Tausende von Schülerinnen und Schülern müssen in Berlin derzeit und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren aus Platzmangel in Stahlcontainern unterrichtet werden. Viele der sogenannten Mobilen Unterrichtsräume sind inzwischen marode. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg setzt nun auf „Fliegende Klassenzimmer“ in modularer Holzbauweise. Sie sehen gut aus, riechen gut – und bieten eine Raumhöhe von drei Meter statt des Standardmaßes von nur 2,50 Metern bei den üblichen Containern. Die beiden Stadträte Jörn Oltmann (Grüne) und Oliver Schworck (SPD) plädieren dafür, das in Berlin neue und innovative Projekt bei der Schulbauoffensive auch in anderen Bezirken umzusetzen.
Denn überall wird es noch enger werden. In der Hauptstadt werden in den kommenden Jahren zahlreiche Schulen neu gebaut oder gehören dringend saniert. Der rot-rot-grüne Senat stellt für die Schulbauoffensive rund 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit seinen fast 350.000 Einwohnern und 65 Schulstandorten erwartet wegen des anhaltenden Zuzugs bis 2026 einen Zuwachs an Schülern von rund 13 Prozent.


