Kampf gegen Klimawandel

Berliner Wissenschaftler verzichten auf Kurzstreckenflüge

Mal eben im Flieger zum Kongress nach Paris. 1400 Wissenschaftler aus Berlin und Brandenburg wollen auf Kurzstreckenflüge verzichten.

Blick auf den Flughafen Tegel

Blick auf den Flughafen Tegel

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Berlin. Rund 1400 Wissenschaftler aus Berlin und Brandenburg wollen künftig bei kürzeren Dienstreisen auf Flüge verzichten. Damit wollen sie einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten, wie die Initiatorin der Initiative, Professorin Martina Schäfer, am Donnerstag mitteilte.

Die Selbstverpflichtung soll bei Reisen bis zu einer Entfernung von 1000 Kilometern gelten. Für diese Strecke wollen sie den Zug nehmen, wenn die Reise nicht länger als zwölf Stunden dauert. Die 1400 Wissenschaftler von sieben großen Hochschulen in Berlin und Brandenburg stellen etwa zehn Prozent der Gesamtgruppe aus Professoren und anderen Wissenschaftlern an ihren Einrichtungen dar.

Schäfer, die Geschäftsführerin des Zentrums Technik und Gesellschaft der TU Berlin ist, sagte: „Jeder muss das letztlich für sich selbst entscheiden. Aber uns geht es darum, einen Denkprozess anzustoßen.“ Selbstverständlich gewordene Routinen, wie die Flugreisen zu zahlreichen Konferenzen, müsse man in Zeiten der Klimakrise in Frage stellen. Die Verpflichtung würde bezogen auf die Entfernung etwa für die Strecken Berlin - London, Berlin - Paris, Berlin - Mailand oder Berlin - Belgrad gelten.

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