Pilotprojekt

Solidarisches Grundeinkommen in Berlin gestartet

Seit Mittwoch können Arbeitgeber Jobs für das Grundeinkommen anmelden. Die Jobcenter suchen dann Arbeitslose für die Stellen aus.

Eine Frau hält eine Geldbörse mit Banknoten und Bankkarten in der Hand.

Eine Frau hält eine Geldbörse mit Banknoten und Bankkarten in der Hand.

Foto: dpa

Berlin. In Berlin läuft die konkrete Umsetzung des Modellprojekts zum solidarischen Grundeinkommen an. Seit Mittwoch können Arbeitgeber Stellen für das Vorhaben bei der Senatsarbeitsverwaltung anmelden. Diese entscheidet über die Förderfähigkeit. Anschließend suchen die Jobcenter für die fraglichen Stellen interessierte Arbeitslose aus, die zwischen einem und drei Jahren ohne Job sind. Über ihre Einstellung entscheidet dann jedoch allein der Arbeitgeber.

Im Rahmen des bundesweit einmaligen Modellprojekts, das Alternativen zu Hartz IV aufzeigen soll, finanziert der Staat 1100 Arbeitslosen sozialversicherungspflichtige Jobs im gemeinnützigen Bereich bei Landesunternehmen, in der Verwaltung oder bei sozialen Trägern. 50 Arbeitgeber aus diesem Bereich haben bereits angekündigt, Stellen anzubieten. Darunter sind die Verkehrsbetriebe BVG, kommunale Wohnungsbaugesellschaften, der Senat und Bezirke.

Die Projektteilnehmer arbeiten zum Beispiel als Mobilitätsbegleiter oder Hausmeister, helfen Obdachlosen oder übernehmen unterstützende Tätigkeiten in Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen - mit Aussicht auf eine dauerhafte Beschäftigung. Der von Regierungschef Michael Müller (SPD) angestoßene Modellversuch läuft zunächst fünf Jahre.