Klimaprotest

"Extinction Rebellion": Stresemannstraße ist geräumt

Seit Tagen protestieren die Aktivisten von Extinction Rebellion. Nun harren sie vor dem Bundesministerium für Umwelt aus.

Berlin. Die Umweltaktivisten von Extinction Rebellion wollen auch am vierten Tag ihrer Aktionswoche in Berlin mit Protesten für mehr Klimaschutz eintreten. Wir berichten von den Ereignissen im Blog.

Die Proteste von "Extinction Rebellion" in Berlin in Kürze

  • Hunderte Aktivisten haben am Montag den Großen Stern in Tiergarten und den Potsdamer Platz besetzt, die Polizei räumte den Platz am Dienstag, die Aktivisten beendeten die Blockade am Großen Stern am Mittwoch.
  • Am Mittwoch wurden die Marshall-Brücke und die Mühlendammbrücke in Mitte besetzt, ebenso die Jannowitzbrücke und die Oberbaumbrücke. Die Mühlendammbrücke und die Oberbaumbrücke sind wieder befahrbar.
  • Am frühen Mittwochabend blockierten Aktivisten den Kurfürstendamm in Höhe der Joachimsthaler Straße. Die Polizei räumte die Kreuzung mehrere Stunden später.
  • Die Jannowitzbrücke ist am Donnerstagmorgen von der Polizei geräumt worden.
  • Neun Rebellen klebten ihre Hände an die Eingangstür des Konrad-Adenauer-Hauses (CDU-Bundesgeschäftsstelle) in der Klingelhöferstraße.
  • Die Karl-Liebknecht-Brücke am Berliner Dom in Mitte wurde kurzzeitig besetzt.
  • Die Aktivisten waren in der Parteizentrale der Grünen. Sie kritisierten die Partei.
  • Rebellen blockierten den Eingang des Verkehrsministeriums in der Invalidenstraße.
  • Seit Mittwoch wurde die Marshall-Brücke von Aktivisten besetzt. Am Freitagmittag wurde sie geräumt.
  • XR-Aktivisten demonstrieren vor dem Bundesministerium für Umwelt in der Stresemannstraße.

+++ Stresemannstraße ist geräumt +++

Die von Demonstranten blockierte Berliner Stresemannstraße am Bundesumweltministerium ist geräumt. „Der Verkehr rollt wieder. Die meisten Demonstranten sind von alleine gegangen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. „Einige wenige“ seien demnach weggetragen worden. Manche Demonstranten hätten sich zuvor mit Klebstoff an der Straße festgeklebt. Andere versuchten, sich an Gegenständen wie Rohren festzuketten.

Die Räumung sei notwendig gewesen, weil die Demonstranten eine Bürgerversammlung auf der Fahrbahn abhalten wollten, erklärte der Sprecher. Der Umweltbewegung wurde als Alternative eine Fläche an der Köthener Straße angeboten. Dort hielten sich nach Polizeiangaben gegen 15.00 Uhr rund 150 Menschen auf. Die XR-Organisatoren hatten ursprünglich für den Sonntag ein Kulturprogramm und Diskussionsrunden in der blockierten Stresemannstraße geplant.

+++ Polizeihubschrauber im Einsatz +++

Die Polizei setzte am Sonntagnachmittag Hubschrauber ein, um sich einen besseren Überblick über die Protestaktionen und Versammlungen zu verschaffen.

+++ Polizei räumt die Stresemannstraße +++

Die Polizei teilte am Sonntagmittag beim Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die Aktivisten die Fahrbahn der Stresemannstraße verlassen sollen. Sie sollen sich zum Versammlungsort Köthener Straße Ecke Stresemannstraße begeben.

„Wir möchten die Fahrbahn frei bekommen und sprechen mit den Demonstranten“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmittag. Hintergrund der Räumung sei eine von den Aktivisten geplante Bürgerversammlung, die nicht auf der Straße abgehalten werden könne, teilte der Polizeisprecher mit. „Wir setzen auf das Gespräch miteinanander und hoffen, dass die Fahrbahn dann freigegeben wird“.

In der Nacht auf Sonntag hatten nach Angaben der XR-Sprecherin Lu-Yen Roloff rund 100 Aktivisten auf der Stresemannstraße vor dem Ministerium in Schlafsäcken übernachtet, „eng an eng“. Auf einem Transparent hieß es: „Wann wacht die Politik auf?“ Für den Sonntag hatte Extinction Rebellion dort auch ein Kulturprogramm und Diskussionsrunden geplant.

+++ Aktivisten weiter vor Umweltministerium - Abbau des Klimacamps geplant +++

Die Aktivisten campieren weiter vor dem Bundesumweltministerium in der Stresemannstraße. Die Organisatoren suchen derweil schon einmal Unterstützer zum Abbau des Klima-Camps.

+++ XR-Chor an der Mall of Berlin +++

An der Mall of Berlin tritt jetzt laut Extinction Rebellion ein XR-Chor auf.

+++ Versammlung am Hermannplatz +++

Laut Polizei versammeln sich rund um den Hermannplatz Teilnehmer einer angemeldeten Versammlung.

