Auszeichnung

Innovationspreise für digitale Helfer

Zwei Berliner und drei Brandenburger Unternehmen erhalten den Innovationspreis 2019.

Jonas Dunkel (2.v.l.) und Jacek Zawisza (2.v.r.) von der Berliner Firma Kamioni haben eine Software für die Baulogistik entwickelt. Neben ihnen Christian Rickerts (l.), Berliner Wirtschaftsstaatssekretär, und Jörg Steinbach (r.), Wirtschaftsminister von Brandenburg.

Jonas Dunkel (2.v.l.) und Jacek Zawisza (2.v.r.) von der Berliner Firma Kamioni haben eine Software für die Baulogistik entwickelt. Neben ihnen Christian Rickerts (l.), Berliner Wirtschaftsstaatssekretär, und Jörg Steinbach (r.), Wirtschaftsminister von Brandenburg.

Foto: Innovationspreis

Potsdam. Die weltweit erste Diagnosesoftware zur automatischen Erkennung von Tiefer Venenthrombose, ein Großkollektor für die Einspeisung von Solarwärme, ein Laser für den Einsatz im Weltraum, eine Lösung für die digitale Baustellenlogistik sowie eine Technologie, die den Austausch von Heizungspumpen erleichtert, zählen zu den Gewinnern des diesjährigen Innovationspreises Berlin Brandenburg.

Die Auszeichnungen wurden am Abend in Potsdam von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) und Berlins Wirtschaftsstaatssekretär Christian Rickerts (parteilos, für Grüne) vergeben. Der Preis wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg sowie von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ausgelobt. Die Auszeichnung ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Kamioni aus Berlin entwickelte digitale Kommandozentrale für die Baustelle

Mit Kamioni und Perto zählten auch zwei Unternehmen aus der deutschen Hauptstadt zu den Preisträgern. Kamioni hat eine Software-Lösung für die digitale Logistik in der Bauindustrie entwickelt. Durch die digitale Vernetzung aller Partner werde die Auslastung von Lastwagen und die Baustellenproduktivität maximiert und so auch der Verkehr entlastet. „Die innovative digitale Kommandozentrale von Kamioni zeigt eindrucksvoll, wie moderne und effiziente Logistik in der Baubranche aus der Region für die Region aussehen kann“, sagte Innovationspreis-Jurymitglied Dietmar Gröhlich.

Auch der zweite Preisträger aus Berlin, Perto, bietet smarte Lösungen für Handwerker an. Die von dem Start-up entwickelte Software soll den Austausch von Heizungspumpen erleichtern. Neu eingebaute Pumpen sind dann mit intelligenter Messtechnik ausgestattet und werden mit einer Plattform verbunden, die dabei hilft, weitere Einsparpotenziale zu erkennen. Perto habe eine Prozessdigitalisierung entwickelt, die nicht nur Vorteile für den Kunden, sondern auch für das Handwerk biete, sagte die Jury.

206 Firmen aus Berlin und Brandenburg hatten sich beworben

Preisträger aus Brandenburg waren das Unternehmen AkoTec aus Angermünde, das einen Großkollektor zur Einspeisung von Solarwärme in das Nah- und Fernwärmenetze gebaut hat. Auch die Firma Digos Potsdam, die mit einem Laser mögliche Kollisionen zwischen Satelliten und Weltraumschrott vorhersagen kann, wurde ausgezeichnet. Prämiert wurde auch das Potsdamer Unternehmen ThinkSono für sein zuverlässiges Verfahren zur Erkennung von Tiefer Venenthrombose.

Der Innovationspreis Berlin Brandenburg wird seit 1984 vergeben. In diesem Jahr hatten sich um die Auszeichnung aus beiden Bundesländern 206 Unternehmen beworben.