Auf den ersten Blick wirken die Zahlen angesichts der Wohnungsnot richtig gut: Mit 63 Prozent sind der Großteil der Gebäudeflächen, die private Projektentwickler in Berlin für sich nutzen wollen, für das Wohnsegment reserviert. Das entspricht einer Größenordnung von 5,6 Millionen Quadratmetern, die aktuell in Bau und Planung sind, beziehungsweise in den vergangenen 24 Monaten fertig gestellt wurden. Das geht aus den Projektentwicklerdaten für das Jahr 2019 hervor, die das Analysehaus Bulwiengesa am Dienstag vorgelegt hat.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass der Anteil des Wohnens im Vergleich zu den Vorjahren 2016 bis 2018 deutlich gesunken ist: Damals betrug der Anteil der Projektflächen, die für Wohnzwecke vorgesehen waren, noch 70 Prozent. „Der Trend zeigt, dass die meisten Projekte bereits in Bau sind und der Anteil der geplanten Wohnungsbauprojekte immer kleiner wird“, so André Adami, Bereichsleiter Wohnen bei Bulwiengesa.