Das „Alte Zollhaus“ ist der Anfang. Von diesem Spaziergang mit Björn Swanson und von seiner Karriere. Kurz nach der Jahrtausendwende begann der heute 35-Jährige im Restaurant von Herbert Beltle am Carl-Herz-Ufer in Kreuzberg seine Ausbildung zum Koch. 17 Jahre später steht er wieder vor der Tür. Swanson ist mittlerweile Sternekoch im „Golvet“ an der Potsdamer Straße und posiert für ein Porträt. Auf Wunsch des Fotografen im Gebüsch, ganz in Grün, wie ein Jäger im Tarnanzug, der sein Gebiet aus dem Verborgenen überwacht. Immer wieder schaut er verstohlen zu seiner ehemaligen Wirkungsstätte herüber. „Ich hab Angst, mein Lehrmeister kommt raus und haut mir eine rein“, sagt er und lacht. Keine fünf Minuten später taucht Günther Beyer tatsächlich auf. Entgegen der Befürchtungen verläuft die Begegnung friedlich. Er sei nach seiner Lehre länger nicht hier gewesen, sagt Swanson, mit seinem ehemaligen Küchenchef sei er nicht freundschaftlich auseinander gegangen. „Das ‚Alte Zollhaus‘ ist eine harte Schule gewesen. Aber im Nachhinein war es die wichtigste Zeit meines Lebens.“
„Golvet“ und Größenwahn: Unterwegs mit Björn Swanson
Unterwegs durch Berlin: Ein Spaziergang mit Björn Swanson, Sternekoch im Restaurant „Golvet“.

Björn Swanson vor dem Alten Zollhaus© FUNKE Foto Services | Reto Klar
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