+++ Aktivisten blockieren keine Straßen mehr +++

Nach Straßenblockaden in den vergangenen Tagen durch die Aktivisten hat die Polizei am Sonnabendvormittag keine Störungen gemeldet. In der Stresemannstraße nahe des Anhalter Bahnhofs hielten sich noch mehrere hundert Menschen auf, teilte ein Sprecher vor Ort mit. „Sie halten Small-Talk in der Sonne. Die Lage ist ruhig.“

Der Verkehr werde nicht blockiert. Zuvor hatten nach Angaben einer Polizeisprecherin „Personen im einstelligen Bereich“ versucht, die Eingänge zum Bundesumweltministerium zu blockieren.

+++ Aktivisten vor dem Bundesministerium für Umwelt +++

Seit dem Freitagabend harren etwa 500 Rebellen vor dem Bundesministerium für Umwelt an der Stresemannstraße aus."Extinction Rebellion" schrieb verfasste einen offenen Brief an das Ministerium. Darin heißt es u.a.: "Ihr, die Mitarbeiter des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz, seid unsere gewählten politischen Vertreter*innen im Auftrag der Menschen, die heute vor Eurer Tür sitzen. Ihr seid diejenigen, die seit Jahrzehnten am der Quelle der Umweltwissenschaften sitzen. Doch sagt ihr nicht die Wahrheit. Wir wissen, dass ihr die Fakten kennt. Wir wissen, dass ihr wisst, wie dramatisch die Lage ist."

+++ Demonstration am Potsdamer Platz +++

Zahlreiche Demonstranten haben sich am Potsdamer Platz und an der Stresemannstraße versammelt und demonstrieren vor dem Umweltministerium.

+++ Aktivisten kleben sich an Kraftwerkstor +++

Schwedische Aktivisten von XR haben sich offenbar an das Tor des Vattenfall-Kraftwerks Reuter West geklebt. Die Polizei weist bei Twitter auf englisch "bei allem Respekt vor dem kreativen Protest" darauf hin, dass die Zugänge zu Gebäuden mit kritischer Infrastruktur frei zu bleiben hätten. Die Aktivisten sollten so bald wie möglich gehen.

+++ Demonstration durch das Regierungsviertel +++

Vom Brandenburger Tor soll bis 15.30 Uhr eine Demonstration von Extinction Rebellion durch das Regierungsviertel ziehen. Die Verkehrsinformationszentrale warnt Autofahrer vor Verkehrsbehinderungen.

+++ Marshall-Brücke ist geräumt +++

Laut den Aktivisten ist die Marshall-Brücke nach rund 60 Stunden Blockade geräumt. Jetzt soll eine große Demonstration am Brandenburger Tor starten.

+++ "Extinction Rebellion" unterstützen Fridays for Future +++

Die Aktivisten von Fridays for Future demonstrieren am Freitagmittag. Der Zug ist auf dem Weg zum Verkehrsministerium. Die Schüler werden von Mitgliedern von "Extinction Rebellion" unterstützt.

+++ Marshall-Brücke wird geräumt +++

Seit Mittwoch besetzten die Aktivisten von "Extinction Rebellion" die Marshall-Brücke in Mitte. Am Freitagvormittag wurde mit der Räumung begonnen.

+++ "Extinction Rebellion" kündigen spektakuläre Aktion an +++

Die Aktivisten von "Extinction Rebellion" treffen sich ab 13 Uhr am Brandenburger Tor. Die Organisatoren kündigten in der Nachrichtengruppe eine "große und spektakuläre Aktion" an. Die Verkehrsinformationszentrale warnt vor "erheblichen Verkehrseinschränkungen".

+++ Marshall-Brücke ist weiterhin blockiert +++

Die Klima-Aktivisten besetzen immer noch die Marshall-Brücke in Mitte. Die Brücke ist seit Mittwoch blockiert.

+++ XR und Fridays for Future - Proteste gehen weiter +++

Auch am Freitag soll es wieder Aktionen von "Extinction Rebellion" geben. Auf Twitter teilte sie mit, dass es um 13 Uhr eine Demonstration am Brandenburg Tor gibt.

Die Anhänger von Fridays for Future wollen derweil ebenfalls wieder auf die Straßen gehen. Die Umweltbewegung hat zu Aktionen aufgerufen, zu denen sie mehrere Hundert Teilnehmer erwartet.

Nach Angaben der Veranstalter soll zudem am Vormittag eine Demonstration durch das Regierungsviertel und eine Fahrraddemo vom Westkreuz aus starten. Am Mittag wollen sich auch die Anhänger von Fridays for Future am Roten Rathaus versammeln.

Das sind die Treffpunkt von Fridays for Future

  • ab elf Uhr Rathaus Schöneberg
  • ab elf Uhr Westkreuz
  • ab elf Uhr Annemirl-Bauer-Platz (direkt am Bahnhof Ostkreuz)
  • ab elf Uhr Gesundbrunnen
  • ab zwölf Uhr Invalidenpark
  • ab 14 Uhr Rotes Rathaus

+++ Stand der Blockaden am Donnerstagabend +++

Am Donnerstagabend waren nach wie vor die Kottbusser Brücke und die Marshall-Brücke besetzt. Eine Blockade der Chausseestraße vor dem Naturkundemuseum sollte um 21.30 Uhr aufgehoben werden. Die Aktivisten kündigten eine weitere "große Aktion" für den Freitagmorgen an.

+++ Blockade der Kottbusser Brücke +++

Die Demonstrierenden bleiben dem Prinzip "Bienenschwarm" treu und starten an immer neuen Stellen in der Stadt ihre Blockaden. Aktuell sollen Aktivisten die Kottbusser Brücke besetzt haben, wie Extinction Rebellion Berlin mitteilten.

