Die Sorge der Inhaber der mehr als 1000 Berliner Spätverkaufsstellen müssen nun auch die etwa 250 Pächter von Tankstellen teilen. Denn Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) hatte im Interview mit der Berliner Morgenpost angekündigt, die Einhaltung des Ladenöffnungsgesetz verstärkt kontrollieren zu wollen. Demnach dürfen sowohl Spätis als auch Tankstellen-Shops am Sonntag nur Waren für den Reisebedarf verkaufen. Spätis und Tankstellen als Ersatz-Supermärkte wären damit zumindest für einen Tag in der Woche aus dem Geschäft.
Politisch kann die Linken-Politikerin Breitenbach mit ihrem Vorgehen jedoch nicht mit viel Unterstützung rechnen. Zwar ist die Rechtslage nach dem jüngsten Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes gegen eine Spät-Betreiberin aus Charlottenburg-Wilmersdorf klar: Spätis dürfen sonntags nur ein eingeschränktes Sortiment anbieten. Breitenbach möchte diese Regel nun auch für Tankstellen anwenden, deren Läden vor allem in Außenbezirken oft die Funktion innerstädtischer Spätis erfüllen.


