntersuchung sowie Impfungen. „Daher ist die gesundheitliche Prävention wesentlich besser als normalerweise in der Bevölkerung.“

6.20 Uhr: Tourismuschef: Gäste kommen trotz Coronavirus nach Berlin

Trotz erster bestätigter Fälle des neuartigen Coronavirus kommen aus Sicht der Berliner Tourismus- und Kongressgesellschaft Visit Berlin auch in diesem Jahr mehr Gäste nach Berlin. „Ich rechne nach wie vor mit einem Wachstum der Besucherzahl, vor allem im zweiten Halbjahr“, sagte Geschäftsführer Burkhard Kieker. Dann werde sich die Aufregung um das Coronavirus Sars-CoV-2 gelegt haben.

+++ Mittwoch, 4. März 2020 +++

22.12 Uhr: Neunter Coronavirus-Fall in Berlin nachgewiesen

In Berlin gibt es einen neunten nachgewiesenen Fall des neuen Coronavirus. Bislang sei keine Verbindung zu einem bestehenden Fall bekannt, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Mittwoch mit. Das neuartige Virus Sars-CoV-2 sei bei einem Mann aus Pankow nachgewiesen worden. Dieser werde zu Hause isoliert.

19.07 Uhr: Berliner Krankenhäuser planen weitere Test-Stellen

Die Behandlungsstelle im Virchow-Klinikum der Charité verzeichnete auch am zweiten Tag einen enormen Zulauf. Berichte, wonach schon ab elf Uhr vormittags keine Wartemarken mehr ausgegeben worden seien, wies eine Charité-Sprecherin zurück. Die Stelle sei bis 16 Uhr besetzt gewesen. Um die Charité zu entlasten, planen andere Berliner Krankenhäuser weitere Stellen, an denen sich Bürger testen lassen können.

16.44 Uhr: Siebter und achter Coronavirus-Fall in Berlin bestätigt

In Berlin sind weitere Fälle des Coronavirus bestätigt worden: Zwei Frauen aus Friedrichshain-Kreuzberg hatten beide mit dem zuerst bekannt gewordenen Fall in einem Großraumbüro zusammengearbeitet. Von den nun insgesamt acht Fällen hängen drei Fälle mit dem ersten Fall beruflich zusammen, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch mit.

16.38 Uhr: Brandenburger Kassenärzte: nicht genügend Schutzausrüstung in Praxen

In Brandenburger Arztpraxen fehlt nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) wegen des neuen Coronavirus ausreichend Schutzausrüstung. „Bemühungen, diese zu ordern, scheinen erfolglos“, teilte Christian Wehry, Sprecher der KVBB am Mittwoch mit. Auch Desinfektionsmittel und Abstrichtupfer seien derzeit nicht lieferbar.

Unklarheit in der Bevölkerung darüber, wer sich testen lassen sollte und wer nicht, führe zu einer Mehrbelastung in den Praxen, so Wehry. Vor allem sollten sich Menschen testen lassen, die Symptome zeigen und Kontakt zu einem Infizierten hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. In diesem Fall übernehmen laut KVBB die Krankenkasse die Kosten. Andernfalls müssten Patienten den Test selbst zahlen.

15.47 Uhr: Nach erster Coronavirus-Infektion keine weiteren Fälle in Brandenburg

Dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Fall in Brandenburg sind bis Mittwoch zunächst keine weiteren positiven Testergebnisse gefolgt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Potsdam gab es bislang 61 Verdachtsfälle, bei neun standen die Ergebnisse noch aus.

Das Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf wies unterdessen auf seiner Internetseite darauf hin, Schulbesuche mit Husten und Schnupfen zu vermeiden. „Wir müssen zusammen darauf achten, uns nicht anzustecken. Weder mit Corona, noch mit der Grippe“, hieß es. Wer erkennbar krank sei, Fieberanzeichen zeige oder beides, werde nach Rücksprache mit den Eltern nach Hause geschickt.

15.26 Uhr: Scheeres: Schulen entscheiden nicht selbst über Schließung

Weder die Schulleitung noch Berlins Senatsverwaltung für Bildung kann die Schließung einer Schule aus Sorge vor einem erhöhten Risiko für Infektionen mit dem Coronavirus veranlassen. Darauf wies Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwoch hin. Wenn es entsprechende Befürchtungen gebe, müssten solche Fälle immer mit dem Gesundheitsdienst besprochen werden.

