Das Risiko, Opfer eines Messerangriffs zu werden, ist in Berlin nirgends so hoch wie im Zentrum von Wedding. Statistisch betrachtet, ereignete sich in dem Gebiet südlich der See- und der Osloer Straße und nördlich des S-Bahn-Rings im vergangenen Jahr jeden vierten Tag eine Straftat mit einem Messer. Das ergibt sich aus der Antwort der Innenverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Burkard Dregger.
Die noch unveröffentlichte Antwort liegt der Berliner Morgenpost vorab vor. Die Daten zeigen detailliert, in welcher der 138 sogenannten „Bezirksregionen“ seit 2017 wie viele Straftaten mit einem Messer begangen worden sind. Traurige Spitzenreiter waren im vergangenen Jahr neben dem Zentrum von Wedding (87 „Messertaten“) das Zentrum von Neukölln (76) und der Bereich Schöneberg Nord (70). Auffallend häufig setzten Straftäter Messer auch am Alexanderplatz (67) ein, sowie im Kiez Osloer Straße und im Viertel südlich der Frankfurter Alle (je 66).


