Weihnachten in Berlin

Weihnachtsmärkte - So schützen Sie sich vor Taschendieben

Auf Weihnachtsmärkten schlagen Taschendiebe in Berlin besonders gern zu. Wir haben sechs Tipps, worauf Sie achten müssen.

Weihnachtsmarktzeit in Berlin: Im Gedränge greifen Taschendiebe besonders oft zu.

Weihnachtsmarktzeit in Berlin: Im Gedränge greifen Taschendiebe besonders oft zu.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Berlin. Im Advent gehört für viele Berliner ein Gang über einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte der Stadt einfach zur Vorweihnachtszeit dazu. Meist sind die Märkte gut besucht, man schiebt und drängt sich an den Ständen und Glühweinbuden.

Doch nicht selten gibt es danach ein böses Erwachen: Das Handy fehlt oder die Geldbörse ist weg. Dass jemand in die Tasche gegriffen hat, bemerken die meisten erst, wenn es schon längst zu spät ist.

Das wissen natürlich auch die Taschendiebe, denen die Weihnachtsmarktsaison - wie jedes Jahr - besonders günstige Gelegenheiten bietet, um im Gedränge unerkannt zuzuschlagen.

Laut Kriminalstatistik der Polizei wurden im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt 104.196 Taschendiebstähle angezeigt, 2017 waren es 127.376 Fälle. Trotz des Rückgangs machten die Diebe noch 34,2 Millionen Euro Beute.

Taschendiebe arbeiten meist im Team

Wer die Tricks und Maschen der Diebe kennt, kann sich aber schützen. „Taschendiebe sind häufig professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind“, sagt Kriminaloberrat Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Dabei gehen die Täter meist in Teams vor. Einer lenkt das potentielle Opfer ab, ein Zweiter greift zu und ein Dritter entfernt sich schnell mit der Beute vom Tatort und taucht in der Menge unter.

Dabei gehen die Taschendiebe äußerst clever vor, so Schmidt: „Fast täglich werden neue Tricks bekannt: Opfer werden im Gedränge angerempelt oder unter einem Vorwand abgelenkt, beispielsweise in dem ihre Kleidung versehentlich beschmutzt wird, oder die Täter nach dem Weg fragen.“

Die meisten Taschendiebstähle bleiben unaufgeklärt, weil die Tat oft erst bemerkt wird, wenn es zu spät ist. 2018 lag die Aufklärungsquote bei nur 5,7 Prozent.

Die Polizei gibt Tipps, wie Sie sich vor Taschendieben schützen können:

  • Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.


  • Tragen Sie Geld, Karten, Papiere und Ihr Handy immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.

  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.

  • Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.

  • Legen Sie Geldbörsen nicht oben in die Tasche oder den Korb, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.

  • Stellen Sie Ihre Handtasche nie unbeaufsichtigt ab oder hängen sie irgendwo auf.

Die Polizei zeigt in kurzen Videos, welche Tricks Taschendiebe noch anwenden, um an ihre Beute zu kommen.

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