Für die Energiewende in Berlin war der Mittwoch ein großer Tag. Erstmals wurde in der Hauptstadt in großem Maßstab eine Technologie in Betrieb gesetzt, die nach Einschätzung von Experten das Zeug dazu hat, die Energiewende im wichtigen Wärmesektor entscheidend voranzubringen. Kohlendioxid-Einsparungen in den Gebäuden gilt als wichtigster Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland.

Die Vattenfall Wärme AG hat neben den noch drei Kohleblöcken des Kraftwerks Reuter Europas größten „Wasserkocher“ gebaut. In drei viereinhalb Meter hohen Druckkesseln kann Ökostrom jeweils 22 Kubikmeter Wasser auf 130 Grad erhitzen. Über einen Wärmetauscher gelangt die Energie dann ins Fernwärmenetz und ersetzt dort den Einsatz von Kohle. Die neue Anlage kann nach Angaben der Ingenieure bis zu fünf Prozent der Gesamtenergiemenge ersetzen, die das Fernwärmenetz im Nordwesten der Stadt benötigt.