Krankheit

Hantavirus in Berlin aufgetreten

Zwei Fälle des unter Umständen tödlich verlaufenden Hantavirus sind in diesem Jahr in Berlin aufgetreten.

Rötelmäuse übertragen das Hantavirus.

Rötelmäuse übertragen das Hantavirus.

Foto: Kimmo Taskinen / dpa

Berlin. In Berlin sind in diesem Jahr zwei Fälle des Hantavirus aufgetreten. Im Zeitraum von Januar bis Anfang September 2019 gab es in ganz Deutschland bereits 1184 Hantavirus-Erkrankungen, im Vergleichszeitraum waren es 2018 nur 123 Fälle, im gesamte Jahr lediglich 235. Ein Mensch ist dieses Jahr an der Viruserkrankung in Bayern bereits gestorben. Das berichtet das Robert-Koch-Institut im aktuellen „Epidemiologischen Bulletin“, zuvor hatte die „Ärztezeitung“ darüber berichtet.

Das Hantavirus wird über die Rötelmaus übertragen. In den meisten Fällen erfolgt eine Ansteckung über Staub in einer von Nagern befallenen Wohnung oder eines Stalls, in dem sich Partikel von Kot, Speichel oder auch Urin der Rötelmaus befinden. Wird der Staub aufgewirbelt, kann das Virus über die Atemwege in den menschlichen Organismus gelangen. Aber auch durch den Biss eines Tieres kann das Virus übertragen werden.

Symptome sind grippeähnlich

Die Symptome des Virus sind grippeähnlich: Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Bei besonders schwereren Fällen können die Nieren beeinträchtigt werden, was in der Folge eine Dialyse nötig werden lässt. Bislang gibt es weder eine Impfung noch eine wirksame Behandlung des Virus. Die Sterblichkeitsrate liegt laut Robert-Koch-Institut zwischen fünf und 15 Prozent.

Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes zeigen, dass das Virus auf dem Vormarsch ist – besonders in Bayern (240) und Baden-Württemberg (593). Die Häufung der Erkrankungen in diesem Jahr ist indes nicht ungewöhnlich – sie steigt mit der Massenvermehrung der Rötelmäuse an.