„Es geht nicht, dass jemand aus dem Bauchgefühl heraus sagt, ich schließe jetzt mal meine Schule“, sagte Scheeres. „Wenn eine entsprechende Konstellation da ist, muss das mit dem Gesundheitsdienst, mit den entsprechenden Amtsärzten abgeklärt werden.“ Derzeit seien in Berlin zwei Schulen geschlossen. Sie hoffe aber, dass die Tests auf Sars-CoV-2 dort schnell erfolgen und die Schulen bald wieder öffnen können.

Handlungsbedarf an den Schulen mit Blick auf Hygiene angesichts der sich abzeichnenden Virus-Pandemie sieht Scheeres nicht. „Wichtig ist, Seife vor Ort zu haben, und das wissen die Bezirke auch. Ich gehe davon aus, dass sie dafür Sorge tragen“, erklärte die Senatorin.

14.23 Uhr: Fahrdienst für Patienten mit schweren Erkältungssymptomen gestartet

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Berliner Feuerwehr haben am Mittwochmorgen um 7 Uhr ihren gemeinsamen Fahrdienst gestartet. Dieser kümmert sich ab sofort täglich von 7 bis 22 Uhr um immobile Patienten mit sehr schweren Erkältungserkrankungen, die zu Hause oder in Pflegeheimen einen Arzt benötigen. Gegebenenfalls wird ein Test auf das Coronavirus durchgeführt.

Im Einsatz sind ab sofort vier Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr, die mit Assistenzpersonal und notwendiger Schutzausrüstung ausgestattet sind. Die Ärzte werden vom ärztlichen Bereitschaftsdienst der KV Berlin gestellt. Der fahrende Dienst wird über die Leitstelle der KV Berlin (Telefonnummer: 116117) gesteuert und ausschließlich dann angefordert, wenn sich herausgestellt hat, dass die Anrufer sehr schwere Erkältungssymptome aufweisen und einen Hausbesuch benötigen.

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13.20 Uhr: Zwei Schulen in Berlin bleiben "bis auf Widerruf" geschlossen

Zwei Schulen in Berlin bleiben weiterhin geschlossen: die öffentliche Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain und die private Berlin Metropolitan School in Mitte. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) betonte auf Nachfrage, dass ihre Behörde nicht für die Schulschließung oder Wiedereröffnung zuständig sei. „Das entscheidet der Amtsarzt im jeweiligen Bezirk“, sagte sie. Man habe aber Montagabend um 21.30 Uhr von der Erkrankung des Lehrers an der Emanuel-Lasker-Schule erfahren und sofort reagiert, so Scheeres. Ziel sei es grundsätzlich, „eine Schule so schnell wie möglich wieder ans Netz zu bringen“.

12.39 Uhr: Kaufland: Warenversorgung sichergestellt - Kartenzahlung gewünscht

Ein Pressesprecher der Supermarkt-Kette Kaufland teilt der Berliner Morgenpost mit, dass es wegen des Coronavirus eine hohe Nachfrage nach langhaltbaren Nahrungsmitteln, etwa Mehl oder Nudeln gibt. Deshalb könne es kurzfristig zu Engpässen kommen. Allerdings sei die „Warenversorgung auch weiterhin sichergestellt“. Außerdem befüllen Kaufland-Mitarbeiter an den Frischetheken bis auf Weiteres keine Dosen oder Behältnisse von Kunden, die sie selbst mitgebracht haben. Und an den Kassen versucht das Unternehmen aus Hygienegründen für die Kartenzahlung zu sensibilisieren.

12:35 Uhr: 100 Abstriche am ersten Tag in Charité-Anlaufstelle

Die neu eingerichtete Coronavirus-Untersuchungsstelle an der Charité hat am ersten Tag rund 100 Abstriche von besorgten Bürgen für Tests auf den Erreger genommen. Die Sprecherin der Charité, Manuela Zingl, appellierte, dass nur Patienten mit starken Erkältungssymptomen die Untersuchungsstelle direkt aufsuchen sollten. Die SARS-CoV-2-Tests mit Abstrichen aus dem Nasen-Rachen-Raum würden bei Patienten ohne Symptome keinen Sinn machen. Sollten Betroffene eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus befürchten, sollten sie zunächst die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit (030/90282828) oder ihren Hausarzt anrufen. Dort gebe es eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen.

