Der mit Spannung erwartete Prozess im Mordfall Georgine Krüger ist am Mittwoch nach wenigen Minuten bereits wieder unterbrochen worden. Die Unterbrechung erfolgte auf Antrag der Verteidigung. Diese hatte moniert, sie sei erst einen Tag zuvor über die Besetzung des Gerichts informiert worden und habe so keine Gelegenheit gehabt, die ordnungsgemäße Besetzung der Kammer zu überprüfen. Der Prozess wird am 7. August voraussichtlich mit der Verlesung der Anklage fortgesetzt.
Die Schülerin Georgine Krüger aus Moabit verschwand vor 13 Jahren spurlos. Nach langer, vergeblicher Suche nach der Vermissten erhärtete sich bald der Verdacht, die damals 14-Jährige könne einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Ins Visier der Ermittler geriet bald ein heute 44-jähriger Mann aus der Nachbarschaft von Georgine Krügers Familie. Inzwischen ist die Staatsanwaltschaft überzeugt, dass der Verdächtige das Mädchen in einen Kellerverschlag gelockt, dort zunächst vergewaltigt und schließlich erdrosselt hat. Die Leiche des Opfers ist allerdings bis heute nicht gefunden worden.


