Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will ihr Amt zur Verfügung stellen, wenn die Freie Universität ihr ihren Doktortitel wegen Mängeln in ihrer Dissertation aberkennt. Das hat die Sozialdemokratin gegenüber der amtierenden SPD-Bundesspitze deutlich gemacht. Eine Ministeriumssprecherin bestätigte die Entscheidung. Im Berliner Landesverband kennen Vertraute der früheren Bezirksbürgermeisterin von Neukölln diese Überlegungen nach Informationen der Berliner Morgenpost schon seit etwa einem Monat. Die 41-Jährige hat das Ministeramt seit März 2018 inne.
In dem Brief an die SPD-Führung, über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet hatte, erklärte Giffey auch ihren Verzicht auf eine Bewerbung um den vakanten SPD-Vorsitz. „Ich habe auch in meiner Zeit als Kommunalpolitikerin in Berlin-Neukölln immer für ein klares Benennen von Problemlagen und eine klare Haltung gestanden.“ So wolle sie auch mit dieser Situation umgehen. Für sie sei aber klar, dass sie sich in ihrer politischen Tätigkeit und in ihrem ehrenamtlichen Engagement weiter mit aller Kraft für die SPD einsetzen werde.


