Im Sommer 1944 war die militärische Lage des Deutschen Reiches, Adolf Hitlers immer wieder vorgebrachten Durchhalteparolen zum Trotz, ausweglos geworden. Auf allen Seiten brachen die Verteidigungslinien in sich zusammen: Im Osten rückte die sowjetrussische Rote Armee immer weiter vor, im Süden hatten es die Westmächte dank überlegener Technik schon bis Mittelitalien geschafft.

In der nordfranzösischen Normandie landeten im Rahmen der alliierten „Operation Overlord“ zwischen dem 6. und 12. Juni 1944 über 326.000 Mann, 104.000 Tonnen Material und 54.000 Fahrzeuge. Eine weitere Front war eröffnet. Wer mit wachen Augen das Kriegsgeschehen verfolgte und Zugriff auf die nötigen Informationen hatte, konnte jetzt, bereits neuneinhalb Monate vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, nur zu einem Schluss kommen: dass Deutschland den Krieg verloren hatte.