Weniger Litfaßsäulen stehen unter Denkmalschutz als zuvor erwartet. Das Landesdenkmalamt Berlin hatte in den vergangenen Monaten 50 der Säulen auf ihren Denkmalwert überprüft. Aber nur 24 bleiben tatsächlich als Zeugnisse der Berliner Stadtgeschichte an Ort und Stelle erhalten, teilte Landeskonservator Christoph Rauhut am Montag mit. Hintergrund der Untersuchung ist, dass wegen eines Wechsels in der Vermarktung die meisten der 2548 Litfaßsäulen in Berlin abgerissen werden müssen.

Die meisten der erhaltenen Berliner Säulen stammen aus der Zeit nach dem Krieg. 1854 wurde das Werbemittel von dem Berliner Drucker Ernst Litfaß erfunden. Bereits seit dem 19. Jahrhundert prägen sie das Berliner Stadtbild. Sechs der 24 denkmalgeschützten Litfaßsäulen stehen in Charlottenburg-Wilmersdorf. In Kreuzberg-Friedrichshain dürfen fünf Werbeträger stehen bleiben und vier in Mitte. Jeweils drei Denkmäler bleiben in Pankow und in Reinickendorf erhalten. Zwei Litfaßsäulen in Steglitz-Zehlendorf und eine in Treptow-Köpenick stehen unter Denkmalschutz.