Fahrende und parkende Autos, Radfahrer, E-Scooter und abgestellte Leihräder und -roller: Bei immer mehr Menschen in Berlin und zunehmenden Zahl an Mobilitätsangeboten wächst auch die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern um die begrenzten Flächen in der Stadt. Als Leidtragende in dieser Auseinandersetzung sehen sich die Fußgänger. Sie demonstrieren daher unter dem Motto „Rad ab!“ am Mittwochnachmittag erstmals für das Recht auf sicheren und ausreichenden Raum im Straßenverkehr. Organisiert wurde die Demonstrations vom Fußgängerverband FUSS e.V.

„Berlins Gehwege verkommen zu Rumpelräumen und Rennpisten“, kritisierte der Verband und forderte höhere Strafen für die falsche Benutzung der Gehwege. „Alle Fahrzeuge mit mehr als Schrittgeschwindigkeit dürfen nur noch auf der Fahrbahn sein, alle Autos und Leihfahrzeuge nur noch hier parken“, hieß es. Unterstütz wurde der Protest vom Landesseniorenbeirat Berlin, vom Sozialverband Deutschland sowie vom Blinden- und Sehbehindertenverband und der Verkehrswendeinitiative Changing Cities.