Krankheit

Coronavirus: So bereiten sich Berliner Schulen vor

Das Coronavirus breitet sich immer mehr aus. Die Berliner Schulverwaltung richtete einen Krisenstab ein, der täglich zusammenkommt.

Coronavirus: Diese Menschen sind besonders gefährdet

Das Alter hat einen großen Einfluss auf das Sterberisiko von Coronavirus-Infizierten. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sind besonders gefährdet.

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Auch in der Berliner Schulverwaltung stellt man sich auf einen eventuellen Ernstfall ein – wie umgehen mit dem drohenden Coronavirus? „Gerade komme ich von einer Länderschalte, wo das gemeinsame Vorgehen besprochen wurde“, sagte Beate Stoffers (SPD), die Berliner Staatssekretärin für Bildung in der Aktuellen Viertelstunde des Schulausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses.

Die Situation sei in den Bundesländern sehr unterschiedlich - in manchen, wie in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen, gebe es schon infizierte Personen, darunter allerdings bislang noch keine Schulkinder. Andere Bundesländer wie beispielsweise Hamburg hätten das Glück, dass ab Montag die Winterferien beginnen. Dann seien für zwei Wochen die Schulen geschlossen. „Das Glück haben wir nicht“, sagte Stoffers.

Berliner Schulverwaltung hat einen Krisenstab wegen Coronavirus eingerichtet

Man habe inzwischen in der Hauptstadt selbst einen Krisenstab eingerichtet, „der jeden Tag tagt“ und eng mit der Senatsverwaltung für Gesundheit im Austausch steht. Auch ein Informationsschreiben sei an alle Schulleitungen rausgegangen, indem die Nummer der Hotline steht und grundsätzliche Dinge, die zu beachten seien.

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Es gebe jetzt verschiedene Fallkonstellationen, die zu bedenken seien: Entweder, Schulpersonal oder Schüler erkranken möglicherweise direkt oder ein Angehöriger von ihnen erkrankt. Im zweiten Fall sei dann die Frage, wie sehr sich die Personen nahestehen. „Wie weit geht der Kreis?“, sagte Stoffers - der Kreis derjenigen also, die womöglich für eine gewisse Zeit vom Unterricht ausgeschlossen werden müssen.

Klassenfahrten nach Norditalien: Wer trägt die Stornogebühren?

Alle wichtigen Hinweise zum Thema Coronavirus finden Schüler, Lehrer und Eltern auf der Startseite der Senatsverwaltung für Bildung. Grundsätzlich sei bei einem „Abklärungsbedarf“ immer das Gesundheitsamt mit seinen Amtsärzten der richtige Ansprechpartner.

Ein anderes großes Thema sind Klassenfahrt - so wurde berichtet, dass eine Schule aus Tempelhof-Schöneberg aktuell zu einem Skiurlaub nach Norditalien aufgebrochen ist. Das hinterlässt sicherlich bei vielen Eltern ein mulmiges Gefühl; doch wenn man das Kind nicht mitfahren lässt, wer trägt dann die Stornogebühren? „Generell gibt es keine Rückerstattung für Reisen, die nicht in Risikogebiete führen“, sagte Stoffers, das werde bundesweit so gehandhabt.

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Es reicht also nicht, zu sagen: Ich will nicht, dass mein Kind nach Norditalien fährt. Risikogebiete sind momentan Venetien und die Lombardei, sie werden vom Auswärtigen Amt mit einer Reisewarnung definiert. Nimmt die Schule aber an öffentlichen geförderten Reisen wie „Erasmus+“ teil, sei eine Rückerstattung sehr wohl möglich.

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Schulschließungen wären problematisch für die Oberstufen und Gymnasien

Sollte das Coronavirus tatsächlich in den nächsten Wochen zu zeitweiligen Schulschließungen führen, wenn irgendwo eine Infektion auftritt, so kann das besonders für Schüler von Sekundarschulen mit Oberstufe und Gymnasien ein Problem werden: Die letzten Klausuren vor dem Abitur stehen nämlich an.