Rund um den Molkenmarkt zwischen Rotem Rathaus und Altem Stadthaus soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier entstehen. Wo heute noch die Grunerstraße als Relikt der sogenannten autogerechten Stadt aus den 60er-Jahren entlangführt, sind Wohnungen, Geschäfts- und Kultureinrichtung geplant. Dazu soll die Straße an das Rote Rathaus heran verlegt werden.

Klar ist, was dort einmal entstehen soll. Weniger weiß man darüber, was dort einmal war. Deshalb wurden erste Teile des Areals Anfang September von Archäologen in Beschlag genommen. Dort erhoffe man sich, viel über die Geschichte Berlins zu erfahren, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Montag bei einem Rundgang über die Ausgrabungsstelle. „Wir stehen hier in der Wiege unserer Stadt. Wir werden unterschiedliche Zeitschichten freilegen und 800 Jahre Stadtgeschichte Stück für Stück erschließen.“ Dafür stehen im laufenden Jahr 2,5 Millionen Euro bereit. Für 2020 habe man 3,6 Millionen und für 2021 weitere 3,1 Millionen Euro im Doppeletat angemeldet, so Lederer weiter.