Das neu gegründete Institut für Islamische Theologie der Humboldt-Universität wird seinen Lehrbetrieb mit deutliche mehr Studierenden aufnehmen als erwartet. Wie der Gründungsdirektor des Instituts, der Historiker Michael Borgolte, auf Anfrage mitteilte, lägen bereits 240 Bewerbungen vor. Gerechnet hatte das Institut mit lediglich 80 Immatrikulationen. Nun wird von 150 bis 180 Studierenden ausgegangen. „Das Studium der islamischen Theologie wird ein Kracher“, sagte Borgolte.
Wenn zum Start des Wintersemester im Oktober die ersten Lehrveranstaltungen beginnen, könnte der Start allerdings etwas holprig verlaufen. Denn bei der Besetzung der sechs Lehrstühle kam es zu Verzögerungen. Das Auswahlverfahren wurde erst für eine Professur abgeschlossen. „Das Studium kann aber dennoch definitiv ab dem 1. Oktober beginnen“, sagte Borgolte. Wenn die Verfahren nicht rechtzeitig abgeschlossen würden, würden die Lehrveranstaltungen zunächst von Gastprofessoren abgehalten, mit denen sich das Institut bereits über die mindestens vorübergehende Zusammenarbeit geeinigt habe.



