Preisverleihung

So stimmen Promis sich auf den Deutschen Schauspielpreis ein

Am 13. September wird der Deutsche Schauspielpreis verliehen. Ganz leger trafen sich die Promis vorher zum Brunch auf dem Kudamm.

Bettina Zimmermann, Hans-Werner Meyer und Leslie Malton beim Warm-up-Brunch des Deutschen Schauspielpreises.

Bettina Zimmermann, Hans-Werner Meyer und Leslie Malton beim Warm-up-Brunch des Deutschen Schauspielpreises.

Foto: Reto Klar / Funke Foto Service

Schauspielerin Dennenesch Zoudé kam mit dem Fahrrad und im sommerlichen One-Shoulder-Dress, Kollegin Gesine Cukrowski hatte die High Heels zugunsten von Sandalen zu Hause gelassen und Gastgeber Hans-Werner Meyer grüßte mit offenem Hemd: So viel Entspanntheit wie am Sonnabendmittag beim Warm-up-Brunch des Deutschen Schauspielpreises in der Audi City auf dem Kurfürstendamm ist bei Empfängen der Filmbranche sonst selten.

Bei der Warmfeierei für die Verleihung der Auszeichnung des Bundesverbands Schauspiel am 13. September wurde auf den roten Teppich genau so verzichtet wie auf die Ausgehgarderobe – allein der Champagner sorgte für den standesgemäßen Rausch zum Wochenendstart. „Der schmeckt wieder ganz gut“, stellte Schauspielerin Nadine Heidenreich fest, die den Abend im Zoo Palast am übernächsten Freitag gemeinsam mit ihrem Kollegen Cem-Ali Gültekin moderieren wird.

Sein Berufsstand habe definitiv einen Hang zum Hedonismus, gab Golo Euler zu, der für die Frankfurter „Tatort“-Episode „Unter Kriegern“ als Schauspieler in einer Nebenrolle nominiert ist. Privat und, wenn möglich, auch beruflich, versuche er dem entgegenzuwirken, indem er sich frage, auf was er verzichten könne. So fliege er fast nie, auch wenn das bedeute, dass Chile als Reiseland wahrscheinlich ein Sehnsuchtsort bleiben werde. Wenn man sich das aktuelle Wetter oder die Waldbrände im Amazonas anschaue, habe man gar keine andere Wahl, als sich über solche Themen Gedanken zu machen, so der 36-Jährige. Er besuche beinahe jede Woche die Fridays-for-Future-Demos in Berlin und engagiere sich für die Biodiversity Foundation von Naturfilmer Dirk Steffens für mehr Artenschutz: „Ich möchte meinen Kindern eine bessere Welt hinterlassen.“

Erstmals Auszeichnung in Kategorie „Fairness“

Für bessere Sichtbarkeit einer vielschichtigen Identität im deutschen Film steht hingegen der Schauspielpreis. Erstmals in diesem Jahr wird die Auszeichnung in der Kategorie „Fairness“ an die ZDF-Serie „Dr. Klein“ für ihre Diversität verliehen. Der Preis wurde 2012 während der Berlinale ins Leben gerufen und wird von einer aus Schauspielern bestehenden Jury an Schauspielkollegen vergeben. „Wir sind Deutschlands relevantester Preis, weil wir uns wirklich alles ansehen“, so Vorstandsmitglied Hans-Werner Meyer.