11:47 Uhr: Flaschen mit Desinfektionsmitteln werden gestohlen

Während Desinfektionsmittel und Mundschutz in Apotheken und Geschäften knapp werden, nutzen einige Menschen die Gelegenheit, sich im Krankenhaus illegalerweise damit auszustatten. Wie eine Sprecherin der DRK Kliniken Berlin bestätigt, seien in öffentlichen Bereichen der Kliniken einzelne Flaschen mit Desinfektionsmitteln sowie Atemschutzmasken gestohlen worden, die eigentlich in der Notaufnahme für Patienten mit schweren Krankheiten bereitstehen. Man habe sich entschieden, die Spender in öffentlichen Bereichen nicht mehr nachzufüllen. Da auch in den Kliniken das Kontingent begrenzt sei, müsse man die Mittel vorhalten für die medizinischen Bereiche, wo sie zwingend notwendig sind.

09.54 Uhr: Berliner Halbmarathon plant weiter mit Lauf

Der Berliner Halbmarathon soll nach aktuellem Stand trotz des Coronavirus am 5. April stattfinden. Das haben die Veranstalter auf Facebook mitgeteilt. Man verfolge täglich die aktuellen Entwicklungen und arbeite eng mit den deutschen Gesundheitsbehörden zusammen, heißt es dort. Der Berliner Halbmarathon würde in diesem Jahr sein 40. Jubiläum feiern. 34.000 Teilnehmer haben sich angemeldet.

+++ Dienstag, 3. März 2020 +++

18.20 Uhr: Sechster Coronavirus-Fall in Berlin

In Berlin ist am Abend ein weiterer Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bekannt geworden. Ein Mann aus Mitte hatte mit dem 22-Jährigen, der am Sonntag als erste Person in Berlin positiv getestet wurde, in einem Großraumbüro zusammengearbeitet.

16.10 Uhr: Hamsterkäufe in Berlin - So erklärt der Handel leere Regale

Seit das Coronavirus nach Deutschland geschwappt ist, steigt die Nachfrage im Einzelhandel, im Fokus der Kunden stehen haltbare Lebensmittel. Das berichtet Günter Päts, stellvertretender Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. Gibt es Lieferengpässe in Berlin? Darf man eigentlich unbegrenzt Hamsterkäufe tätigen? Alle Antworten hier.

15.09 Uhr: Warteschlange an Charité-Untersuchungsstelle zu Coronavirus

Die Charité hat von einer Warteschlange an der neu eingerichteten Untersuchungsstelle für mögliche Coronavirus-Infektionen auf dem Gelände des Virchow-Klinikums berichtet. Am Dienstagmittag habe es bereits eine Schlange mit rund 100 Patienten gegeben, sagte der Ärztliche Direktor der Charité, Prof. Ulrich Frei, im Anschluss an die Senatssitzung. Am Dienstagmorgen hatte die neue Anlaufstelle ihre Arbeit aufgenommen.

Frei sagte, er hoffe nicht, dass die Untersuchungsstelle zu einer Dauereinrichtung werde. „Die Charité kann das nicht für die ganze Stadt machen“, sagte Frei. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) versicherte, weitere Kliniken würden folgen.

14 Uhr: Müller zum Coronavirus - Absage von Veranstaltungen „möglicher Weg“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält die Absage von Veranstaltungen für einen möglichen Weg, um eine stärkere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Eine flächendeckende Schließung von Schulen lehnt er aber ab. „Wir müssen reagieren auf diese besondere Situation, auch mit der Absage von Veranstaltungen“, sagte er am Dienstag in Berlin. Von Veranstaltungen mit vielen Besuchern gehe ein besonderes Risiko aus.

