Leichtathletik

Berlin: Frauen-Weltspitze beim Marathon fast vollständig

Melat Kejeta aus Kassel kommt als erste Frau ins Ziel.

Melat Kejeta aus Kassel kommt als erste Frau ins Ziel.

Foto: dpa

Berlin. Beim 46. Berlin-Marathon rückt die Frauen-Konkurrenz in den Vordergrund. "Die Weltrekord-Zeit von Eliot Kipchoge von 2:01:39 Stunden aus dem vergangenen Jahr ist nur schwer zu toppen, darum haben wir dieses Jahr die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Frauen gelegt", sagte der Sportliche Leiter der Veranstaltung, Mark Milde, am Donnerstag in Berlin.

Vor dem traditionsreichen Rennen am Sonntag musste Veranstalter SCC Berlin lediglich die Absage von Superstar Vivian Cheruiyot aus Kenia schlucken, die übrige Weltspitze zog Berlin der WM in Katar weitestgehend vor und ist gut vertreten.

Die Stars auf den 42,195 Kilometern durch die deutsche Hauptstadt sind die zweifache Olympiasiegerin Meseret Defar aus Äthiopien, die dreifache Berlin-Siegerin Gladys Cherono (Kenia) und Ex-Weltmeisterin Mare Dibaba (Äthiopien). "Meine Bestzeit ist 2:23 Stunden, die will ich steigern", sagte Defar. "Ich wollte einen schnellen, flachen Kurs haben, deswegen bin ich nach Berlin gekommen", so die Afrikanerin.

Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Debütantin Melat Kejeta aus Kassel und Anna Hahner aus Berlin. Die gebürtige Äthiopierin Kejeta, die seit diesem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, will wie Hahner die Olympia-Norm von 2:29:30 Stunden knacken. "Mein Ziel sind sogar 2:22 Stunden", sagt Kejeta, deren längste gelaufene Strecke bislang 40 Kilometer sind.