Für die Verfilmung von Siegfried Lenz' Erfolgsroman musste Regisseur Christian Schwochow länger nach Drehorten in Norddeutschland suchen. "Was wir gefunden haben, das war schon richtig Arbeit", sagte Schwochow (41) im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Buch und Film spielen hoch im Norden direkt an der Grenze zu Dänemark. "Man darf in Deutschland nicht im Wattenmeer drehen. Es gibt eine Düne in Deutschland, wo man wirklich mit dem Team rein kann. Das ist in Sankt Peter-Ording", sagte Schwochow. Allerdings gebe es auch dort ein Problem: "Das ist gleichzeitig auch die Hundedüne. Film- und Hundedüne."
Das Team drehte daher auch in Dänemark oder fand andere Lösungen: "Es gibt Szenen, da sind zwei Schauspieler in der Düne, aber die Kamera nicht und auch das Team nicht. Es war ziemlich komplex, damit es diese Wirkung bekommt, die jetzt gelungen ist."
"Deutschstunde" kommt nächste Woche Donnerstag (3.10.) in die Kinos. Im Film blickt Siggi Jepsen (Tom Gronau) aus einer Jugendstrafanstalt zurück auf seine Zeit als Kind (Levi Eisenblätter) zwischen seinem Vater (Ulrich Noethen), einem pflichtversessenen Dorfpolizisten, und einem befreundeten Künstler (Tobias Moretti), der sich gegen ein Malverbot der Nazis wehrt. Siggi wird zwischen den beiden Männern aufgerieben und steigert sich in den Wahn, die Bilder auch nach Kriegsende vor seinem Vater sichern zu müssen.
dpa


