Am Checkpoint Charlie strömen die Menschen in alle Richtungen, Touristen zücken hastig ihre Fotokameras, es ist schwer, sich durch die Massen hindurchzuschlängeln. Schwer vorstellbar, dass an diesem Ort vor gerade mal 30 Jahren noch die Mauer stand – und der Grenzübergang, der dem Ort bis heute seinen Namen gibt. Eine originalgetreue Nachbildung der Kontrollbaracke des amerikanischen Militärs erinnert an die damalige Zeit. Das großes Bild eines US-Soldaten hängt über dem kleinen weißen Häuschen, die amerikanische Flagge ist gehisst, dahinter ein Stapel mit Sandsäcken. Rechts daneben steht ein Schild mit der Aufschrift: „You are leaving the american sector“. Zum Glück gehört das der Vergangenheit an.
Stadtführung
Flüchtling erklärt Touristen die Geschichte von Berlin
Vor vier Jahren floh Nafee Kurdi von Syrien nach Berlin. Nun erzählt er Touristen die Geschichte der Stadt – und seine eigene.

Nafee Kurdi aus Syrien führt als Stadtführer Touristen durch Berlin-Mitte und berichtet von seiner Flucht und der Stadt, in der er jetzt lebt.© Anikka Bauer
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