Helga Haufe sitzt im Hinterhof ihres Mietshauses in Prenzlauer Berg und blickt auf die graue, mit Rissen übersäte Fassade. „250.000 Euro“, benennt sie die Kosten für die wohl demnächst notwendige energetische Sanierung. „Dieses Haus hat noch nie schwarze Zahlen geschrieben.“ Sie hoffe, dass es irgendwann geschehe, sagt die 60-Jährige. Schließlich sei es ihre Altersvorsorge.
Helga und Martin Haufe gehört ein Gründerzeitbau mit zehn Wohnungen. Heute liegt das Gebäude in einer der begehrtesten Wohnlagen Berlins. Als das Ehepaar es im Jahr 1992 kaufte, war daran noch nicht zu denken. „Das Haus war damals im DDR-Standard“, sagt die Eigentümerin. Die Aufgänge, die Elektrik, alle Fenster sowie Frisch- und Abwasserleitungen seien seitdem erneuert worden. Die Heizungen habe sie in Teilen bereits zum zweiten Mal ausgewechselt. 40.000 Euro stecke sie im Schnitt jedes Jahr in das Haus, 2019 sei es bereits das Doppelte gewesen. „Man kann nicht ignorieren, was hier investiert wurde.“


