Autobahnausbau

Berliner Ring: Nur eine Spur Richtung Hamburg

Der nördliche Berliner Ring wird sechsspurig ausgebaut. Am Freitag wird eine Brücke im Bereich Birkenwerder eingehoben.

Die gesperrte Autobahn Auffahrt an der Anschlussstelle Birkenwerder

Die gesperrte Autobahn Auffahrt an der Anschlussstelle Birkenwerder

Foto: Julian Stähle / ZB

Berlin/Birkenwerder.  Autofahrer in Berlin und Brandenburg müssen sich auf weitere Einschränkungen auf den Autobahnen einstellen. So droht in der kommenden Woche ein weiterer Engpass auf dem nördlichen Abschnitt der Autobahn 10, dem Berliner Ring. Wie das Unternehmen Havellandautobahn jetzt mitteilte, kann die Autobahn am Freitag voraussichtlich in der Zeit von 10 bis 22 Uhr zwischen den Anschlussstellen Birkenwerder und Mühlenbeck (Oberhavel) nur einspurig befahren werden. Betroffen ist ein 600 Meter langer Abschnitt in in Richtung Hamburg Grund sind Bauarbeiten an der über die Autobahn führende Brücke für die Bahnstrecke zwischen Oranienburg und Hohen Neuendorf. In Vorbereitung auf eine komplette Erneuerung werde zunächst eine Behelfsbrücke eingehoben, über die der Bahnverkehr während der weiteren Bauarbeiten geleitet wird.

Bereits an diesem Wochenende gibt es im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Berliner Ring Sperrungen auf der Landstraße 30, die im Bereich Mühlenbeck über die A10 führt. Grund dafür sind gleichfalls Brückenarbeiten. Gesperrt ist laut Havellandautobahn die L30 von Montag, 12. August, bis Sonnabend, 17. August, sowie im Anschluss von Montag dem 19. August bis Mittwoch, den 21. August, jeweils in der Zeit von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

Nördlicher Berliner Ring wird bis 2022 sechsspurig

Seit dem vorigen Jahr werden große Teile des nördlichen Berliner Ring (A10) sowie Teile der A24 auf insgesamt 65 Kilometer Länge bei laufendem Verkehr von zwei auf drei Fahrspuren pro Richtung ausgebaut. Fertigstellung soll 2022 sein. Für die neue Durchfahrbreite müssen insgesamt 27 Brücken ersetzt, zehn neu gebaut und zwei abgerissen werden. Ausgeführt werden die Arbeiten in einer öffentlich-privaten Partnerschaft von der Havelandautobahn GmbH, einem Konsortium um die niederländische Royal BAM Group und die österreichische Habau-Gruppe. Das Projekt mit einem Kostenvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro wird zunächst privat finanziert. Der Bund zahlt es dann über 30 Jahre ab.

Sperrungen auch an der Stadtautobahn

Bereits seit Freitag sind auf der Autobahn 113 an der Anschlussstelle Adlershof zwei Zufahrten voll gesperrt. Noch bis 22. August, 23 Uhr, können die Abfahrtsrampe in Fahrtrichtung Süden sowie die Zufahrtsrampe in Richtung Norden nicht genutzt werden. Der erst 2005 eröffnete Abschnitt der Stadtautobahn ist von „Betonkrebs“ betroffen, seit mehreren Jahren wird die Autobahn für 2,2 Millionen Euro abschnittsweise saniert. Laut Senatsverkehrsverwaltung sind die beiden gesperrten Rampen die letzten von insgesamt zehn betroffenen Zu- und Abfahrten.