Kostrzyn–Berlin

Verkehrsverbund kündigt besseres Angebot für RB26 an

Ab 1. August fährt nachmittags ein Zusatzzug auf der stark nachgefragten Pendlerstrecke Kostrzyn–Berlin.

Ein Zug der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) im brandenburgischen Golzow (Märkisch-Oderland) auf der Fahrt ins polnische Kostrzyn.

Ein Zug der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) im brandenburgischen Golzow (Märkisch-Oderland) auf der Fahrt ins polnische Kostrzyn.

Foto: dpa Picture-Alliance / Patrick Pleul

Berlin/Müncheberg.  Auf der Regionalbahnlinie 26 (Kostrzyn–Berlin) können Fahrgäste auf Besserung hoffen. Ab 1. August soll auf der vor allem bei Berufspendlern stark nachgefragten Verbindung wochentags ein zusätzlicher Zug fahren, kündigte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Montag an. Der Betreiber der Linie, die Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB), komme damit der Forderung der Länder Berlin und Brandenburg nach, das vertraglich vereinbarte Sitzplatzangebot auf der Linie umzusetzen, heißt es.

Der Zusatzzug startet nachmittags um 15.55 Uhr am Ostkreuz und fährt bis Müncheberg (Märkisch-Oderland). Von dort aus geht es um 17.24 Uhr wieder zurück nach Ostkreuz. Speziell für Fahrgäste, die an den Stationen Herrensee, Rehfelde und Müncheberg ein- und aussteigen, werden laut VBB im Berufsverkehr zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt. Der Zusatzzug wird nicht in Mahlsdorf und in Strausberg halten.

Kapazitäten reichen auf vielen Strecken nicht aus

Die RB-Linie 26 steht für ein Grundproblem der Berlin-Brandenburger Verkehrspolitik. Beide Länder wollen, dass mehr Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Allerdings reichen auf vielen Strecken die Kapazitäten nicht aus. Besonders schlecht ist das Angebot auf der Linie RB26, die seit Ende 2018 bis zum Umsteige-Bahnhof Ostkreuz verlängert wurde. Seit Monaten klagen Fahrgäste über überfüllte und unpünktliche Züge. Hauptgrund dafür sind Fahrzeugprobleme bei der NEB. Erst verzögerte sich die Auslieferung der beim polnischen Hersteller Pesa bestellten Triebwagen, dann traten technische Probleme auf. Dadurch können die Züge auf dem Streckenabschnitt zwischen Müncheberg und Ostkreuz nicht wie vorgesehen aus drei, sondern nur aus zwei Triebwagen gebildet werden. Bis zur Lösung der Probleme sei das Zusatzangebot als Interimslösung vorgesehen. Zum Fahrplanwechsel 2019 soll aber das volle Angebot gefahren werden, so der VBB.