+++ Aktivisten verfassen offenen Brief an die Grünen +++

Die Aktivisten von "Extinction Rebellion" haben in einem offenen Brief die Grünen kritisiert. "Eure Partei hat von der Welle der Klimabewegung stark profitiert und viele von Euch erst Wahlen gewinnen lassen. Trotzdem verwässern die Grünen Ziele und Erklärungen, und das politische Tagesgeschäft bestimmt Euer Handeln. Wir sind darauf angewiesen, dass Ihr Euer politisches Mandat nutzt, um den notwendigen Wandel mit aller Macht durchzusetzen - dafür reicht es nicht, wenn Ihr Euch allein auf das politische Tagesgeschäft und die Normalitäten des politischen Betriebes konzentriert," schreiben die Rebellen.

+++ Rebellen am Mehringdamm +++

Die Aktivisten demonstrieren auf dem Mehringdamm Ecke Gneisenaustraße. "Wir blockieren nicht nur, wir erklären den Autofahrer:innen auch warum. Es geht ums Überleben, wir machen das auch für euch!", teilten sie auf Twitter mit.

+++ Aktivisten vor Verkehrsministerium +++

Die Aktivisten, die in der Stadt ausgeschwärmt sind, demonstrieren u.a. vor dem Eingang des Verkehrsministeriums in der Invalidenstraße. Auf einem Plakat steht: "Mobilitätswende statt Scheinlösungen"

"Auch Andreas Scheuer ist in letzter Zeit als Blockierer aufgefallen - allerdings blockiert er keine Straßen sondern Klimaschutzmaßnahmen. Deswegen haben wir eine Botschaft ins Verkehrsministerium überbracht", teilten die Organisatoren von "Extinction Rebellion" beim Kurznachrichtendienst Twitter mit.

+++ Marshall-Brücke ist weiterhin blockiert +++

Wie die Polizei mitteilte, ist die Marshall-Brücke immer noch von den Aktivisten besetzt.

Etwa 200 Menschen legten wie schon am Vortag die Marshall-Brücke in der Nähe des Bundeskanzleramtes lahm.

+++ Aktivisten kritisieren die Grünen +++

Am Donnerstagmorgen waren die Rebellen auch bei den Grünen in der Parteizentrale am Platz vor dem Neuen Tor. Robert Habeck begrüßte die Demonstranten am Eingang. Die Aktivisten teilten die Grünen mit, dass sie enttäuscht sind. "Wir sind enttäuscht! Kehrt zu euren Wurzeln zurück ihr müsst viel mehr tun! Danke für die offene Türe Robert Habeck", twitterten die Organisatoren.

+++ "Extinction Rebellion" enttäuscht von Regierung - erneute Proteste +++

"Extinction Rebellion" (XR) hat sich enttäuscht von der Bundesregierung gezeigt. „Unsere Forderungen wurden nicht erfüllt“, sagte XR-Sprecherin Annemarie Botzki am Donnerstag in Berlin. „Und die Regierung hat auch nicht das Gespräch mit uns gesucht. Wir sind in einer friedlichen Rebellion, bis die Regierung die Forderungen umsetzt.“

+++ Aktivisten schwärmen aus +++

Am frühen Nachmittag sind die Aktivisten in kleineren Gruppen ausgeschwärmt. "Es handelt sich um dezentrale Aktionen", wie die Organisatoren mitteilten. Es kam zu spontanen Sitzblockaden am Hermannplatz. Auch am Südstern wurde demonstriert. Einige Rebellen trafen sich an der Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Ufer.

+++ Rebellen werden von Konrad-Adenauer-Haus gelöst +++

Neun Aktivisten klebten sich an das Konrad-Adenauer-Haus (CDU-Bundesgeschäftsstelle). Sie blockierten den Gebäudeeingang. Die Polizei löste die Aktivisten, die sich mit einer Hand an die Scheibe geklebt hatten, von dem Gebäude.

+++ Polizei schirmt Aktivisten ab +++

Die Polizei hat die neun Aktivisten, die sich an das Konrad-Adenauer-Haus (CDU-Bundesgeschäftsstelle) geklebt haben, abgeschirmt. Immer mehr Aktivisten kommen in die Klingelhöferstraße. Die Rebellen protestieren gegen die desaströse Klimapolitik der CDU, teilte "Extinction Rebellion" mit.

+++Karl-Liebknecht-Brücke am Berliner Dom wieder frei +++

Die Verkehrsinformationszentrale teilte beim Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die Karl-Liebknecht-Brücke am Berliner Dom wieder frei ist. Die Aktivisten haben einen neuen Treffpunkt. Dieser befindet sich auf der Wiese hinter dem Berliner Dom.

+++ Rebellen protestieren vor dem Konrad-Adenauer-Haus +++

Neun Aktivisten demonstrieren vor dem Konrad-Adenauer-Haus in der Klingelhöferstraße. Es handelt sich um die Geschäftsstelle der CDU. "Wir sind nicht mehr bereit eure desaströse Klimapolitik weiter tatenlos hinzunehmen", teilte "Extinction Rebellion Berlin" beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Wenig später rückte die Polizei an.

+++ Karl-Liebknecht-Brücke am Berliner Dom blockiert +++

Die Klima-Aktivisten von "Extinction Rebellion" haben gegen 8.30 Uhr die Karl-Liebknecht-Brücke am Berliner Dom blockiert. Das teilten die Organisatoren mit. Etwa 40 Aktivisten befinden sich auf der Brücke.

