Veranstaltungen

Das sind die Tipps zum Wochenende

Ausgehen nur in der Berliner Innenstadt? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Im Alliierten Museum auf den Spuren der Luftbrücke .

Im Alliierten Museum auf den Spuren der Luftbrücke .

Foto: Alliierten Museum/Chodan

Entdeckungstour für Familien im Alliierten Museum in Zehlendorf

Kinder, Eltern und Großeltern sind am Sonntag zu einer Entdeckungsreise durch die Dauerausstellung im Alliierten Museum eingeladen. In einer Führung werden gewöhnliche und ungewöhnliche Objekte gezeigt, wie zum Beispiel ein Boxhandschuh, ein Schokoladenfallschirm oder ein Spionagetunnel. Dazu gibt es spannende Geschichten rund um die Exponate. Im Mittelpunkt der Führung steht die Geschichte der Berliner Luftbrücke. Die Besucher können sich einen Rosinenbomber von innen und außen ansehen. An einem Stück der Berliner Mauer wird für die Kinder die Teilung der Stadt erfahrbar. Der Rundgang auf den Spuren der Westmächte endet mit dem Abzug der Streitkräfte im Jahr 1994. Im Anschluss an die Führung können die Kinder „Schokoladenfallschirme“ basteln und sie vom Luftbrückenflugzeug aus fliegen lassen. Immer wieder werden Bezüge zu ihrer Lebenswelt hergestellt. Die Führung ist kostenlos.

Sonntag, 9. Februar, 15 bis 17 Uhr, Alliierten Museum, Clayallee 135, Für Kinder ab 8 Jahren geeignet

Eine Ausstellung zur Geschichte der Berliner Stadtbären

Den Versuch, ein temporäres Museum für den Berliner Bären zu errichten, unternimmt die Ausstellung „Musée sentimental de l’ours de Berlin“. Die am 6. Februar eröffnete Ausstellung in Mitte ist jeweils dienstags bis sonntags geöffnet. Die Schau zeigt neben den künstlerischen Arbeiten auch eine Vielzahl von Objekten, die die Geschichte der Stadtbären im Zwinger und ihre repräsentative Funktion für die Stadt in den vergangenen 80 Jahren widerspiegeln. Diese reichen von einem Fenster mit dem Wappentier aus dem Roten Rathaus über Rezeptionen der Bären in Kinderbüchern und Spielzeug bis hin zu Objekten des alltäglichen Lebens aus dem Zwinger und physischen Spuren der Bären. Ziel der Ausstellung ist es, eine eigene Form von Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bärenzwingers zu entwickeln, die auch eng verwoben mit der Geschichte der Stadt ist.

Der Berliner Bärenzwinger im Köllnischen Park ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Sonntagsausfahrt durch die Wuhlheide mit der Parkeisenbahn

Alternativ zu einem Sonntagsspaziergang kann man auch mit der Parkeisenbahn durch die Wuhlheide fahren. Sie rollt am 9. Februar mit Diesellok und beheizten Wagen auf ihren schmalen Gleisen. Start ist am Hauptbahnhof neben dem Haupteingang zum Volkspark Wuhlheide. Der Zug hält an den Stationen Eichgestell, Badesee, Wuhlheide, Parkbühne und Stadion. Rundtouren sind möglich, man kann aber auch an den einzelnen Bahnhöfen aus- oder einsteigen. Und die Fahrt mit einem Besuch im nahe gelegenen FEZ verbinden. Es lädt am Sonntag noch einmal ins „Zauberschloss 2020“ ein. Zum Bestand der Parkeisenbahn gehören Dampf- und Dieselloks aus fast 100 Jahren Verkehrsgeschichte. 600 Millimeter breit ist die Spur. Im Winter werden die Fahrzeuge im Betriebswerk gewartet, Motoren geprüft und Achsen vermessen. Ehrenamtliche Helfer führen die Arbeiten aus. Saisoneröffnung 2020 ist am 21./22. März, Saisonausklang am 24./25. Oktober.

