Ist die Tür ins Epizentrum linksextremer Gewalt am Ende durchlässiger, als die eines drittklassigen Berliner Clubs? Zumindest an diesem Montagabend scheint es so.
Rigaer Straße. Hausnummer 94. Plakate blättern von der Fassade, über dem Hauseingang die gesprühte Zahlenkombination 1312. Die steht für „All Cops Are Bastards“ – „Alle Bullen sind Schweine“. Ein Aufpasser in Schlabbershirt nickt. Wir gehen in den Hauseingang, ein dunkler Tunnel eher. Am Ende Licht. Im Hof sitzen Menschen mit dunklen, grauen und bunten Haaren auf Paletten, stapeln sich Autoreifen, stehen Sprüche auf der Hauswand wie: „In der Hölle ist Party. Lasst uns mitfeiern.“ Links steht in gusseisernen Buchstaben: „Kadterschmiede“.


