Der Berliner Mieterverein (BMV) hat ein eigenes Konzept für einen landesweiten Mietendeckel vorgelegt. Anders als das im Hause der Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) erarbeitete Eckpunktepapier sollen die Mieten laut BMV nicht eingefroren werden. Stattdessen sollen verbindliche Obergrenzen gelten, die vom Alter der Wohnungen und von deren Größe abhängen.
Bei der Berechnung der jeweils zulässigen Miethöhe soll jedoch nicht der aktuelle Mietspiegel vom Mai 2019 als Grundlage dienen. „Als Basis sollen die Mittelwerte des Berliner Mietspiegels 2011 zuzüglich der Lebenshaltungskosten, die sich von 2010 bis 2018 auf insgesamt 12,2 Prozent beliefen, herangezogen werden“, sagte BMV-Geschäftsführer Reiner Wild am Dienstag. Zur Begründung sagte Wild, dies sei das letzte Jahr in der Hauptstadt gewesen, in dem die erforderliche Leerstandsreserve von drei Prozent noch existierte und demnach kein Wohnungsmangel herrschte.