+++ Jannowitzbrücke wird geräumt +++

Am Donnerstagmorgen kündigte die Polizei gegen 07.20 Uhr an, die blockierte Jannowitzbrücke demnächst räumen zu wollen. Nach einer Lautsprecheransage werde zunächst abgewartet, ob die Aktivisten die Brücke freiwillig verlassen.

Extinction Rebellion hatte zuvor angekündigt, weiter an der Jannowitzbrücke und an der Marshall-Brücke in Mitte zu bleiben. Nach Polizeiangaben waren an der Jannowitzbrücke am Donnerstagmorgen etwa 250 Menschen, an der Marshall-Brücke 200. Wer am Donnerstag im Zentrum Berlins unterwegs ist, soll nach Empfehlung der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) möglichst das Auto stehen lassen.

Die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg wurde nach Angaben der VIZ in der Nacht wieder freigegeben. Auf Twitter forderten die Aktivisten Unterstützung für die Blockaden auf der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte und der Marshall-Brücke in der Nähe des Bundeskanzleramts.

+++ Jannowitzbrücke und Marshall-Brücke bleiben blockiert +++

Die Umweltaktivisten kündigen an, weiter an der Jannowitzbrücke und an der Marshall-Brücke zu bleiben. Nach Polizeiangaben waren an der Jannowitzbrücke am Donnerstagmorgen etwa 250 Menschen, an der Marshall-Brücke 200. In den Stadtteilen Mitte und Kreuzberg kann es wieder zu langen Wartezeiten für Autofahrer kommen. Wer kann, soll das Auto nach Empfehlung der Verkehrsinformationszentrale am besten stehen lassen.

+++ Nach Schüssen in Halle: Aktionen vorübergehend eingeschränkt +++

Am Mittwochabend kündigt Extinction Rebellion an, die Aktionen aus Rücksicht auf Solidaritätskundgebungen wegen des Angriffs auf eine Synagoge in Halle vorübergehend einzuschränken. Es sollte vor, nach und in der Nähe dieser Kundgebungen zunächst keine neuen Blockaden geben, sagt Sprecherin Annemarie Botzki.

+++ Die Polizei räumt die Kreuzung am Kurfürstendamm +++

Einsatzkräfte der Polizei haben die Aktivisten stundenlang am Kudamm Ecke Joachimsthaler Straße gewähren lassen, wo Musik gespielt und friedlich demonstriert wurde. Allerdings war die Zahl der Teilnehmer am Abend - wohl auch dem Regen geschuldet - deutlich geschrumpft. Jetzt drängen die Einsatzkräfte die Demonstranten von der Kreuzung, Einsatzwagen rücken sofort nach. Bislang verläuft alles friedlich, die Aktivisten skandieren lediglich "Power to the people". Die Kreuzung ist wieder frei. Nur wenige Minuten später fahren bereits die ersten Autos wieder den Kudamm entlang.

+++ Oberbaumbrücke in eine Fahrtrichtung wieder frei +++

Wie die Polizei mitteilt, hätten sich die Personen auf der Oberbaumbrücke nach Gesprächen teilweise zurückgezogen. Die Fahrtrichtung Friedrichshain sei wieder für den Verkehr freigegeben.

+++ Kudamm weiter blockiert - Rettungswagen werden durchgelassen +++

Die Aktivisten blockieren weiter den Kurfürstendamm Höhe Joachimsthaler Straße. Sobald ein Rettungswagen kommt, bilden die Teilnehmer aber eine Rettungsgasse. Laut der Verkehrsinformationszentrale sei die Verkehrslage rundherum relativ entspannt. Lediglich auf der Nürnberger Straße und auf der Uhlandstraße gebe es Stau mit einer Passierdauer von jeweils 10 Minuten.

+++ 18 Buslinien sind stadtweit von den Protesten betroffen +++

+++ Die aktuellen Stauzeiten in Kreuzberg +++

+++ Der Verkehr in Kreuzberg ist stark beeinträchtigt +++



+++ Aktivisten blockieren Kreuzung am Kudamm +++

Zahlreiche Aktivisten haben jetzt die Kreuzung Kurfürstendamm und Joachimsthaler Straße besetzt. Der Verkehr steht auf Kudamm und Joachimsthaler Straße.

+++ Neue Aktion an der Oberbaumbrücke +++

Die Aktivisten wurden aufgerufen, sich an der Oberbaumbrücke zu treffen. Mehrere Personen blockieren offenbar dort bereits die Fahrbahn. Auch die Jannowitzbrücke ist laut Tweets noch blockiert.

+++ Polizei fordert Aktivisten zum Gehen auf +++

Die Polizei hat nach eigenen Angaben die Aktivisten an der Mühlendammbrücke mehrfach aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen. Kämen die wenigen verbliebenen Personen den Aufforderungen nicht nach, würden die Kollegen Platzverweise aussprechen und "Sie ggf. wegtragen".

+++ Aktivisten sammeln sich am Kudamm +++

Am Kurfürstendamm sammeln sich einige Aktivisten, augenscheinlich von Extinction Rebellion, vor dem U-Bahnhof Kurfürstendamm an der Ecke zur Joachimsthaler Straße. Bislang bleiben sie auf dem Bürgersteig, die Polizei hat Sperrgitter aufgestellt. Mehrere Einsatzfahrzeuge sind vor Ort. Laut Extinction Rebellion handelt es sich um die "XR-Youth-Demo" mit Musik, Reden und Picknick.

