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„Knutschen statt Knallen“: Kampagne gegen Silvesterböllerei

Immer wieder werden Menschen an Silvester durch Böller verletzt. Die Kampagne „Knutschen statt Knallen“ weist auf Gefahren hin.

Senat startet Kampagne "Knutschen statt Knallen"

Das Land Berlin will Menschen Silvester vom Böllern abhalten. Die Kampagne dazu heißt "Knutschen statt Knallen" und ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

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In gut einem Monat ist schon wieder Silvester. Zum Jahreswechsel wird auch wieder viel geböllert. Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales will mit einer Kampagne auf die Gefahren der Silvesterböllerei hinweisen. Der Senat erfüllt damit einen entsprechenden Auftrag des Berliner Abgeordnetenhauses.

Die Kampagne „Knutschen statt Knallen“, die kommende Woche in der Partymetropole Berlin startet, wird begleitet durch einen Kurzfilm, Plakate und Aufklebekarten. Die Plakate werden in Schulen, Jugendeinrichtungen und Krankenhäuser zu sehen sein. Außerdem wurden Aufklebekarten an 467 Berliner Gastronomen verteilt.

In dem Kurzfilm ist zu sehen, wie sich drei junge Menschen über einen Messenger-Dienst über den Silvesterabend unterhalten. Zwei junge Männer wollen abends in der Stadt böllern. Ein Mädchen antwortet, dass es gefährlich ist. In einer letzten Nachricht von ihr heißt es dann: "Lass lieber knutschen". Im Schlussbild ist dann zu sehen, wie sie einen jungen Mann küsst - "Knutschen statt Knallen".

Drei Böllerverbotszonen in Berlin

In Berlin wird es Silvester neue Böllerverbote geben. An der Pallasstraße in Schöneberg und am nördlichen Teil des Alexanderplatzes in Mitte gibt es Feuerwerksverbotszonen. Damit hat Berlin drei böllerfreie Zonen. Bei der offiziellen Silvesterparty an der Straße des 17. Juni und am Pariser Platz ist das Böllern schon länger untersagt. Verstöße gegen dieses Verbot sollen konsequent geahndet werden.

Böllern ist in diesen Bereichen verboten, weil es Übergriffe auf Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in den vergangenen Silvesternächten gab. In Schöneberg lieferten sich in einer Silvesternacht 150 Personen eine Straßenschlacht. Erst eine Polizei-Hundertschaft konnte sie auflösen.