Auf dem Weg zu einem Böllerverbot ist die Berliner Regierungskoalition von SPD, Linken und Grünen ein gutes Stück vorangekommen. Der Wirtschaftsausschuss beschloss am Montag einen Kompromiss, der unter anderem vorsieht, den Böllerverkauf in der Hauptstadt einzuschränken und die Einrichtung von Verbotszonen zu prüfen. Der Senat wird aufgefordert, entsprechende Maßnahmen bereits zu Silvester dieses Jahres zu ergreifen. SPD, Linke und Grüne stimmten für den Antrag, AfD und CDU enthielten sich, nur die FDP votierte dagegen.

Nachdem sich die Umwelt- und Wirtschaftspolitiker von Rot-Rot-Grün geeinigt haben, müssen nun noch die Innenpolitiker den Kompromiss bestätigen, ehe er im Plenum des Abgeordnetenhauses verabschiedet werden kann. „Ich wollte alles verbieten“, sagte der Grünen-Umweltexperte Georg Kössler. Aber nun habe man sich auf einen „langsameren Weg“ verständigt. Wichtig sei, dass die Koalition ein „öffentliches Zeichen“ gegen das massive Böllern in der Silversternacht setze. „Es geht um einen kulturellen Wandel“, sagte Kössler.