+++ Mühlendammbrücke offenbar geräumt +++

Die Mühlendammbrücke ist offenbar wieder geräumt, teilt Extinction Rebellion mit. Nur einige Aktivisten, die sich dort angekettet hätten, seien noch vor Ort.

+++ Stau rund um die Jannowitzbrücke +++

+++ Polizei hält Einsatzkräfte bereit +++

+++ Neue Aktion an der Jannowitzbrücke +++

Am Mittag besetzten weitere Aktivisten die Jannowitzbrücke. Weiteres sei noch nicht bekannt, so Extinction Rebellion, die ihre Anhänger unter anderem über WhatsApp informieren. Auch die VIZ Berlin und die Polizei bestätigten, dass die Jannowitzbrücke in beide Richtungen gesperrt ist, weil sich Personen auf den Fahrbahnen befinden. Am Vortag hatten sie zu "Bienenschwarm"-Aktionen aufgerufen, also viele kleine Aktionen in der Stadt. Zur Erinnerung: Um 16 Uhr soll auch eine Blockade am Kurfürstendamm in der City West beginenn. Der genaue Ort ist noch nicht bekannt.

+++ Polizei räumt Großen Stern und Mühlendammbrücke +++

Nach der Besetzung durch Umweltaktivisten hat die Berliner Polizei den Großen Stern in Tiergarten am Mittwochmittag komplett geräumt. In Kürze sollte auch der Verkehr wieder rollen. Auch an der Mühlendammbrücke greifen Einsatzkräfte durch. Nach drei Aufforderungen, die Brücke zu verlassen, beginnen Einsatzkräfte mit der Räumung. Etwa 100 Polizisten sind im Einsatz und tragen die Klimaaktivisten aus dem Blockadebereich an der Auffahrt an der Fischerinsel. Dort befinden sich etwa 200 Demonstranten.

Wie Exticntion Rebellion mitteilte, habe man die Blockade am Großen Stern nach 58 Stunden selbst beendet.

+++ Polizei fordert Aktivisten zum Verlassen der Brücke auf +++

Die Polizei zeigt sich jetzt resoluter, fordert die Blockierer auf, die Mühlendammbrücke zu verlassen. Nur wenige Menschen kommen dem nach. "Es kann zu körperlicher Gewalt kommen, wenn sie sich nicht entfernen", lautet eine Durchsage.

+++ Mühlendammbrücke: Aktivisten ketten sich an +++

Die Polizei hat die Straße vom Molkenmarkt an sowie die Leipziger Straße ab der Axel-Springer-Straße gesperrt. Einige Protestler haben sich mit sogenannten „Lock-ons“ an die mittlere Leitplanke der Brücke gekettet. Auch Komposttoiletten und Wassertanks schafften die Aktivisten kurzfristig auf die Brücke.

+++ Blockade auch auf der Mühlendammbrücke +++

Die Aktivisten weiten ihre Aktionen aus. Mit der Mühlendammbrücke in Mitte haben sie nun eine zentrale Verkehrsader in Berlin blockiert. Sie verbindet die Fischerinsel mit dem Molkenmarkt auf dem nordöstlichen Spreeufer. Laut Polizeiangaben sind etwa 200 Menschen vor Ort. Gassen für Rettungsfahrzeuge werden freigehalten. Die Polizei hat unterdessen die blockierte Altonaer Straße in Tiergarten geräumt. Die Aktivisten hatten die Altonaer Straße und weitere Zufahrtsstraßen zum Großen Stern seit Montagmorgen besetzt.

+++ Verkehrsbehinderungen rund um die Marshall-Brücke +++

Seit dem Beginn der Blockade um drei Uhr versammeln sich immer mehr Menschen auf der Marshall-Brücke. Mehrere Hundert Menschen seien auf der Brücke, teilte die Berliner Polizei am Mittwochmorgen mit. „Es ist so wie in den letzten Tagen auch“, sagte eine Beamtin. „Es sind friedliche Personen, die dort sitzen.“ Zu Verkehrsbehinderungen werde es aber sicherlich kommen.

Aufgrund der Blockade an der Brücke hat die Polizei die Zufahrten ab der Wilhelm - und Margarete-Steffin-Straße in beide Richtungen gesperrt. Auch der Schiffbauerdamm ist auf unbestimmte Zeit gesperrt. Zu Einschränkungen soll es auch auf den Buslinien 100, 147 und 245 kommen.

„Sobald die Politik auf unsere Forderungen reagiert, würden wir die Brücke freigeben“, erklärte XR-Aktivist Marco Gergele. Ansonsten bleibe man so lange vor Ort, wie man schaffe.

+++ Aktivisten besetzen in der Nacht Marshall-Brücke in Mitte +++

Um Punkt drei Uhr in der Nacht zu Mittwoch trafen Aktivisten an der Marshall-Brücke in Mitte ein und bauten innerhalb kürzester Zeit Equipment auf. Darunter ein Floß mit einem Segel mit der Aufschrift "Wir sitzen alle im selben Boot und die Crew spielt mit unserem Tod! Seid Teil der Lösung! Rebel for Life" und eine große blaue Plastikplane mit Plastikmüll, die auf die Verschmutzung der Meere hinweisen soll. Auf Transparenten war "Climate Justice" und "Tell the truth" zu lesen. Die Polizei traf mit mehreren Streifenwagen ein. Einige Aktivisten begannen zu singen, andere legten sich direkt schlafen.

