Verkehr

Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke: A100 mehrfach gesperrt

Ab Montag müssen sich Autofahrer auf der A100 auf Einschränkungen einstellen. Hintergrund ist der Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke

Auf der A100 drohen Staus: Auf dem Berliner Stadtring stehen Bauarbeiten an.

Auf der A100 drohen Staus: Auf dem Berliner Stadtring stehen Bauarbeiten an.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Autofahrer müssen in der zweiten Novemberhälfte auf der A100 mit Einschränkungen und Staus rechnen. Ab Montag, den 19. November beginnen Vollsperrungen, zudem stehen in Teilabschnitten bis Ende des Monats nur zwei statt drei Fahrstreifen zur Verfügung.

Hintergrund des Ganzen ist der geplante Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke. Für diesen finden nun verschiedene Vorarbeiten und Untersuchungen auf mögliche Kampfmittel statt, die sich in dem Bereich noch aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnten.

Vollsperrungen auf der A100 in mehreren Nächten

Die erste Sperrung stand in der Nacht vom 18. auf den 19. November in der Zeit von 22 bis 5 Uhr an. Die A100 wurde zwischen der Anschlussstelle (AS) Kaiserdamm und dem Autobahndreieck (AD) Funkturm in Richtung Neukölln gesperrt, um die Baustelle einzurichten.

Im Anschluss, von Dienstag, 19. November, bis Freitag 29., November wird die linke Fahrspur zwischen AS Kaiserdamm bis Höhe ICC durchgängig gesperrt. In der Nacht vom 28. auf den 29. November soll der Abbau der Baustelle und damit erneut eine Vollsperrung von 22 bis 5 Uhr zwischen der AS Kaiserdamm und dem AD Funkturm folgen.

Ebenjener Bereich wird auf mögliche Kampfmittel geprüft. „Im betroffenen Bereich befinden sich einige Verdachtsmerkmale, die im Vorfeld des Umbaus untersucht werden müssen“, schreibt die VIZ. Dazu gehören Bombentrichter, Splittergräben und Barackenstandorte aus dem Zweiten Weltkrieg.

A100 wird von drei auf zwei Fahrspuren verengt

Arbeiten stehen auch auf der Strecke zwischen zwischen dem Autobahndreieck Charlottenburg und der Anschlussstelle Spandauer Damm an. Dort wird die Autobahn von Mittwoch, 20. November, bis Freitag, 29. November, in Fahrtrichtung Neukölln von drei auf zwei Fahrstreifen verengt.

In dem gesamten Zeitraum sind zudem die Ausfahrt Spandauer Damm und die Einfahrt Siemensdamm in Richtung Neukölln gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert.

Auch gibt es zwei Vollsperrungen, zum Auf- bzw. Abbau der Baustelle. In der Nacht vom 19. auf den 20. November, von 22 bis 5 Uhr, muss laut VIZ die A100 zwischen den Anschlussstellen Jakob-Kaiser-Platz und Spandauer Damm gesperrt werden. Betroffen ist zudem die Autobahn A111 zwischen AS Heckerdamm und AD Charlottenburg in Fahrtrichtung Neukölln gesperrt werden.

Parallele Bauarbeiten soll Einschränkungen in Zukunft minimieren

Eine zweite Vollsperrung erfolgt in der Nacht vom 29. zum 30. November, ebenfalls von 22 bis 5 Uhr. Grund für die Einschränkungen auf diesem Abschnitt sind Bohrarbeiten im Fahrbahnbereich zur Baugrunderkundung vor und hinter der Rudolf-Wissell-Brücke. „Sie sollen vor allem Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheiten liefern“, erklärt die VIZ.

In dem in beiden Abschnitten der A100 parallel gearbeitet wird, wolle man zukünftige Einschränkungen auf der Autobahn minimieren. Die Arbeiten in die nächsten Ferien zu verlegen sei nicht möglich gewesen, weil dies zu „erheblichen Verzögerungen bei den Planungen für den Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke und den Umbau des Autobahndreiecks Funkturm“ geführt hätte, so die VIZ.