Vandalismus

Verstopfte Toiletten: TU muss Dixie-Klos aufstellen

Verstopfte Rohre und Vandalismus bereiten der Zentralbibliothek der Technischen Universität Probleme. Jetzt müssen Dixies helfen.

In der Universitätsbibliothek der Technischen Universität (TU) sind häufig Toiletten gesperrt.

In der Universitätsbibliothek der Technischen Universität (TU) sind häufig Toiletten gesperrt.

Foto: Christian Latz / BM

Berlin. Für Studierende, die in der Zentralbibliothek der Technischen Universität (TU) arbeiten und lernen, ist der Toilettengang nicht angenehm. Viele WC sind verstopft und verdreckt, die Klopapierrollen laufen querverteilt durch den Raum. Nun zieht die Hochschule die Reißleine. Um genügend Toiletten zur Verfügung zu stellen, baut die Universität sechs Dixi-Klos am Eingang zur Bibliothek auf. Studierende müssen für den Toilettengang nun also vor die Tür.

Seit geraumer Zeit sei die Situation der Toilettenanlagen im Gebäude der Universitätsbibliotheken der TU und der Universität der Künste (UdK) „sehr unbefriedigend“, schreibt die Bibliotheksleitung in einer Mitteilung an die Studierenden. Immer wieder komme es zu Verstopfungen und Havarien. Zum Teil ständen ganze Toilettenbereiche nicht zur Verfügung. „Der Zustand ist auch aus Sicht der Bibliotheksleitung unhaltbar“, heißt es weiter.

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Abwasserrohre sollen mit Kameras überprüft werden

Um der „akuten Mangelsituation“ zu begegnen und eine komplette Schließung des Bibliotheksgebäudes zu verhindern, kommen nun also die Dixis. „Das ist notwendig geworden, denn wir gehen auf den Februar zu“, erklärt Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU. Wegen der Klausurphase kämen in dieser Zeit im Monatsvergleich die meisten Besucher zum Büffeln in die Bibliothek. 1200 Personen seien es im Schnitt täglich.

Die ärgerliche Situation für die Hochschule habe verschiedene Gründe, sagt Terp. „Es ist ein Mix aus Vandalismus und Baumängeln.“ Um die Ursachen der häufigen Störungen herauszufinden, sollen nun unter anderem die Abwasserrohre mit Kameras abgefahren werden, schreibt die Bibliotheksleitung. Anschließend solle ein Maßnahmenplan entstehen, um die Situation wieder dauerhaft für die Besucher zu verbessern.

Bis dahin führt der Weg zur Toilette für manche Studierende in die blauen Kabinen. Immerhin: Die Notklos sind unisex, stehen also Personen jedes Geschlechts gleichermaßen offen. So manchem Asta-Mitglied dürfte bei dem Gedanken das Herz höher schlagen. Zählt genau das doch seit Jahren zur Forderung einiger Studierendenvertreter. Die Toiletten am Bibliothekseingang sind übrigens abgeschlossen. Wer sie nutzen möchte, muss sich den Schlüssel beim Pförtner abholen.

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