+++ Mittwoch soll der Kurfürstendamm besetzt werden +++

Die Organisatoren der Gruppe verschickten am Dienstagnachmittag die Nachricht, dass sie am Mittwoch den „Protest an zwei neuen Blockadeorten“ fortsetzen werden. Es sollen die Marshall-Brücke in Mitte und der Kurfürstendamm blockiert werden. Die Blockade am Kurfürstendamm soll um 16 Uhr beginnen. Auch vor dem Kanzleramt soll es ab 8.30 Uhr einen Protest geben.

+++ Keine Räumung mehr am Großen Stern +++

Die Aktivisten hielten in der Nacht zu Mittwoch weiter den Großen Stern in Tiergarten besetzt. Mehrere Hundert Aktivisten übernachteten erneut an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Zwei der fünf Achsen, die auf den großen Kreisverkehr führen, waren laut Polizei frei. Der Verkehr werde trotz der noch verbliebenen Aktivisten nicht mehr gestört, sagte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen. Seit dem frühen Dienstagabend fanden keine Räumungen mehr statt. Die Beamten hatten zuvor den ebenfalls seit Montag besetzten Potsdamer Platz geräumt, dabei blieb es den Angaben zufolge friedlich.

Stadtweit seien rund 600 Polizisten im Einsatz, davon 200 am Großen Stern, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstagabend. Ziel sei es, weiteren Blockaden an anderen Orten mit Symbolcharakter sowie einer erneuten Besetzung des Potsdamer Platzes vorzubeugen.

+++ Staus rund um Großen Stern +++

Rund um den Großen Stern kommt es im Berufsverkehr erneut zu Staus, meldet die VIZ am Dienstag.

+++ Großer Stern teilweise wieder befahrbar +++

Laut den Aktivisten von Extinction Rebellion hat die Polizei die Räumung unterbrochen. Ein Video bei Twitter zeigt, dass allerdings ein Teil des Großen Sterns offenbar wieder für den Verkehr freigegeben ist. Eine entsprechende Information kommt auch von der Verkehrsinformationszentrale: Demnach sind die Straße des 17. Juni auf Charlottenburger Seite und die Hofjägerallee Richtung Klingelhöferstraße wieder befahrbar.

+++ Folgen für den Verkehr sind überschaubar +++

Die Folgen für den Verkehr hielten sich laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) zunächst im Rahmen: Kleinräumig gebe es Auswirkungen, sagte ein Sprecher. So bildeten sich etwa Staus rund um den Tiergarten wegen der Besetzung des Großen Sterns, das Umfahren bedeute rund 20 Minuten Zeitverlust. Insgesamt hätten die Klimaproteste aber kein Verkehrschaos ausgelöst, die Lage sei noch entspannt, hieß es.

+++ 600 Polizisten am Großen Stern im Einsatz +++

Mehrere Hundert Aktivisten harren noch rund um die Siegessäule aus. Die Polizei ist laut einem Sprecher mit rund 600 Beamten im Einsatz. Den Menschen „von der Kreuzung zu helfen“, sei das letzte Mittel, so der Sprecher.

+++ Polizei trägt Aktivisten am Großen Stern weg +++

Ein Livestream von Extinction Rebellion zeigt, dass die Polizei damit begonnen hat, Aktivisten von der Farbahn an der Siegessäule wegzutragen. Allerdings sitzen zahlreiche andere nach wie vor auf der Straße. Die Szenen wirken bislang friedlich, wie der neue Livestream von Extinction Rebellion zeigt, geht die Polizei augenscheinlich besonnen vor, spricht mit den Aktivisten und trägt sie dann weg.

+++ Gruppe von Extinction Rebellion in der CDU-Zentrale +++

Eine Gruppe von Extinction Rebellion ist im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Zentrale. Man habe sich eingeladen und frage musikalisch: "Wo ist der Klimaschutz?"

+++ Polizei: Aktivisten am Großen Stern sollen Straßen freimachen +++

Die Polizei führt mit den Aktivisten am Großen Stern Gespräche, um sie zu einem eigenständigen Verlassen der Fahrbahn zu bewegen, wie sie bei Twitter mitteilt. Ansonsten würden die Beamten Personalien aufnehmen, Platzverweise aussprechen und gegebenenfalls Personen wegtragen. Laut Extinction Rebellion versperre die Polizei mit Gattern den Weg vom Klimacamp zum Großen Stern. Gleichzeitig loben sie die Einsatzkräfte der polizei als bislang "sehr kooperativ und friedlich".

+++ Fahrbahn am Potsdamer Platz wieder frei +++

Wie die Polizei mitteilt, befinden sich keine Personen mehr auf den Fahrbahnen am Potsdamer Platz. Die BSR habe "noch schnell durchgefegt". Der normale Verkehr könne wieder rollen.

+++ Polizei: Keine Räumung am Großen Stern +++

Die Polizei widerspricht den Vermutungen von Extinction Rebellion. Die Blockade werde vorerst geduldet. Auch vor Ort sagte ein Polizist unserem Reporter, es gebe Anweisung, die Blockade bis auf weiteres zu dulden. Trotz des schlechten Wetters harren weiter mehrere hundert Aktivisten am Großen Stern aus. Mit großen Planen schützen sie sich gegen den Regen.