Parkeisenbahn, An der Wuhlheide 189, Oberschöneweide, 9. Februar, ab 12 Uhr, Tel. 030 53 89 26 60. Fahrplan und Preise unter www.parkeisenbahn.de

Rund um den Theodor-Heuss-Platz mit dem Bezirksbürgermeister

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) lädt zum traditionellen Kiezspaziergang ein. Er findet seit 2002 an jedem zweiten Sonnabend im Monat statt. Ausgangspunkt am 8. Februar ist die Ewige Flamme auf dem Theodor-Heuss-Platz, ein Denkmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Es wurde 1955 errichtet. Bundespräsident Theodor Heuss entzündete damals die Flamme. Der Spaziergang führt weiter zum Standort des RBB an der Masurenallee. Dort soll in den kommenden Jahren ein moderner Mediencampus entstehen. Das Haus des Rundfunks mit der markanten Klinkerfassade wurde 1929-1930 nach Plänen des Architekten Hans Poelzig erbaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es bis 1950 Sitz des Berliner Rundfunks, den die sowjetische Besatzungsmacht kontrollierte. Ab Ende 1957 strahlte der Sender Freies Berlin von dort seine Hörfunkprogramme aus. Der Kiezspaziergang endet in der Hauptstadtniederlassung von BMW am Kaiserdamm.

Kiezspaziergang, 8. Februar, 14 Uhr, Treffpunkt Theodor-Heuss-Platz, am Mahnmal mit der Ewigen Flamme. Die Teilnahme ist kostenlos.

Büke Schwarz liest aus ihrem Graphic-Novel-Debüt „Jein“

Ein ernstes Thema, dargestellt mit den Mitteln einer Graphic Novel: Die 1988 in Berlin geborene Büke Schwarz beschäftigt sich in „Jein“ auf 232 Seiten damit, wie sie als Deutsch-Türkin mit den Veränderungen ihrer Heimat unter dem Regime von Recep Tayyip Erdogan umgeht, und welchen Einfluss die dortige Zensur und Politik auf sie in Deutschland hat. Es geht um Einblicke in die Kunstwelt und das ambivalente Verhältnis zu Politik in Zeiten politischer Umbrüche. Schwarz’ Hauptfigur Ela Wolf sieht sich vor der Herausforderung, klar Position beziehen zu müssen als sie mit Berliner Künstlern die Ausstellung „Jein“ plant. Der Band ist das Debüt von Schwarz. Sie studierte Bildende Kunst mit den Schwerpunkten Malerei und Grafik an der Universität der Künste und an der University of the Arts London. In der Pablo-Neruda-Bibliothek liest sie aus ihrem Buch und diskutiert mit Moderatorin Gesa Ufer. Im Anschluss signiert sie.

Pablo-Neruda-Bibliothek, Frankfurter Allee 14, Friedrichshain, 13. Februar, 19.30 Uhr, Eintritt frei

Großplanetarium zeigt Film über Leben und Schaffen von Vincent van Gogh

Für gewöhnlich erlaubt es Einblicke in die Tiefen des Weltalls. Diesmal eröffnet das Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg die Sicht auf ein Genie der Kunstgeschichte. Und zeigt am Sonntag den preisgekrönten Kinofilm „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“ des Regisseurs Julian Schnabel. Mit diesem „Biopic“ liefere er einen tiefen Einblick in den kreativen Schaffensprozess des Künstlers, kündigt das Planetarium an. Hauptdarsteller Willem Dafoe durchlebt in der Rolle van Goghs die Höhen und Tiefen dessen später Schaffenszeit im Süden Frankreichs. Für seine Darstellung erhielt Dafoe eine Oscar-Nominierung. Und bei der Präsentation können Cineasten seine intensive Schauspielleistungen in Verbindung mit einer besonderen Kameraführung im großen Format nachvollziehen. Es handelt sich um einen Beitrag der Filmreihe „Planet Art“, bei der das Planetarium Künstlerpersönlichkeiten in den Fokus nimmt.

Zeiss-Großplaneratarium, 80, 10405 Berlin, 9. Februar, 11.30 Uhr. Eintritt 9 Euro, ermäßigt 7