Für viele Frauen sind es die letzten Zufluchtsstätten, die sie in ihrer größten Not aufsuchen: Frauenhäuser. Sechs gibt es in Berlin, 20 in Brandenburg – und allesamt halten sie ihre genauen Adressen geheim. Aus Angst davor, dass die Täter ihren Frauen weiter nachstellen, sie hier ausfindig machen und weiter bedrohen oder angreifen.
Trotzdem werden noch immer schutzsuchende Frauen von Frauenhäusern abgewiesen – weil die überbelegt sind. Rund 300 Plätze gibt es in den sechs Frauenhäusern in Berlin. „Schätzungsweise 600 Plätze fehlen aber in der Stadt“, sagt Frau Fischer, die im II. autonomen Frauenhaus arbeitet. Aus Furcht vor Verfolgung möchte sie ihren Vornamen nicht in der Zeitung lesen. 60 Plätze gibt es in ihrem Haus. „Sobald ein Platz bei uns frei wird, ist der ruckzuck wieder weg.“