+++ Großer Stern vor der Räumung? +++

Wie "Extinction Rebellion" über die sozialen Netzwerke mitteilt, soll nun offenbar auch bald an der Siegessäule geräumt werden. Die Polizei schicke gerade Kräfte dorthin, um die Teilnehmer einzukesseln, teilten die Aktivisten mit. Es sei mit baldiger Räumung zu rechnen. Sie baten um Unterstützung durch Mitstreiter.

+++ Potsdamer Platz in Kürze wieder für den Verkehr frei +++

Die Polizei will den Potsdamer Platz nach Abschluss der Räumung gegen halb 12 wieder für den Verkehr freigeben, sagte der Einsatzleiter Matthias Wenske. Insgesamt zeigte er sich mit dem Einsatz zufrieden. „Es ist sicherlich ein bisschen zäh gelaufen, aber es gab zumindest keine aktive Gewalt.“ Die Polizei habe somit ihr Ziel erreicht. Eine Gruppe von knapp 30 Aktivisten hält derweil weiter am Straßenrand eine angemeldete Mahnwache ab.

+++ Polizei "befreit" letzten Aktivisten +++

Der letzte Aktivist wurde von der Polizei losgemacht. Jetzt muss nur noch das Holzgestell weg und der Potsdamer Platz wird wohl wieder für den Verkehr freigegeben.

+++ Räumung zieht sich hin +++

Die Räumung des Potsdamer Platzes zieht sich. Mittlerweile hat es auch begonnen zu regnen. Noch immer befinden sich drei Aktivisten auf dem Potsdamer Platz, die die Polizei nicht so leicht los bekommt. Besondere Probleme macht ein Blockierer, der seine rechte Hand hinter dem Rücken an eine Holzkonstruktion geklebt hat. Noch wissen die Beamten nicht, wie sie den Mann dort wegbekommen, ohne ihm die Schulter auszukugeln oder ihn anders zu verletzten.

+++ Am Potsdamer Platz kommt die Flex zum Einsatz +++

Einige Aktivisten haben sich an zwei mit Erde gefüllte Betonwannen gekettet. Die Beamten flexen die Aktivisten gerade los. Zusehen soll aber niemand. Deshalb werden die Demonstranten mit weißen Tüchern abgeschirmt. Die Beamten zogen die beiden Wannen schließlich auf einem Hubwagen von der Kreuzung.

+++ Noch einige Aktivisten am Großen Stern +++

Auch rund um den Großen Stern harren die Aktivisten aus. Man sei zum weiteren Vorgehen in Gesprächen mit Verantwortlichen der Bewegung, sagte die Polizeisprecherin. Die Reihen haben sich aber schon deutlich gelichtet.

+++ Nur noch wenige Demonstranten an der Kreuzung am Potsdamer Platz +++

Auf der Kreuzung am Potsdamer Platz sitzen nur einzelne verbliebene Aktivisten, berichtet unser Reporter vor Ort. Der Rest hat die Straße freiwillig geräumt - oder wurde von der Polizei weggetragen. Wer von den Klimaprotestlern die Straße jetzt noch betritt, wird von der Polizei konsequent weggetragen und erhält einen Platzverweis. Unterdessen hat eine neue Gruppe mit der Blockade begonnen. Etwa 20 Personen sitzen auf der Straße. Bisher geht die Polizei zögerlich vor und hat nur Einzelne weggetragen.

+++ Polizisten schneiden angekettete Aktivisten los +++

Mehrere Beamte befreien mit Zangen die Demonstrierenden von Ketten und forderten sie auf, ihre Holzhäuser abzubauen, die sie einen Tag zuvor aufgestellt hatten, wie ein dpa-Reporter berichtet. Bereits am Montagnachmittag waren 480 Demonstranten von der Polizei weggetragen worden. Mehr als 150 Teilnehmer verharrten bis in die Nacht am Potsdamer Platz, nachdem die Polizei eine Räumung abgebrochen hatte.

+++ Offenbar neuer Anlauf zur Räumung des Potsdamer Platzes +++

Mehrere Dutzend Aktivisten haben in der Nacht am Potsdamer Platz und am Großen Stern ausgeharrt und übernachtet. Um kurz nach sechs Uhr meldete "Extinction Rebellion" über seine sozialen Netzwerke, dass die Polizei am Potsdamer Platz offenbar einen weiteren Räumungsversuch unternimmt. Aktivisten werden aufgefordert, zum Potsdamer Platz zu kommen und die Ausharrenden zu unterstützen. Derzeit spricht die Polizei mit den Klimaschützern vor Ort. Einige räumen den Platz offenbar freiwillig, andere haben sich angekettet und harren weiter aus.

+++ Die nächsten Aktionen von Extinction Rebellion in Berlin +++

Am Abend sind Potsdamer Platz und Großer Stern nach wie vor besetzt. Wie lange, ist zur Stunde noch unklar. Die Aktivisten haben bereits die nächsten Aktionen angekündigt. So sollen am Mittwoch, 9. Oktober, die Marshall-Brücke und der Kurfürstendamm besetzt werden. Wo am Kudamm die Aktion stattfinden soll, ist noch unklar, die Aktivisten wollen sich am Nachmittag treffen.

