Stadtplanung

Berliner CDU will einen Wald auf dem Tempelhofer Feld

Berlins CDU möchte neben einer Randbebauung auch einen Wald auf dem ehemaligen Flughafengelände anpflanzen.

Die Berliner CDU möchte das Tempelhofer Feld aufforsten.

Die Berliner CDU möchte das Tempelhofer Feld aufforsten.

Foto: CDU Berlin

Berlin. Nach dem Willen der Berliner CDU soll auf dem Tempelhofer Feld ein Wald entstehen. 110 der 355 Hektar Freifläche sollen aufgeforstet werden, sieht der Leitantrag für einen kleinen Parteitag an diesem Dienstag vor. „Die Idee ist, neben der Randbebauung einen neuen Forst zu gestalten“, sagte CDU-Landeschef Kai Wegner am Sonntag. „Mit dem Tempelhofer Forst entsteht eine neue grüne Lunge für Berlin.“ Mit dem Vorstoß möchte die CDU eine Diskussion über die Umgestaltung der riesigen Freifläche auf dem Tempelhofer Feld anstoßen.

Nach dem erfolgreichen Volksentscheid zur Nachnutzung des ehemaligen Flughafens ist eine Bebauung und Bepflanzung zwar derzeit ausgeschlossen. Die CDU setzt aber darauf, dass die Berliner angesichts der Wohnungsnot und der wachsenden Einwohnerzahl heute nicht mehr in der Mehrheit gegen eine Bebauung sind. Deshalb soll parallel zur kommenden Abgeordnetenhauswahl im Jahr 2021 eine Volksbefragung stattfinden. Die neue Landesregierung könnte dann die Wünsche der Berliner umsetzen, sieht der Plan der CDU vor.

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Tempelhofer Feld: CDU-Pläne sehen 6000 Wohnungen für 20.000 Menschen vor

Die Fläche von 110 Hektar entspricht etwa der Hälfte des derzeitigen Großen Tiergartens. Wie viele Bäume dafür gepflanzt werden müssen, ist unklar. „Dabei handelt es sich um ein Langzeitprojekt, das erst in 50 bis 60 Jahren abgeschlossen ist“, sagte CDU-Generalsekretär Stefan Evers.

Viel schneller soll der Wohnungsneubau realisiert werden. Auch das ist nach dem Tempelhof-Gesetz verboten. Die Pläne der CDU sehen jedoch eine Randbebauung an der Tempelhofer Seite entlang der Autobahn und des Tempelhofer Damms vor. Insgesamt sollen hier 6000 Wohnungen für 20.000 Menschen entstehen. Auf dem Parteitag am Dienstag will die CDU vor allem das Thema Nachhaltigkeit behandeln.