Letzter Platz der Bundesländer im Ranking des diesjährigen Bildungsmonitors – Berlin trägt wieder die rote Laterne. Hatte man letztes Jahr noch den 13. Platz belegt, fällt man nun auf Platz 16 zurück. Auch ganz unten, auf dem vorletzten Platz, findet sich das benachbarte Bundesland Brandenburg. Und doch lohnt sich ein genauer Blick, denn die Gründe für das schlechte Abschneiden sind in beiden Ländern unterschiedlich.
So wird in der Hauptstadt die Schulqualität bemängelt. Zwar liegt die Zahl der offenen und gebundenen Ganztagsschulen mit fast 80 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt (nur 42 Prozent), doch gelernt wird offenbar zu wenig. Bei den Schülervergleichsarbeiten des IQB – des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen – erreiche „ein relativ hoher Anteil der Schüler nicht die Mindeststandards“, heißt es im Bildungsmonitor. Bemängelt werden auch die Klassengrößen an Grundschulen, die höher sind als in vielen anderen Bundesländern.