+++ Polizei unterbricht Räumung +++

Mehr als vier Stunden nach Beginn der Räumung des Potsdamer Platzes in Berlin haben immer noch Dutzende Klimaaktivisten von Extinction Rebellion dort ausgeharrt. Am Abend verschickten Organisatoren der Gruppe die Nachricht, dass die Berliner Polizei ihre Aktion gegen die Demonstranten abgebrochen habe. „Wir haben es geschafft: Die Räumung am Potsdamer Platz wurde unterbrochen! Die Stimmung könnte nicht besser sein.“

Die Polizei gab dazu am Montagabend zunächst keine Auskunft: „Ich kann eine Unterbrechung der Räumung weder bestätigen noch dementieren“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Wenig später twitterte die Verkehrsinformationsdienst: „Die Polizei hat die Räumung am Potsdamer Platz in Tiergarten abgebrochen. Der Potsdamer Platz sowie der Große Stern bleiben vorerst gesperrt.“

Am Abend kündigten die Aktivsten an, die ganze Nacht am Potsdamer Platz und an der Siegessäule bleiben zu wollen.

Die Polizei ist mit Mannschaftswagen vor Ort. Die Beamten werden die Nacht über bleiben. Auch ein Wagen der Feuerwehr, dessen Motor unablässig läuft, ist mit einem Lichtmast am Potsdamer Platz.

+++ Polizei bittet um Fairness +++

Offenbar besetzen die Aktivisten weiter die Straße am Potsdamer Platz. Die Polizei Berlin twitterte, man erinnere an die geführten Gespräch und getroffenen Absprachen, "dass die Versammlung am #PotsdamerPlatz die Fahrbahn wieder frei gibt". Ein Wechsel des Versammlungsleiters ändere daran nichts. Zuvor hatte Extinction Rebellion an gleicher Stelle geschrieben, die Polizei verletze des Versammlungsrecht auf spontane Versammlung.

+++ Aktivistin von der Polizei festgehalten +++

Wie die Polizei bei Twitter mitteilte, wurden etwa 100 Personen durch Einsatzkräfte angesprochen und aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen. "Zum Teil schieben unsere Kollegen die Personen von der Straße, vereinzelt werden sie weggetragen." Den Aktivisten wurde untersagt, Musik abzuspielen.

Eine Aktivistin ist von der Polizei festgehalten und dann in den Einsatzwagen gebracht worden. Ein anderer Aktivist sagte, dass es das Ziel sei, das Camp auf dem Potsdamer Platz die ganze Nacht zu halten. Die Polizei bringt Zelte und Zimmerpflanzen der Aktivisten in einen Lastwagen. Von der Bühne kommen Durchsagen: "Wir bleiben die ganze Nacht":

+++ Aktivisten werden weggetragen +++

Die ersten Aktivisten werden weggetragen. Die Polizei bringt sie zum südlichen Eingang der S-Bahn. Sie werden am Rand erkennungsdienstlich behandelt und dann wieder laufen gelassen. Die Polizei macht am Potsdamer Platz Durchsagen: „Sie sind Teil einer ungenehmigten Vereinigung und begehen eine Ordnungswidrigkeit. Wir appellieren an eure Vernunft und wollen nicht, dass es eskaliert.“ Die Demonstranten werden aufgefordert, den Potsdamer Platz in südlicher Richtung über die Stresemannstraße zu verlassen.“

Beamte sprechen die Aktivisten an. Wenn sie nicht freiwillig gehen, werden sie weggetragen. Wenn sie Widerstand leisten, sieht sich die Polizei gezwungen körperliche Gewalt anzuwenden. „Das ist nicht unser Interesse“, sagt die Polizei.

Michael Gassen, Sprecher der Polizei, sagt es sei bislang alles friedlich. Es hat bislang keine Festnahme oder Gewahrsamnahmen gegeben. „Wichtig ist, dass wir im Gespräch bleiben.“

+++ Die Staus rund um Potsdamer Platz und Großer Stern +++

+++ Aktivisten sollen Kreuzung am Potsdamer Platz räumen +++

Auch am Potsdamer Platz fordert die Polizei die Aktivisten auf, die Kreuzung frei zu machen, was von diesen bisher abgelehnt witrd. Per Lautsprecher fordern die Beamten die Teilnehmer auf, die Straße zu verlassen und auf dem Bahnhofsvorplatz zu bleiben. "Lasst euch nicht einschüchtern. Wir sind viel zu viele Menschen. Wir sind friedlich, die Polizei wird es auch bleiben. Kommt auf den Potsdamer Platz und bleibt dort. Alles, was passieren könnte, ist, dass ihr weggetragen werdet", schreiben die Aktivisten.

+++ Polizei hat alternativen Platz für Demonstration angeboten +++

Im Rahmen der Kooperationsgespräche hat die Polizei nach eigenen Angaben angeboten, dass Extinction Rebellion den Protest in der Hofjägerallee und der Straße des 17. Juni fortsetzen dürfe. Dafür würden der Spreeweg und die Altonaer Straße wieder befahrbar gemacht. Eine Entscheidung stehe noch aus, so die Polizei auf Twitter.

+++ Polizei will angeblich mehrere Straßen am Großen Stern räumen +++

Wie mehrere Nutzer via Twitter mitteilten, will die Polizei in Kürze angeblich drei der fünf besetzten Straßen am Großen Stern räumen. Die Aktivisten von "Extinction Rebellion" beraten nun offenbar über das weitere Vorgehen. Noch ist es aber friedlich am Großen Stern. Offenbar haben die Demonstranten Verstärkung angefordert.