Diese Stadt ist geteilt. Das hat natürlich eine gewisse Tradition, aber diesmal ist die Teilung sozial. Vereinfacht gesagt: in ärmer und reicher, in funktionierende und weniger funktionierende Kieze. Das wirkt sich auch auf die Schulen aus. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) machte es diese Woche selbst zum Thema: „Wir haben Schulen in den eher bürgerlichen Vierteln der Stadt, die locker mithalten können bei starken Leistungen.“ Wo die Schüler also genauso viel und gut lernen wie beispielsweise Schüler in Bayern oder Sachsen. „Und dann gibt es Gebiete in der Stadt, wo wir nicht zufrieden sind mit den Leistungsdaten“, betont die Senatorin.

Bestimmte Faktoren tauchen dort regelmäßig auf: Elternhäuser, die von Sozialtransfers leben. Kinder, die nur während der Schulstunden überhaupt Deutsch sprechen, danach kaum noch. Und auch in manchen Fällen das Problem einer gewissen Verwahrlosung. Dort müssen die Schulen viel mehr leisten, als nur Wissen zu vermitteln. Sie müssen auch erziehen.