Schmuddelige Flure, übelriechende Toiletten, Dreck in den Ecken: Eltern haben genug von den schlechten Bedingungen in Sachen Sauberkeit an städtischen Berliner Schulen. In dieser Woche startet die in diesem Jahr gegründete Initiative „Schule in Not“ in Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow Einwohneranträge für saubere Schulen.
Einwohneranträge sind eine Form direkter Mitsprache im Bezirk. Dafür werden Unterschriften gesammelt und die Forderungen dann als Empfehlungen der Bezirksverordnetenversammlung vorgelegt. Bei einem Einwohnerantrag müssen in einem Bezirk 1000 Unterschriften gesammelt werden. In Neukölln, wo die Initiative ihren Ursprung fand, ist man schon weiter. Seit August kamen dort gut 2500 Unterschriften für ein Bürgerbegehren zusammen. Wenn es gelingt, bis zum Jahresende mindestens 7000 Unterstützer zu gewinnen, hat die Initiative die Gelegenheit, mit dem Bezirk in Verhandlungen zu treten.


