Krankenhäuser

In 397 Fällen wurden Schwangere in Berlin abgewiesen

Die Schwangeren wurden an andere Krankenhäuser weiterverwiesen, wie aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht.

Schwangere Frau (Symbolbild)

Schwangere Frau (Symbolbild)

Foto: iStock

Berlin. Die Geburt steht bevor, aber die Kreißsäle sind überlastet: In mindestens 397 Fällen sind Schwangere 2018 von Berliner Kliniken abgewiesen worden. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Linken-Abgeordneten Wolfgang Albers hervor. Die betroffenen Frauen wurden demnach an andere Kliniken weiterverwiesen.

Die Zahlen zeigen allein das Bild an acht der insgesamt 19 Geburtskliniken, die vom Senat angefragt wurden. Weitere acht Häuser hätten keine Angaben machen können, eines habe nicht geantwortet, hieß es. Zwei Kliniken hätten angegeben, keine Frauen weiterverwiesen zu haben. Insgesamt waren 2018 in Berliner Kliniken knapp 42.000 Geburten erfasst worden.

"Dem Senat sind keine durch eine Weiterleitung bewirkte Geburtskomplikationen oder Schäden an Mutter oder Kind bekannt", erklärte die Gesundheitsverwaltung. 2017 sei es in einem Fall "durch die Verkettung verschiedener Ursachen" auf dem Gelände eines aufnehmenden Krankenhauses und nicht erst im Kreißsaal zu einer Geburt gekommen.