Es sei richtig, dass Schulen direkt Maßnahmen ergriffen hätten, so Müller. Trotzdem sei man sich im Senat einig darüber, dass man schnell zu einem „normalen, geordneten Schulbetrieb“ zurückkehren wolle. „Es kann keine flächendeckende Lösung sein, dass wir den Schulbetrieb einstellen.“ Außerdem warnte er vor Großeinkäufen: „Es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe, das sagen uns alle Experten.“

13.19 Uhr: Fünf Coronavirus-Infizierte in Berlin

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Berlin hat sich auf fünf erhöht, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag in Berlin mit. Bis Montagabend waren drei Coronavirus-Infektionen in Berlin bekannt, es wurden am Dienstag dann zunächst zwei neue Fälle diagnostiziert.

Bei den fünf Infizierten handele es sich um eine Frau und vier Männer, darunter ein Lehrer aus Marzahn-Hellersdorf und ein Arzt einer Neuköllner Tagesklinik. Bei den Infizierten sei ein Zusammenhang mit Reisen festzustellen, erklärte Kalayci. Eine weitere Auffälligkeit sei, dass die fünf Fälle nichts miteinander zu tun hätten. Mit einem schnellen Ende sei nicht zu rechnen. Es sei nicht davon auszugehen, dass es nur um wenige Wochen gehe. „Es kann durchaus passieren, dass wir mehrere Jahre mit dem Virus leben müssen. Keiner kann die Ausbreitung verhindern.“

12.55 Uhr: Mehrere Berliner Schulen wegen Coronavirus geschlossen

In Berlin sind mehrere Schulen wegen des Coronavirus geschlossen worden. Nach der Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain wurde auch ein nahe gelegener Teil der Modersohn-Grundschule geschlossen. Dabei gehe es um eine Filiale der Grundschule, die sich auf dem Gelände der weiterführenden Lasker-Schule befindet, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung am Dienstag.

Auch die private Berlin Metropolitan School in Mitte stellte am Dienstag vorübergehend den Betrieb ein. An der Emanuel-Lasker-Schule soll sich laut dem Senat ein Lehrer oder eine Lehrerin auf einer Ski-Reise in Norditalien infiziert haben. Jetzt sollen rund 80 Kontaktpersonen auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet werden. Frühestens danach könne die Schule wieder öffnen.

12.21 Uhr: Night of Sports in Berlin abgesagt

Die Night of Sports wird wegen des Coronavirus abgesagt. Die Veranstaltung war eigentlich für den 21. März im Maritim Hotel in Berlin geplant. Ein Ersatztermin werde noch gesucht. Bei der Night of Sports werden Mannschaft aus dem Amateurbereich mit dem Berliner Amateursportpreis geehrt.

11.45 Uhr: Charité öffnet Untersuchungsstelle

Die Charité hat auf ihrem Campus Virchow-Klinikum am Dienstag eine Untersuchungsstelle für Patienten mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion eröffnet. mit. „Nur Patienten mit Symptomen sollten die Untersuchungsstelle direkt aufsuchen“, betonte Sprecherin Manuela Zingl. Berliner, die befürchten, sich angesteckt zu haben, sollen demnach zunächst die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit (030/90282828) oder ihren Hausarzt anrufen. Dort werde eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen ausgesprochen.

Die Stelle an der Charité ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Dort werden Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum genommen.

11.40 Uhr: Coronavirus-Fall in Brandenburg - Pflegepersonal und Ehefrau isoliert

Nach dem ersten Coronavirus-Fall in Brandenburg versucht der Landkreis Oberhavel, alle Kontaktpersonen des Mannes der vergangenen Tage ausfindig zu machen. Der Mann selbst wurde bereits am Montag „häuslich isoliert“.Der 51 Jahre alte Mann aus Hohen Neuendorf war den Angaben zufolge am Montagvormittag zunächst in die Asklepios-Klinik in Birkenwerder gekommen und anschließend in die Rettungsstelle Hennigsdorf gebracht worden.

+++ Montag, 02.03.2020 +++

22.46 Uhr: Erste öffentliche Schule in Berlin schließt wegen Coronavirus

In Berlin bleibt am Dienstag die erste öffentliche Schule wegen des neuartigen Coronavirus' geschlossen. Es handle sich um die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain, sagte der Sprecher der Senatsbildungsverwaltung, Martin Klesmann, am Montagabend. Ein Lehrer habe sich offenbar auf einer Ski-Reise mit 74 Schülern und sechs Lehrkräften nach Südtirol infiziert,